Maila auf Matschwanderung im Dschungel

8. März 2021

Erst mal Frühstück. Wie immer mit ganz viel Reis. Danach will Rom mit uns eine kleine Wanderung um die Lodge machen. Wir gehen Richtung Bootsteg und finden wieder die Ameisenstraße. Wir biegen in einen Weg ein. Dann zieht eine Gruppe Brüllaffen über die Bäume vor uns hinweg. Und dieses mal machen sie ihrem Namen nicht die Ehre. Bald ist es gut, dass wir Gummistiefel anhaben, denn wir müssen durch einen flachen Fluss waten. Das ist sehr lustig! Immer wieder sinken wir ein und müssen uns an dem vor uns festhalten. Der kommt dann meistens ins Wanken. Das ist dann lustig.

Dann haben wir es endlich geschafft. Der Führer hatte keine weiteren Probleme und hat gewartet. Dann gehen wir weiter. Wir kommen an einem Baum vorbei, der viele, auf meiner Höhe liegende, grüne, etwa faustgroße Früchte hat. Rom sagt, das sie eine sehr harte Schale haben. Aber die Affen lassen sich davon trotzdem nicht abhalten. Sie mögen die Früchte trotz der harten Schale.

Wir finden auch ein Nest von sehr große Ameisen. Tropische Riesen-Ameisen! Sie soll den schmerzhaftesten Stich von aller Insekten haben. Diese „Bullet Ants“ werden bei Indigenen oft für Erwachsenenritualen benutzt. Aua! Schnell weitergehen! Noch mal Schlamm, aber diesmal sehe ich eine Bewegung. Wie sich herausstellt, war es ein Krebs. Schade, dass ich ihn kaum gesehen habe.

Wir haben auch an einem herunter hängenden Blatt eine Ameise gesehen, die wohl von einem Pilz befallen wurde. Wie gruselig!

Danach kamen wir zu einem Platz, wo ganz viele Pflanzen einer Art waren. Da hat Rom gefragt, ob jemand seine Haare färben will. Wie? Was soll das denn??? Dann nahm er den Stängel einer Pflanze. Sie reichten mir gerade zum Knie und hatten außerdem sehr große Blätter. Er riss also einen Stängel ab und zerrieb ihn. Nach einem Hin und Her ließ ich mir die Haare färben. Er rieb meine Haare mit der zerriebenen Pflanze ein und meine Haarsträhne wurde grün. Als er das länger machte, wurde die Farbe immer deutlicher. Die einheimischen sollen die Pflanze auch benutzt haben um ihre Haare zu Färben. Schließlich war er fertig und ging weiter. Die grüne Strähne hielt sich sehr gut.

Rom ist wieder an einer Palme stehen geblieben, hat vier dünne Streifen genommen und sie geflochten. Zu einer richtigen Blätterkrone! Und er hat sie mir aufgesetzt. Sie passte und sah gut aus. Wir haben sie mitgenommen. Die Einheimischen nutzen die stabilen Pflanzen auch für ihre Hüttendächer.

Rom hat uns auch noch den sogenannten „Dschungel-Knoblauch“ gezeigt. Wenn man auf dem Blatt rumkaut, schmeckt es nach Knoblauch. Papa hat das gemacht und bestätigt. Ich wollte eher nicht. Dann weiter. Als nächstes haben wir rote Wurzeln gefunden. Das Rot dient dazu; Feinde abzuschrecken, die die flachen Wurzeln vielleicht essen wollen. Dann weiter.

Er hat eine kleine Springspinne entdeckt. Wir haben sie beobachtet. Dann haben wir lieber einen großen, schwarzen Tausendfüßler beobachtet. Der hat sich um ein Blatt geringelt. Ich habe alle gewarnt, dass sie ja nicht auf den Tausendfüßler drauf treten sollen. Jeder hat sich dran gehalten!

Rom hat einen schwarzen Frosch entdeckt. Der saß auf einem Blatt. Nach kurzem Lauf haben wir ein großes, ziemlich niedrig gelegenes Ameisennest gesehen. Die Ameisen sind nicht giftig, aber viele und nervig. Wenn man sein Arm ran hält, dauert es lange, bis alle Ameisen wieder runter sind. Man nennt sie auch „take off your underwear ants“. Manche drücken ihre Hunde an solche Nester und wenn der los hechtet heißt es, er sei ein guter Jagdhund. Das finde ich nicht so toll.

Eine Matschpfütze! Ich halte Ausschau nach einen Krebs, doch vergeblich. Vor uns kommt ein riesiger Baum in Sicht. Ein Kapok-Baum. Der größte Baum im Dschungel. Dort hingen lange Wurzeln am Baum runter. Da kann man vielleicht dran hochklettern. Wir suchen uns eine stabile aus und versuchen, daran hoch zu klettern. Ein bisschen schafft Samuel es.

Dann kommen wir auf die Idee, daran zu schaukeln. Wir schubsen Samuel an und es klappt. Es macht sogar Spaß. Ich probiere es auch mal. Lange geht es nicht, da man irgendwann abrutscht. Aber es macht Spaß! Ich und Samuel wechseln uns ab. Bis wir auf die Idee kommen, eine Wurzel des großen Baumes ein Stück hoch zu klettern und den Schwung zu nutzen. Und es klappt. Die Wurzel ist ziemlich rutschig zum Draufklettern, doch es macht Spaß!

Irgendwann müssen wir leider weiter. Ich bin enttäuscht. Ein Baum mit stacheligen Wurzeln. Sehr interessant. Die Stacheln sind sehr spitz. Man kann Früchte damit aufreiben. Rom hat es uns gleich gezeigt. Als wir weiter gegangen sind, haben wir eine Palme gesehen, die den ganzen Stamm voller pikesiger Stacheln hat. Daraus macht man auch die Pfeile für Blasrohre. Bloß nicht anfassen, denn das kann wehtun!

Eine schöne Blüte hat er uns am Ende noch gezeigt. Sie hatte ganz besonders geformte Blütenblatter, womit sie Wasser auffängt. Sie war orange-gelb und roch gut.

Danach war die Führung auch schon wieder beendet. Sie war aber sehr spannend!

Maila

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