Alltagsprobleme in hohen Breiten: Nachtfrost

Wir hatten ja schon das ein oder andere Mal darauf hingewiesen, dass wir dieses Jahr nicht unbedingt mit den Freuden immerwährenden Sommers gesegnet waren. Zwar hatten wir hier unten einen durchaus schönen Südsommer. Doch wenn man diesen in der Antarktis verbringt, dann bleibt das T-Shirt selten einzige Oberbekleidung. Auch der Sprung vom Boot ins erfrischende Nass bleibt meist nicht mehr, als eine verblassende Erinnerung.

Doch so richtig kalt wurde es eigentlich erst in den patagonischen Kanälen. Der Südwinter brachte zumindest an der Küste zwar wenig Schnee (Ausnahme: Caleta Brecknock), dafür aber regelmäßig gefrorene Buchten und Nachtfrost.

Bahía Woods
Caleta Paroquet

Dieser Nachtfrost bringt einerseits ein ausgesprochen frisches Schlaferlebnis. Eingehüllt in mehrere Lagen sowohl Kleidung als auch Decken schaut kaum mehr als die Nase raus. Das Aufstehen kostet bei unter Deck normalerweise locker einstelligen Temperaturen einiges an Überwindung. Wenigstens tropft nicht soviel Kondenswasser auf die schlafende Crew. Stattdessen zählt man kleine Eisknubbel an der Decke. An diesen Anblick möchte man sich aber eigentlich genauso wenig gewöhnen, wie an von innen gefrorenen Scheiben.

Andererseits gibt es bei einem ersten Rundgang an Deck wunderschöne Formen zu entdecken. Daher will ich jetzt auch gar nicht weiter rumjammern, sondern einfach nur einige Impressionen teilen.

Wohl jeder Segler versucht wohl das Erlebnis von Nachtfrost an Bord eines Bootes zu vermeiden. Das ist ehrlich gesagt auch eine richtig gute Idee, doch nicht überall möglich. Schon gar nicht im Winter, noch dazu in hohen Breiten. Doch letztlich war die Route ja selbstgewähltes Schicksal. Also dicken Schal umgeworfen, Sonnenbrille auf und lächeln… das war alles so geplant ;-)

Das hatten wir dann wohl oben liegen lassen ;-)

3 Kommentare zu „Alltagsprobleme in hohen Breiten: Nachtfrost“

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