Wahlsieger in Ecuador

Ecuador, 11. April 2021

Aller guten Dinge sind drei… obwohl es natürlich auch so manche eher schwer verdauliche Trilogie gibt. Doch hin und wieder braucht es halt drei Teile, um eine Geschichte zu Ende zu erzählen. Hier nun also nach Wahlen in Ecuador und Wahlergebnisse in Ecuador das große Finale… wir küren den Sieger!

Nach der ersten Wahlrunde dauerte es ja eine gefühlte Ewigkeit, bis die zwei Kandidaten für die abschließende Stichwahl feststanden. Platz 1 war schon früh an den Sozialisten Arauz (32,72%) vergeben. Das Rennen um Platz zwei war denkbar knapp. Letztlich musste sich der indigene Pérez (19,39%) geschlagen geben. Seine Anhänger waren alles andere als einverstanden, errichteten teilweise Straßenblockaden. Doch im offiziellen Endergebnis erhielt der konservative Lasso (19,74%) nun einmal etwa 32.000 Stimmen mehr.

Die große Frage war nun, wem sich die Wähler des unterlegenen Pérez zuwenden würden. Zur Erinnerung, in Ecuador herrscht Wahlpflicht. Und auch wenn dabei natürlich nicht selten leere oder ungültig gemachte Stimmzettel in die Urne geworfen werden, so sind über 80% gültige Stimmen beachtlich.

Ein Blick auf die nach Kandidaten eingefärbten Karten der Provinzen bringt eine schnelle Antwort. Arauz (orange) konnte vor allem in den gleichen, bevölkerungsreichen Küstenprovinzen punkten, die er auch im ersten Wahlgang gewonnen hat. Der gesamte Oriente und die südliche Sierra stimmten da noch hauptsächlich für den indigenen Pérez (pink). Obwohl dessen Partei Pachakutik offiziell keinen Kandidaten der Stichwahl unterstützt hat, gingen diese Stimmen dann aber offensichtlich vor allem an Lasso (blau).

Da hat er es nun also endlich geschafft. In seinem sage und schreibe dritten Anlauf wurde Guillermo Lasso tatsächlich zum neuen Präsidenten Ecuadors gewählt. Sicherlich eine Überraschung und vermutlich auch ein gewisser Richtungswechsel für das Land. Ob nun zum Guten oder Schlechten, vor allem für wen das letztlich gilt, bleibt abzuwarten.

Ein fader Beigeschmack liegt im Ergebnis: 52,36% zu 47,64%. Offensichtlich ist das Land gespalten. Auch wir haben auf unserer Reise Anhänger beider Kandidaten getroffen und jeder hatte gute Argumente für sich (und gegen die Anderen). Es ist zu hoffen, dass die Gräben – nicht nur in diesem Land! – überwunden werden können… zum Wohle aller!

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