Verrückt?

Stand: 29. November 2020

Ja, manch einer hält uns tatsächlich für verrückt! Also freundlich gesprochen. Auch verantwortungslos ist ein Wort, das schon mehr als einmal gefallen ist. Wir haben schließlich Kinder, und wie wir uns das ganze eigentlich vorstellen würden. Letzteres ist wahrlich eine gute Frage.

Also wir haben zumindest eine ganz konkrete Vorstellung: Wenn die Familie am Lebensabend der Eltern zusammenkommt, soll keiner sagen können:

„Ach hätten wir es damals doch wenigstens versucht!“

Genau das wollen wir: es versuchen! Einen besseren Zeitpunkt wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Wir haben unsere SY Samai, das Alter der Kinder passt so gut es halt möglich ist, mit Sandras Dienstzeitende steht ohnehin ein neuer Lebensabschnitt an und Michael wird ja auch nicht jünger. Natürlich kann man so ein Unterfangen nicht bis ins letzte Detail planen. Und wenn wir unterwegs merken, dass das alles nicht gut für uns ist, dann werden Pläne geändert, ggf. abgebrochen. Aber erst einmal wollen wir die Leinen loswerfen…

Was bisher geschah!

  • 8. Juli 2019 Leinen los in Bremerhaven
  • Juli 2019 Niederländisches Wattenmeer, Englische Südküste bis Isles of Scilly
  • Anfang August 2019 Biskaya-Überquerung nach A Coruña
  • Anfang September 2019 Kanaren (La Graciosa, Lanzarote, Gran Canaria)
  • Ende September 2019 Kapverden (Sal, Santa Luzia, São Vicente)
  • Oktober 2019 Atlantiküberquerung
  • 21. Oktober 2019 Ankunft in Cabedelo (Brasilien)
  • Mitte November 2019 Rio de Janeiro (Brasilien)
  • Mitte Dezember 2019 Uruguay
  • Weihnachten 2019 Buenos Aires (Argentinien)
  • Ende Januar 2020 Ushuaia (Argentinien)
  • Februar 2020 Antarktische Halbinsel
  • März – Mai 2020 ungeplanter Aufenthalt in Ushuaia
  • Juni – August 2020 Wintersegeln in den chilenischen Kanälen
  • 20. August Ankunft in Valdivia (Chile)
  • seitdem chilenisches „Bootsgefängnis“

Und wie geht es weiter?

Ja, das ist ein gute Frage. Ursprünglich wollten wir noch 2020 über den Pazifik. Das hatten wir aber schon schon in Ushuaia verworfen. Demnach wollen wir nun zum Ende der pazifischen Hurrikan-Saison in Tahiti sein und von dort dann weiter nach Westen segeln. Neuseeland ist mit dieser Planänderung schon schweren Herzens vom Törnplan geflogen.

  • 14. Dezember 2020 Sonnenfinsternis in Puerto Saavedra (YEAH!!!!!)
  • danach Chile Richtung Norden
  • Jahreswechsel 2020/21 irgendwo in Chile…
  • Frühjahr 2021 eventuell Zwischenstopp in Peru, dann Ecuador
  • Tja und dann… wahrscheinlich Pazifik, doch sicher ist heutzutage nicht viel ;-)

Müssen wir unsere Planung erneut überdenken?

Diese Seite endete bisher immer mit folgenden Zeilen: „Alleine beim Durchlesen kommt auch uns das… sagen wir mal ambitioniert vor… aber verrückt? Da möge jeder selbst urteilen. Und nochmal: es handelt sich um eine aktuelle Grobplanung mit den Jahreswechseln als wesentliche Eckpunkte. Super wenn es klappt und wenn nicht, dann soll es halt so sein. Aber wir werden es zumindest versuchen!“

Wir hätten damals nicht gedacht, dass uns das Leben einen derartigen Streich spielen würde. Ist unser Timing nun gut oder schlecht? In jedem Fall ist es eine spannende, aber auch frustrierende Zeit, in der sich die Welt aktuell befindet. Insofern sind wir uneingeschränkt beim „dann soll es halt so sein“ angekommen. Aber der Entschluss steht fest: Wir wollen weiter machen… irgendwie… „wir werden es zumindest versuchen!“

4 Kommentare zu „Verrückt?“

  1. Echt tolle Sache. Risiken gehören zum Leben und man bereut eher die Dinge, die man nicht gemacht hat. Ich wünsche Euch viel Glück und viele interessante Erlebnisse.

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo ihr Lieben,
    Bleibt ihr eigentlich trotz Corona bei euren Plänen? Was mich aber noch viel mehr interessiert: Wir habt ihr es geschafft, eure Kinder drei Jahre von der Schulpflicht zu befreien? 🙂
    Ganz liebe Grüße aus Deutschland (hoffentlich bald wieder an Bord)
    Christina

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    1. Moin aus Chile! :-)
      Unsere Pläne haben wir etwas angepasst, insbesondere was die Pazifik-Passage (später) und Neuseeland (fällt wohl weg) angeht, aber grundsätzlich bleibt es bei „einmal rund“. Mal sehen, ob es klappt…
      Was die Schulpflicht angeht, hatten wir vor Abfahrt versucht, bei den Behörden eine offizielle Beurlaubung zu bekommen. Doch das war vergebene Liebesmühe. Letztlich ist es aber gar nicht mal so kompliziert… schließlich gilt die deutsche Schulpflicht nur für Kinder, die auch in Deutschland gemeldet sind. Das lässt sich schnell ändern ;-) Und nein, man muss sich (bzw. die Kinder) ohne dauerhaften Aufenthalt auch nicht woanders anmelden… entsprechende Nachfragen vom Amt kann man entspannt ignorieren.
      Wir hoffen, dass auch bei euch alles gesund und munter ist. Und natürlich wäre es interessant zu hören, wie es bei euch weiter gehen soll…
      Von Herzen alles Gute,
      Micha

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