Cocina Ecuatoriana (6) – Plátanos

Was den weltweiten Bananenanbau in absoluten Zahlen angeht, so steht Indien entspannt vor China. Was jedoch den Bananenexport angeht, da ist schon jahrelang ein viel kleineres Land mit Abstand ganz vorne: Ecuador.

Ja, natürlich hat das ganze auch seine Schattenseiten. Weithin bekannte Stichworte sind Monokultur, Abholzung des Regenwaldes, Pestizide, Hungerlöhne… und dann sind auch noch die Mehrzahl der Plantagen im Besitz amerikanischer Gesellschaften: Chiquita, Dole und DelMonte. Diese Namen kennen wohl auch die meisten Deutschen. Weniger bekannt ist allerdings die Bandbreite dieser Frucht… kommt doch letztlich fast ausschließlich die Dessertbanane in europäische Supermarktregale.

In Ecuador gehören Bananen zu den Grundnahrungsmitteln. Und das betrifft wahrlich nicht nur die süße Variante. Ganz vorne in der Verbrauchsstatistik sind hier die oft noch grünen Kochbananen. Schwerer zu schälen sind die im Grunde nicht für den direkten Verzehr gedacht. Doch dafür zerfallen sie auch nicht gleich, wenn mal etwas Wärme in die Nähe kommt. Auf der Camping-Tour im Regenwald lag gleich eine ganze Staude Kochbananen im Kanu. Entsprechend oft wurden sie serviert. Sei es nun Stückweise gekocht, in Suppe, Gemüse oder sonst wie zubereitet. Dabei darf man sich jetzt nicht den bekannten süßen Geschmack vorstellen. In der Tat sind Kochbananen relativ neutral.

Verpflegung im Dschungel…

Eine der beliebtesten Beilagen sind „Patacónes“. Im Restaurant günstiger als Pommes ist das im Grunde nichts anderes, als etwas gesalzene, frittierte, plattgedrückte und nochmal gebratene Banane. Dabei ist die Verwendung von Kochbananen zwingend notwendig. Glaubt mir… ich habe es vor unserer Abfahrt mit den typischen Supermarktbananen aus Deutschland versucht. Nicht gut!

Patacónes auf einem Fingerfood-Teller

Im hiesigen Supermarkt finden sich neben den international bekannten Kartoffel- oder Maischips dann auch ganz selbstverständlich Bananenchips… mit scharfem und/oder Koriander-Dip eine beliebte Vorspeise! Ebenso gibt es natürlich Patacónes als Snack in Tüten.

Wenig überraschend ist die Auswahl an Bananensorten hier um einiges reichhaltiger… sei es nun im Supermarkt oder selbstredend auch auf einem indigenen Markt in der Sierra.

Bananen: klein-groß-gelb-grün-dick-dünn…
… und vor allem ganz viele!

Selbst für die Tiere ist gesorgt. Rosa Zwergbananen sind zwar prinzipiell auch für Menschen essbar. Trotzdem bleiben die hier oft wildwachsenden Früchte in oft nicht-menschlichen Konsumenten vorbehalten. Ist aber auch nicht weiter schlimm… bei dieser Auswahl an Bananen hier in Ecuador…

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