Vorbereitungen für die Weiterfahrt

Unsere Zeit in Bonaire neigt sich dem Ende zu. Es ist hier wirklich schön, doch wir haben ja leider nicht ewig Zeit. Doch bevor wir die Leinen loswerfen, stehen noch ein paar Vorbereitungen an. Wir wissen ja noch nicht einmal, wie lang der nächste Schlag nach Barbados wird. Aber das ist ein anderes Thema.

21. Januar 2022

Heute wollen wir die Gasflaschen wieder auffüllen lassen. Das sollte hier in Bonarie eigentlich möglich sein. Frohgemut fahre ich also zum ansässigen Gas-Anbieter Curoil. Der Weg führt über unbefestigte Piste! Vor Ort dann die Ernüchterung. Ja, er könne meine Flaschen durchaus füllen. Dafür müssen sie (wie alle anderen Gasflaschen!) jedoch nach Curaçao geschafft werden. Dauer etwa zwei Wochen. Na, das ist dann wohl keine Option. Wir haben jetzt noch eine halbe graue 5kg-Flasche, unsere kleine blaue 2,5kg-Flasche und als letzten Notanker noch eine 5kg-Flasche aus Chile… aber da müsste ich erst noch ein bisschen improvisieren. Na es wird auch so schon reichen.

Am späten Nachmittag erledigen wir noch größere Einkäufe bei BonDiGro. Von außen unscheinbar und von innen mit dem Charme einer staubigen Lagerhalle bietet der Laden ein gut sortiertes Konservensortiment zu vergleichsweise verführerischen Preisen. La Skipper schlägt erbarmungslos zu. Alleine 36 große Dosen mit Eintopf, 10x Würstchen, 20 Packungen passierte Tomaten, ungezählte Gemüsevariationen und vieles mehr. Das Dinghy auf dem Weg zur Samai liegt gleich mal ein paar Zentimeter tiefer. Muss sein! ;-)

22. Januar 2022

Am Mittag müssen wir den Wagen abgeben. Bis dahin ist noch viel zu tun. Der erste Weg führt zur Magero Laundry . Schon wieder haben sich drei große und eine kleine Maschine angesammelt. Wir nutzen aber auch gerne die Gelegenheit, das komplette Bettzeug und alle Handtücher nochmal richtig durchzuwaschen. La Skipper hat sich dabei spontan in die zwei Riesen-Trockner verliebt. Einer davon schluckt tatsächlich unser ganzes Zeug. Netter Nebeneffekt ist, dass die Wäscherei das vermutlich schnellste freie Internet der ganzen Insel hat. Hier lassen sich sogar gut 2GB-große NFL-Übertragungen problemlos laden!

Danach geht es zur Habour Village Marina. Der nette Skipper von unserem Nachbarn „eight“ meinte, dass wir unsere Gasflasche hier füllen lassen können. Dauert nur zwei Tage. Die nette Dame verspricht uns, es schon bis Montag zu versuchen. Super!

Tja und dann erledigen wir noch die letzten Groß-, Mittel- und Kleineinkäufe bei unseren drei üblichen Verdächtigen BonDiGro (nur noch ein paar Kleinigkeiten), Warehouse (gut sortiert und vergleichsweise günstig), Van Den Tweel (bestes Sortiment der Insel, dafür etwas teurer) und einem kleinen Spirituosen-Laden. Der Skipper möchte Rasmus für den bevorstehenden Törn gnädig stimmen. Sonst gäbe es natürlich keinen Grund… ;-)

Zurück am Steg fährt La Skipper das beladene Dinghy zur Samai, während der Skipper das Auto weiter auslädt. Drei Fuhren kommen zusammen. Bonaire ist bis auf weiteres die günstigste Möglichkeit zur Verproviantierung. Und schließlich sind wir ja auch eine vierköpfige Familie mit entsprechendem Verbrauch. Beim Stauen zeigt unsere kleine Samai mal wieder ihr Talent als Raumwunder. Wie gewohnt bekommen wir alles unter und finden sogar noch Platz für uns. So, jetzt wären wir fast fertig.

24. Januar 2022

La Skipper hat gewisse Dauerbedenken, was die Dieselqualität angeht. Darum decken wir uns hier mit einer ausreichenden Menge „Biobor JF Diesel Biocide“ ein. Doch einfach nur rein schütten geht natürlich nicht. Sie möchte sich einen persönlichen Eindruck von der biologischen Durchseuchung unseres Dieseltanks machen, weshalb wir ihn halt mal wieder aufschrauben. Was soll ich sagen?! Sieht richtig gut aus. Ein bisschen von dem angeblichen Wundermittel schütten wir trotzdem rein. Sicher ist sicher! ;-)

Sieht gut aus im Dieseltank!

28. Januar 2022

An dieser Stelle noch ein halbes Wort zu DHL: SCH….! Meine Eltern haben am 13. Dezember ein kleines „knapp-2kg-Päckchen“ für uns aufgegeben. Trotz extra bezahlter Sendungsverfolgung (und Versicherung) tut sich wochenlang nichts. Wir fragen schon hier in Bonaire beim Zoll nach. Auch in Deutschland wird regelmäßig nachgehakt. Bringt alles nichts. Am 11. Januar, also nach gut vier Wochen dann die ebenso erleichternde wie unglaubliche Nachricht: Das Päckchen hat heute das Paketzentrum Frankfurt/M verlassen. Wir können es nicht fassen. Am 14. Januar kommt es im benachbarten Curaçao an, von wo es sich am 19. Januar angeblich wieder aufmacht. Hoffentlich in unsere Richtung?! Eigentlich ist es nur ein kleiner Hüpfer, die Nachbarinsel fast schon in Sichtweite. Doch es tut sich wieder fast eine Woche gar nichts. Ich frage erfolglos bei der Post nach.

Es dauert noch bis zum 27. Januar, bis das Päckchen endlich hier in Bonaire als Eingang erfasst wird. Am 28. Januar, früh am morgen wurde das Päckchen vom Zoll freigegeben, laufe ich zur Post. „Yes, it is here!“ Mit diesen Worten geht die nette Dame nach hinten und kommt eine ganze Weile nicht wieder. Das Päckchen ist aktuell nicht auffindbar. Ohne Worte. Später am Nachmittag der nächste Versuch. Schon beim Reinkommen sehe ich ein kleines Päckchen neben der Dame auf dem Schreibtisch liegen. Endlich halten wir es in den Händen! Nach 46 Tagen!! Die von DHL angegebene Regellaufzeit beträgt übrigens 8-12 Tage!!!

Wie auch immer. Damit gibt es für uns keinen Vorwand, länger auf der Insel zu bleiben. Wir müssen weiter. Noch eine letzte kurze Waschmaschine, einige letzte Downloads, ein letzter „kleiner“ Einkauf (Schnauf!) und wir melden uns ab. Auf zu neuen Ufern!

3 Kommentare zu „Vorbereitungen für die Weiterfahrt“

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