Mitad del Mundo

26. Februar 2021

Die für den Morgen geplante Birdwatching-Tour im Nebelwald sagen wir kurzfristig ab. Ein hustender Guide ist in diesen Tagen nicht die erste Wahl. Wir können also entspannt packen, frühstücken und in Mindo noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Insbesondere hat Samuel sich einen Schokoladennachschub aus dem El Quetzal gewünscht.

Das erste Ziel in der Sierra, dem zentralen Hochland von Ecuador, ist ein touristischer Pflichtbesuch. Das in seiner heutigen Form 1979-82 gebaute Äquatormonument „Mitad del Mundo“ markiert nördlich von Quito die „Hälfte der Welt“. Also genau dort, wo sie von Charles Marie de La Condamine im Jahre 1736 das erste Mal vermessen wurde. Er war schon ziemlich gut, doch heute weiß man es besser. Der echte Äquator geht etwa 240m nördlich so in etwa durch den Rinnstein einer Umgehungsstraße.

Egal, die Touristenströme kommen trotzdem genau hierher und stellen sich vermeintlich mit je einem Fuß auf die Nord- bzw. Südhalbkugel. Ein ebenso beliebtes wie falsches Fotomotiv. Obwohl wir auch das mit den Touristenströmen relativieren müssen. Laut Eigenwerbung das die meistbesuchte Touristenattraktion auf dem ecuadorianischen Festland und das ganze Gelände ist mit seinen Museen, Restaurants, Souvenirläden und sogar Planetarium offensichtlich für ganz andere Besucherzahlen ausgelegt, als in diesen Zeiten vorbei schauen. Uns soll es recht sein.

Zunächst besuchen wir den zentralen 30m-Monolithen mit krönender 4,5m-Weltkugel. Im Innern werden wir auf jeder Etage durch einen anderen Bereich Ecuadors geführt: Oriente (Regenwald), Sierra (Hochland), Costa und Galápagos werden kurz, knapp und kurzweilig vorgestellt.

Oben angekommen genießen wir den Ausblick.

Da irgendwo ist der echte Äquator

Wieder auf dem Boden der Südhalbkugel genießen die Kinder auf dem weitgehend verwaisten, zentralen Platz ein Eis. Hin und wieder wird versucht, uns in ein Restaurant zu locken, doch das haben wir in anderen Ländern schon zu normalen Zeiten um so viel aufdringlicher erleben müssen. Der Skipper wirft einen Blick in die kleine Kapelle und die ganze Familie macht noch einige Souvenirverkäufer glücklich. Insbesondere gönnen sich Maila und Papa (angeblich) authentische Ponchos. In der Sierra wird es kalt!

Zum Abschluss besuchen wir einen kleinen Bereich, in dem typische, historische Behausungen der verschiedenen Regionen als Nachbau vorgestellt werden. Wenig verwunderlich ist jedes Haus, jede Bauweise an ihre jeweilige Umgebung angepasst. Eine wirklich schöne Gegenüberstellung.

Altes Wohnen im Oriente
Altes Wohnen in der Sierra

Weiter geht die Fahrt einmal ganz an der ach so langgestreckten Hauptstadt Quito vorbei entlang Richtung „Avenida de los Volcanes“. Hier reihen sich die Vulkane aneinander und zumindest den beiden bekanntesten wollen wir in den nächsten Tagen einen Besuch abstatten.

Alles klar für die Sierra!

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