Strände in Aruba

Man mag es kaum glauben, aber in Aruba ist aktuell Hochsaison. In den USA wird es kühler, da fliegen die Touristen in Massen ein. Die Hotels sind weitgehend ausgebucht. Immer Samstags ist Bettenwechsel und wir bekommen das vom Flughafen mit einer entsprechenden Frequenz von US-Touristenbombern hautnah mit.

Doch die Invasion kommt auch über das Wasser. Nach monatelanger Pause sind nun auch die Kreuzfahrer wieder zurück. Im November kommen schon 30 Schiffe, im Dezember sind es 38 und für den Januar haben sich derer sagenhafte 52 (sic!) angekündigt! Wenn wir zum Einkaufen fahren, schauen wir immer vorab in den „Cruiseship Schedule“. Einer geht gerade noch, wenn er nicht zu groß (z.B. AIDA-Klasse) ist. Doch spätestens wenn zwei oder mehr Kreuzfahrer am Pier liegen, ist der Dauerstau auf der Küstenstraße von Oranjestad vorprogrammiert und wir nehmen lieber die etwas längere Umgehungsstraße.

Zwei sind schon da… der dritte nimmt Maß!
Staugefahr!

Natürlich macht sich all das auch an vielen Stränden Arubas bemerkbar. Gerade im Bereich der nördlich gelegenen Hotelburgen sind die Strände an sich zwar sehr schön, halt aber auch alles andere als idyllisch einsam. Doch wenn wir schon einmal hier sind, können wir uns ein paar Strandbesuche natürlich nicht entgehen lassen. Von Norden nach Süden…

Arashi Beach (7. Dezember)

Der nördlichste Strand Arubas liegt in Sichtweite des California Lighthouse. Trotz Busverbindung und Strandbar ist es hier noch vergleichsweise ruhig. Kaum angekommen begrüßt uns erst einmal ein kräftiger Regenschauer. Der kann selbst in den Tropen recht kühl sein.

Samuel ist recht schnell recht weit draußen und schnorchelt. Fast direkt neben ihm stürzen sich immer wieder Pelikane in Wasser und kaum, dass sie versuchen ihren Fang zu verspeisen, hängt ihnen auch schon eine Möwe wahlweise auf Kopf oder Rücken.

Der Sand reicht weit hinein ins flache Wasser. Da trauen sich auch die Mädels weiter weg vom Ufer. Wenn da nur nicht die immer mal wieder kräftigen Wellen wären. Der Wind kann es nicht sein. Im Frage kommen eigentlich nur vorbeifahrende Schiffe. Und seien sie auch so weit weg, wie der gerade abgelegte Kreuzfahrer. Alles in allem ist dieser Strand einer unserer Favoriten.

Eagle Beach (29. November)

Am Eagle Beach findet sich eines der am meisten fotografierten Motive Arubas: der Fofoti-Baum. Direkt an der Küste, gerne am Strand, duckt er sich in Windrichtung dicht über den Boden. Nicht zu verwechseln ist der küstennahe Fofoti-Baum mit dem ganz ähnlich aussehenden Divi-Divi-Baum. Dieses Wahrzeichen Arubas wächst nur im Inselinneren.

Der Strand ist schön und hier am Rand stolpert man auch nicht ständig über andere Menschen. Es gibt nur ein gravierendes Problem. Anscheinend hat eines der im Hintergrund gelegenen (immerhin flach gebauten) Hotels ein Problem mit der Abwasserentsorgung. Es stinkt erbärmlich!

Nicht weit entfernt werden gerade zwei Reihen mit weißen Decken versehene Tische hübsch aufdekoriert. Wahrscheinlich für ein romantisches (Gruppen-)Dinner am Strand?! Wir werden nie erfahren, wie die olfaktorischen Eindrücke des Abwassers mit den dargebrachten Gaumenkitzlern harmonierten. Guten Appetit!

Surfside Beach (4. Dezember)

Direkt südlich von Oranjestad ist Surfside Beach. Die Herkunft des Namens ist weitgehend rätselhaft. Surfer gibt es keine, dafür aber viele ankernde Segelboote. Nun gut, ob der geringen Wassertiefe sind es nahezu ausschließlich Katamarane. Der Strand selbst quetscht sich schmal zwischen Straße und Wasser, doch die schönen Bäume schenken eine lauschig-grüne Kulisse. Da wundert es wenig, dass auch hier schon zwei Tische für romantische Sonneruntergangserlebnisse eingedeckt werden.

Leider reicht der sandige Teil nur ein paar Meter weit ins Wasser. Schon bald ist der Grund mit dichtem Seegras bewachsen. Samuel und ich lassen uns rübertreiben. Für Maila ist es eine unüberwindliche Grenze. Sie amüsiert sich ausschließlich in Ufernähe.

Mangel Halto (19. Oktober, 30. November)

Hier waren wir erstmals an Samuels Geburtstag. Dieser kleine Strand nur ein paar Minuten südlich vom Flughafen (und damit unserer Marina) ist ein kleiner Geheimtipp. Vor allem Arubaner kommen gerne hierher, Autos mit V-Kennzeichen sind die absolute Ausnahme. Man läuft einen von Mangroven gesäumten Weg, Krebse huschen weg und erreicht einen kleinen Strand. Es ist gut geschützt, lange flach, aber auch ein wenig steinig. Das stört uns wenig.

Alternativ führen wenigen Meter weiter Leitern oder auch eine kleine Plattform ins Wasser. Alles entspannt und ruhig ohne den weiter nördlich üblichen Trubel. Definitiv einer unserer Favoriten!

Baby Beach (13. November)

Über Baby Beach haben wir schon kurz im Rahmen unserer großen Aruba-Tour berichtet. Ganz weit weg im Süden gelegen ist er trotzdem sehr beliebt und gut besucht. Von Arubanern und Touristen gleichermaßen. Es ist auch wirklich eine schöne, große, gut geschützte flache Bucht. Einziges Problem sind (zumindest für Maila) die zwei aufdringlichen, umher streunenden Hunde. Darum haben wir diesem Strand auch keinen zweiten Besuch abgestattet.

Das ist natürlich nur eine kleine, subjektive Auswahl der vielen Strände Arubas. Im touristischen Norden gibt es noch Boca Catalina Beach, Malmok Beach, Hadicurari Beach und natürlich den langen Sandstrand-Streifen vor den Hotelburgen. Insbesondere auf letzteren haben wir leidlich dankend verzichtet. Aber letztlich ist für jeden etwas dabei. Der Full-Service-verwöhnte Tourist wird ebenso glücklich, wie der eher Ruhe suchende Individualist. Dafür ist die kleinste der drei ABC-Inseln dann doch groß genug.

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