Entspannung auf Isla Española

Galápagos-Inseln, 19. Februar 2021

Wie versprochen steht der Vormittag auf Isla Española im Zeichen der Entspannung. Badespaß am feinen Sandstrand mit Seelöwen. Unser Guide Maja bietet zwar einen Strandspaziergang an, muss diesen allerdings ohne die zwei mitgereisten Familien unternehmen. Wir genießen unsere Pause.

Danach dürfen wir eine (um es mit den Worten unseres Guides Majas zu sagen) „Schnorchel-Sternstunde“ erleben. Mehrere Meeresschildkröten, unzählige Fische, ein Rochen und als unbestrittenen Höhepunkt eine Gruppe von fast zehn Galápagos-Seelöwen im richtigen Alter. Neugierig begrüßen sie ihre Besucher und tollen verspielt um uns herum. Es nimmt fast kein Ende… ein ganz besonderes Erlebnis!

Quelle: Bittmann / Fugger – „Galápagos“ (mit Ergänzungen von Maja Homberger)

Am Nachmittag machen wir dann noch einen „richtigen“ Ausflug. Also mit Rumlaufen, Tiere schauen und so weiter. Und weil wir am Vormittag so faul waren, ist ein extra langer 3h-Spaziergang auf dieser südlichsten und ältesten Insel des Archipels geplant.

Die Anlandungsstelle ist natürlich mal wieder von Seelöwen besetzt. Na das kennen wir inzwischen ja schon. Vorsichtig bahnen wir uns unseren Weg.

Kaum angekommen sehen wir auch schon ein paar der typischen, rosa-grünen Española-Meeresleguane. Wir haben ja schon mehrmals gehört, dass sich auf fast jeder Insel einzigartige, nur dort vorkommende Arten herausgebildet haben. Doch so deutlich wie bei diesen bunten Meeresleguanen ist das eher selten zu beobachten.

Auch die Española-Lavaechse ist ein vergleichsweise farbenfroher Vertreter. Darüber hinaus haben sie ein ganz spezielles, nur hier zu beobachtendes Nicken (… zumindest wird uns das so erklärt ;-)

Bei Schlangen auf Galápagos denken viele wahrscheinlich zunächst an die packenden Szenen der BBC-Dokumentation Planet Earth II. Nattern machen Jagd auf junge Meeresleguane. Wahnsinn. Und nein, solche Szenen bekommen wir hier nicht vorgeführt. In der Tat sehen nicht einmal alle von uns die kleine, schnell wieder in den Büschen verschwundene Schlange.

Am Anfang unseres Spazierganges besuchen wir drei kleine Strände. Wenige Wochen alte Robben-Babys dösen zwischen den Steinen oder blöken wie ein Schaf, im Wasser spielen etwas ältere Jungtiere in einem perfekt geschützten Pool.

Etwas später erreichen wir die Steilküste und dort einen großen, momentan aber verlassenen Albatros-Bereich. Immerhin findet Samuel ein fast vollständiges Albatros-Ei. Ansonsten tummeln sich hier erstaunlich weit oben doch ebenso erstaunlich viele Meeresleguane.

Wir gehen weiter zum berühmten „Blasloch“ und bewundern die ca. 20m hohe Wasserfontäne. Natürlich sieht man so etwas nicht nur hier. Trotzdem ist die bei solchen Formationen besonders deutlich sichtbare Kraft des Meeres immer wieder beeindruckend.

Von einem Meter zum anderen betreten wir gut besuchtes Nascattölpel-Land. Hier werden wir Zeuge eines unerfreulichen „non-parent-visit“. Währen ein Jungtier auf die Rückkehr seiner Eltern wartet, schaut ein fremder Besucher im Nest vorbei. Oft hat das blutigen Folgen und auch wir können den Anblick kaum ertragen. Allerdings besagt eine Grundregel auf Galápagos auch: „Nicht einmischen!“

non-parent-visit

So ziehen wir also schweren Herzens weiter, laufen zwischen schönen erwachsenen und puscheligen, jungen Tölpeln, einigen Gabelschwanzmöven und bunten Meeresleguanen wieder zurück zur Anlandestelle.

Maila mit ihrem Lieblingsvogel: Gabelschwanzmöwe
Der Skipper war auch dabei ;-)

Zum Abschied erspähen wir noch Galápagos-Bussarde. Hier halten sich die Weibchen ein „Harem“ von 3-4 männlichen Tieren, da haben die zeitgleich geschlüpften Küken auch schon mal unterschiedliche Väter.

Die Galápagos-Bussarde sind, wie eigentlich alle hier heimischen Tiere, wenig scheu. Wir bekommen erzählt, dass Charles Darwin einen für seine Sammlung schießen wollte. Dann kam er aber so nah heran, dass er ihn kurzerhand mit dem Gewehrkolben erschlug. Wir sehen von solchen Experimenten natürlich ab. Stattdessen bahnen wir uns wieder vorsichtig einen Weg durch die ebenso wenig scheuen Seelöwen… an Land wie auch im Wasser.

2 Kommentare zu „Entspannung auf Isla Española“

    1. Vielen Dank für das Lob… es freut uns immer sehr, wenn es gefällt… besonders im Wissen, dass wir bei Galápagos die Geduld unserer Leser manchmal vielleicht arg strapazieren. Es war einfach so eine tolle Zeit!
      Liebe Grüße aus Costa Rica. Nach langen Hitzewochen an der Küste und auf dem Pazifik immer so um feuchte 30 Grad erfrischen wir uns gerade im Nebelwald von Monteverde… sehr angenehme Temperaturen!
      Micha

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