Bürokratie in Südamerika: Suriname

Februar / März 2022

Zunächst einmal die ganz normalen Einreiseformalitäten. Wir brauchen eine E-Tourist Card. Wie der Name schon sagt, wird das alles online erledigt. Diese Touristenkarte berechtigt zur einmaligen Einreise und 90-tägigem Aufenthalt zu touristischen Zwecken. Moment mal. Wir planen ja einen Ausflug nach Guyana. Das bedeutet letztlich eine zweimalige Einreise nach Suriname. Dafür gibt es das E-Visa. Auch 90 Tage, aber dafür mehrfache Einreise. Und natürlich ist das Visa auch teurer und sie wollen dafür mehr Information. Eine besondere Herausforderung ist dabei das Feld „Flight Number“ und die Aufforderung, eine Kopie des Flugtickets zu schicken. Wir kontern mit der Registernummer unserer Samai und dem selbst erstellten Hinweis auf Einreise mit dem eigenen Boot. Ein wenig umständlich ist jedoch, dass die immer gleichen Unterlagen für jedes Familienmitglied erneut übermittelt werden müssen. Immerhin reicht als „offizielles Foto“ (mit diversen, ausführlich angeführten Voraussetzungen) die eingescannte Version unserer Passfotos. Das leicht durchschimmernde Hologramm wird ignoriert.

Was noch?! Als wir Suriname ansteuern ist ein negativer Test noch offizielle Voraussetzung für die Einreise. Da wir mal wieder ein paar Tage auf See sind, machen wir natürlich keine Tests. Gute Entscheidung. Bei der Einreise mit dem eigenen Boot fragt niemand nach irgendwelchen Tests. Das ist bei Einreise mit dem Flugzeug anders. Ohne negative Tests hätte man uns in Guyana nicht in das Flugzeug nach Suriname gelassen.

Was noch?! Die Maritime Authority Suriname (MAS). Die wollen auch Bescheid wissen. Doch das ist für uns unkompliziert. Schon im Vorfeld schickt uns Jerome vom Harbour Resort Domburg die zwei auszufüllenden Seiten per Email. Auf dem gleichen Weg schicken wir sie zurück und er leitet sie weiter. Ein paar Tage später bekommen wir wiederum per Email die gestempelten Dokumente. Fertig. Kosten: Null! :-)

Was noch?! Stempel im Pass. Dafür ist bei uns die Militärpolizei zuständig. Die sitzt in Paramaribo. Ein Fahrer von unserem späteren Auto-Vermieter Rishi bringt uns hin. Leider hatten wir noch nicht die von der MAS gestempelten Papiere dabei. Doch man ist freundlich. Als Ersatz fülle ich die langen, bei Einreise per Flugzeug obligatorischen Formulare aus. Das reicht. Aber beim nächsten Mal bitte die MAS-Papiere mitbringen. Auch beim E-Visa sind sie unerbittlich. Es muss ausgedruckt vorliegen. Ein paar mitgekommene Niederländer werden zum Copyshop geschickt.

Was noch?! Die Ausreise. Wieder müssen wir zur Militärpolizei in Paramaribo, aber dieses Mal erledigen wir das mit dem eigenen Mietwagen. Nach wenigen Minuten sind wir gestempelt und raus. Auch die MAS will wieder informiert sein, aber das übernimmt wieder Jerome.

Das war alles. Insgesamt ein unkomplizierter Vorgang und abgesehen vom für jeden Besucher obligatorischen Visum (bzw. der Tourist-Card) auch noch kostenfrei. So kann es weiter gehen. Doch im nächsten Land kommt es noch besser! :-)

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