Samuel über die Tierwelt in Galápagos – Luft

Der letzte Eintrag über die Tiere in Galápagos geht über das Leben der Vögel. Direkt nach unserer Ankunft, sehen wir Pelikane, wie wir sie auch schon auf dem Pazifik gesehen haben. Na ja, genau genommen, sind wir ja auch auf dem Pazifik. Es ist kein für Galapagos spezifisches Tier, weshalb ich sie überspringe.

Wir betreten die erste Insel, wo wir mit der Angelito I hingefahren sind und werden sogleich von Vögeln begrüßt. Es sind die Vögel, die wir irgendwie auf so gut wie jeder Insel sehen. Ich spreche von den Fregattvögeln. Wir sind glücklicherweise genau in der Paarungszeit nach Galápagos gekommen. Also in der Zeit, in der die Fregattvogelmännchen Weibchen suchen. Dazu haben die Männchen ein rotes Säckchen, das vom Kinn bis zum Bauch geht. In der Paarungszeit bläht er sich auf, um den Weibchen zu imponieren. Die Weibchen sind übrigens gut zu erkennen, da sie ein weißes Federkleid an ihrem Hals haben. Leider sind die Fregattvögel auf andere Vögel angewiesen. Sie können nämlich nicht tief tauchen und ernähren sich von Fisch. Und den klauen sie von anderen. Darum geht es nun zu den bestohlenen Vögeln.

Fregattvogel vor Blaufußtölpel

Beim Überleben hilft ihnen die zweite Art Vogel. Der Blaufußtölpel. Er ist ein guter Taucher und Fischer. Das müssen sie auch sein, weil sie sonst verhungern würden. Das liegt daran, das der Fregattvogel ständig seine Beute klaut. Wie der Name schon sagt, hat der Blaufußtölpel blaue Füße sowie einen blauen Schnabel. Sehr süß. Die Männchen versuchen den Weibchen mit einem bestimmten Tanz zu imponieren, wo das Männchen seine Füße der Frau entgegenstreckt und ab und zu die Flügel ausbreitet. Ach so, der Blaufußtölpel kann sich übrigens nicht auf Äste setzen. Seine schönen blauen Füße sind einfach zu unbeweglich.

Blaufußtölpel im Tanz
Da ist dann doch noch ein Pelikan

Wenn wir schon bei Tölpeln sind, machen wir doch einfach dort weiter. Der zweite Tölpel hat rote Füße und heißt somit auch Rotfußtölpel. Der Schnabel ist aber wie der des Blaufußtölpels blau. Es gibt aber noch einen weiteren Unterschied. Der Rotfußtölpel kann im Gegensatz zu seinem blaufüßigen Verwandten auf Bäumen und Ästen sitzen. Seine Füße sind viel beweglicher! Und mindestens genau so schön.

Rotfußtölpel

Das waren viele Tölpel ja, aber es gibt noch einen. Den Galápagos-Maskentölpel oder den Nascartölpel. Es ist ein und dieselbe Art, wurde aber umbenannt. Er hat ein seltsames Gesicht, das wie eine Maske aussieht. Daher der Name. Er ist ähnlich wie die anderen Tölpel, hat aber keine farbigen Füße und keinen blauen Schnabel.

Nascartölpel

Das waren jetzt aber wirklich alle Tölpel. Kommen wir zu den nächsten Tieren. Dem Nachtreiher und dem Krabbenreiher. Es sind beides hübsche und geduldige Vögel, doch besonders der Krabbenreiher und seine Miene sehen immer gelangweilt und/oder genervt aus. Er hat ein hübsches strähniges Federkleid mit weißen Streifen auf schwarzem Grundgefieder.

Junger Nachtreiher
Erwachsener Krabbenreiher
(c) Stefan Tschumi

Es gibt aber auch flugunfähige Vögel auf Galápagos. Den Galápagos-Pinguin. Ich behandele ihn hier aber nicht. Wer etwas über ihn wissen will, schaut bitte bei Samuel über die Tierwelt in Galápagos – Land.

Der nächste Vogel ist eine Möwe. Ja, es gibt hier Möwen, aber eigentlich auch nur eine Art. Diese Art heißt Gabelschwanzmöwe und sie ist nachtaktiv. Das muss sie auch sein, weil nur dann ihre Leibspeise aus den Tiefen des Pazifiks hoch kommt. Am Tag ist ihre Leibspeise viele hundert Meter tief unter Wasser und die Möwe kann nicht so tief tauchen, auch wenn sie wollte. Die Leibspeise der Gabelschwanzmöwe ist, wie ihr vielleicht erraten konntet, der Kalmar. Bei Nacht kommt er hoch und die Möwen können ihn fangen und fressen. Dabei hilft es, dass der Kalmar hoch springt, was wir auch schon bemerkt haben. Erinnert euch an einen früheren Artikel, wo beschrieben wurde, dass Morgens auf dem Meer oft ganz viele Kalmare an Bord liegen?

Gabelschwanzmöwe

Wir haben ein Paar Gabelschwanzmöwen mit einem Baby gesehen. Leider ist das Stück Kalmar, das ein Elternteil gefangen hat, zu groß für den Kleinen und der Partner erhält ihn um ihn zu zerkleinern. Und dann bekommt auch die Babymöwe etwas ab. Die Möwe hat rote Augenlider. Wozu genau die gut sind, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass sie richtig cool aussehen. Es ist Mailas Lieblingsmöwe.

Das Futter ist zu groß für das Kleine

Ich weiß, es sind viele Vögel, aber ich fasse mich schon kurz. Nun folgt eine Taube. Manche Leute mögen sie nicht besonders, weil sie einen am Morgen immer wecken oder schöne Statuen vollscheißen. Aber die Galápagos-Taube ist anders. Sie sieht im Gegensatz zu ihren, in anderen Ländern lebenden Verwandten, echt hübsch aus. Ich sprach doch im Abschnitt mit der Gabelschwanzmöwe über farbige Augenlider oder? Warum ich das erwähne? Ganz einfach. Die Galápagos-Taube hat ebenfalls welche. Nur sind sie eben nicht rot, sondern strahlend blau.

Galápagos-Taube

Ein weiteres auf Galápagos lebendes fliegendes Tier ist eine Drossel und zwar die Galápagos-Spottdrossel. Ihre langen Beine und ihr grau-schwarzes Gefieder sind auffällig, wie ihr langer Hals.

Galápagos-Spottdrossel

Ein kleiner goldener Vogel mit dem Namen „Gold-Wald-Sänger“ ist erstens sehr süß, aber ähnlich wie die meisten kleinen Vögel. Das besondere an ihm ist, dass er knallgelb ist! Darum das „Gold“ in seinem Namen.

Zu meiner Überraschung haben wir auf Galápagos auch Austernfischer gesehen, die ich dort nicht vermutet hätte. Sie haben lange Beine und einen langen roten Schnabel. Ihr Gefieder ist pechschwarz.

Eine weitere Überraschung ist eine dort lebende Eule. Die Sumpfohreule. Sie ernährt sich von den Wellenläufern. Die Wellenläufer brüten gerade, was der Eule die Gelegenheit bietet, die Jungtiere oder Eltern, die in Hektik sind, zu fangen und zu fressen.

Eine andere Eule ist die Schleiereule, die wir aber nur in einem künstlichen Käfig sehen, den die Eule aber immer verlassen kann.

Ein ebenfalls sehr süßer Vogel ist der Rotschnabel Tropic Vogel. Es ist aber schwer ihn zu beschreiben, also seht selbst:

„Man, kann der nicht mal fertig werden?“ fragt ihr vielleicht, aber keine Angst, es gibt nur noch eine letzte Vogelart. Die Darwinfinken. Es gibt ca. ein Dutzend Unterarten mit verschiedenen Schnäbeln, verschiedenen Größen und dementsprechend verschiedener Nahrung. Aber zusammengefasst kann man sie als klein, süß und dunkelbraun bis pechschwarz bezeichnen.

Überstanden! Das waren die wichtigsten Vogelarten auf Galápagos. Die anderen Tiere, die im Wasser oder an Land leben, beschreibe ich in meinen vorherigen Artikeln über die Tierwelt in Galápagos… Wasser und Land.

Samuel (Text & Fotos)

2 Kommentare zu „Samuel über die Tierwelt in Galápagos – Luft“

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