Mariposario de Mindo

Mindo, 24. Februar 2021 (vormittags)

An kaum einem anderen Wort als der Bezeichnung dieser oft wunderschönen, bunt umher flatternden Insekten lässt sich die international oft gefühlte Härte der deutschen Sprache besser veranschaulichen. Wie schön klingt dieser Name doch von ach so vielen Zungen der Welt. Voran natürlich die romanischen Sprachen… papillon (französisch), mariposa (spanisch), barboleta (portugiesich), farfalla (italienisch), fluture (rumänisch). Selbst viele germanische Sprachen finden einen schönen Klang… butterfly (englisch), vlinder (niederländisch), fjäril (schwedisch), sommerfugl (dänisch, norwegisch). Und dann gibt es da dieses deutsche Wort:

S-C-H-M-E-T-T-E-R-L-I-N-G

Wer fühlt sich da nicht an einen Becker-Ass zu seinen besten Tenniszeiten erinnert?! Bleiben wir also lieber in der hiesigen Landessprache und besuchen das Mariposario de Mindo.

Vorweg bekommen wir ein paar Informationen zum Entwicklungszyklus dieser Insekten. Den längsten Teil Ihres Lebens verbringen sie als Raupen. Je nach Art für mindestens 2, aber auch bis fast 5 Monate lang verbringen sie in diesem Stadium. Als Puppe hängen sie dann lediglich 2 bis gut 3 Wochen. Die Formenvielfalt aber auch teils goldglänzende Farbgebung ist erstaunlich. Ebenso erstaunlich ist das Schlüpfen. Im Grunde eine Sache von wenigen Sekunden müssen die anfangs noch nassen Schmetterlinge erst einmal 1-2 Stunden zum Trocknen hängen bleiben. Erst dann können sie losfliegen und normaler Weise nur gut einen Monat lang Ihre Schönheit präsentieren. Bis dahin sollte die nächste Generation auf dem Weg sein.

Danach werden wir in einen großen Raum voller Mariposas eingelassen.

Wir sind an einem sonnigen Morgen gekommen. Sehr gut! Überall flattert es, bunte Flecken sitzen auf Pflanzen aber auch auf dem Boden… ein prüfender Blick vor jedem Schritt ist Pflicht.

Überall schönste Farben und Formen… wo soll man nur zuerst hinschauen?!

Zum Glück habe ich mein Makroobjektiv dabei…

Am Rand gibt es ein paar Nischen voller Puppen. Wir sollen auf die ganz links achten. Diese Puppen sind heute mit dem Schlüpfen dran. Mit offenen Mündern werden wir Zeugen. Einmal hilft Samuel auch einem ins Nasse gefallenen Falter zurück auf einen sicheren Platz zum Trocknen.

Allgemein sind die Falter recht zutraulich. Natürlich hängen sie jetzt nicht gleich zu Dutzenden am Besucher, doch mit Ruhe und ggf. auch etwas Banane auf dem Finger lockt man sie zu sich.

Natürlich gibt es auch hier einen obligatorischen Andenkenladen und natürlich können wir nicht wirklich widerstehen.

Hinter dem Mariposario schließt sich noch ein kleiner bunter Garten mit wunderschönen Pflanzen und zwei kleinen Aussichtstürmen an.

Ruhe, Natur, Entspannung… ja, so kann ein Tag im Nebelwald gerne beginnen… der Nachmittag wird noch aufregend genug!

4 Kommentare zu „Mariposario de Mindo“

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