Donkey Sanctuary Aruba

17. Oktober 2021

Ein Warnung vorweg. Das hier ist unser erster Artikel über das Donkey Sanctuary Aruba, aber es wird sicherlich nicht der letzte bleiben. Dank Jörg, der hier seit Monaten als Volunteer mithilft, werden wir weniger als Gäste denn als Familie empfangen. Fast ein Dutzend Mal besuchen wir in wechselnder Zusammenstellung die Esel, aber die Kinder sind immer dabei. Und natürlich wollen sie auch selbst noch über ihre Erlebnisse berichten. An dieser Stelle daher nur ein paar einleitende Informationen und Impressionen von unserem ersten Besuch…

Willkommen bei den Eseln!
Erste vorsichtige Annäherung

Vor etwa 500 Jahren bringen die Spanier Esel auf die Insel, die fortan als Transportmittel für Waren, Wasser und Menschen eine wichtige Rolle in der Wirtschaft Arubas spielen. Am Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es etwa 1.400 von ihnen. Doch dann kam das Automobil und die Esel werden zunehmend überflüssig. Letztlich bringen sie ihren Besitzern nurmehr Kosten und werden schlichtweg freigelassen. Auf einer Insel mit karger Vegetation und ohne natürliche Wasservorkommen ist es selbst für sie schwer. Dazu kommt eine schwere Krankheit, die Verwendung als Tigerfutter im Aruba besuchenden Zirkus (sic!) sowie letztlich sogar eine offizielle Anordnung zum Abschuss. Anfang der 1970‘er Jahre zählt man nur noch 20 Esel auf Aruba.

Erfolgreiche Bestechungsversuche
Mutige Maila

Danach erholen sich die Bestände, geraten aber zunehmen in Konflikt mit der wachsenden Zivilisation. Manch ein Vorgarten leidet und immer wieder kommt es zu Verkehrsunfällen. Auch Esel schätzen die planierte Bequemlichkeit einer Straße. Es muss etwas passieren.

Gruppenbild ;-)

Im April 1997 wird die „Fundacion Salba Nos Burico“ zum Schutz der Esel gegründet. Erst noch auf drei Standorte verteilt, hat die Nachfolgeorganisation dank einer Spende inzwischen ein 4ha großes Gelände, auf dem aktuell 126 Esel leben. Nur einige wenige werden an anderer Stelle untergebracht, da sie mit ihrer Neigung zu Biss und Tritt nicht „besucherkompatibel“ sind. Im Gegensatz zur großen Mehrheit. In freier Wildbahn leben noch etwa 30-35 Esel vor allem im dünn besiedelten Inselsüden. Hier stellen sie keine Gefahr für sich und andere dar.

Erste Erkundung des Geländes…
… mit Eseln!

Die meisten Besucher des Donkey Sanctuary bleiben nicht sehr lange. Sie bekommen nur einen kleinen Eindruck. Wir verbringen schon bei unserem ersten Besuch fast vier Stunden vor Ort. Anfangs noch mit einer gehörigen Portion Respekt gegenüber den Eseln schwindet schnell die Scheu. Schließlich haben wir als kleine Bestechung Karotten mitgebracht. Auch Maila wird immer mutiger beim Füttern aus der Hand. Nebenbei müssen noch die ansässigen Katzen ausgiebig gestreichelt, umherlaufende Pfauen bewundert und die Hühner vom Eselfutter vertrieben werden.

Katzen nicht vergessen!

Im Zentrum stehen aber natürlich immer und immer wieder die Esel. Aber davon erzählen wir ein anders Mal mehr…

Sissi & Samai

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