Internationale Flüge zwischen Suriname und Guyana

Ende März 2022

Paramaribo hat wie manche Hauptstadt der Welt gleich zwei internationale Flughäfen. Der größere Johan Adolf Pengel International Airport liegt gut 40km südlich und wird eigentlich nur „Zanderij“ genannt. Hier landen sogar regelmäßig Transatlantikflüge aus Amsterdam. Trotzdem hält sich das Geschehen in Grenzen. Laut offiziellem Flugplan gibt es täglich jeweils 3-6 Starts und Landungen.

Ruhig geht es auch im Innenstadtflughafen Zorg en Hoop zu. Bevorzugt starten hier kleine Propellermaschinen auf Inlandsflüge. Doch es gibt auch einen internationalen Flug. Schließlich ist es die Heimatbasis der kleinen Fluggesellschaft Gum Air, die ein- bis maximal zweimal täglich mit einer ihrer drei Maschinen ins benachbarte Guyana nach Georgetown startet. Das ist unser Flug. Natürlich mit Propellermaschine.

Klein aber fein!

Abflug 7:30 Uhr. Es ist noch dunkel, als unser Fahrer um 6:00 Uhr vorfährt. Im ersten Licht des Tages erkennen wir, dass er uns fälschlicherweise direkt am Gum Air Hangar abgesetzt hat. Nun gut, der (nennen wir es mal…) „Terminal“ ist nur eine Ecke weiter: „Beim großen Baum da vorne geht es rein!“.

Hier geht es rein…
… zum Hauptterminal ;-)

Wir sind nicht die ersten im Warteraum. Immerhin ist die Maschine nicht ausgebucht. Keine zehn Passagiere kommen mit. Trotzdem zieht sich der Check-In in die Länge. Neben Pass sind noch Impfnachweise für bzw. gegen C* und Gelbfieber sowie auch ein negatives Testergebnis vorzulegen. Und dann geht es auf die Waage. Nein, nicht nur das Aufgabegepäck. Jeder Passagier wird inkl. seines Handgepäcks gewogen. Danach geht es zur Gepäckkontrolle. Das wird hier noch händisch erledigt. Nach der Immigration müssen wir dann tatsächlich noch durch einen Metalldetektor und schon sind wir am Gate.

Da hinten wird gewogen
Check-In, Migration, Security, Gate… kompakt beieinander.

Im Flieger ergattern wir die erste Reihe direkt hinter dem Piloten. Solche Einblicke bekommt man sonst auf keinem Linienflug. Und dank der nicht allzugroßen Flughöhe haben wir auch einen schönen Ausblick auf die bewaldete Küste von Suriname.

Es kann losgehen
Vorfreude mischt sich mit Aufregung
Start in Paramaribo
Alles entspannt
Große Mündung des Coppename River

Das Bild ändert sich schlagartig hinter dem Grenzfluss Courantyne (en) bzw. Corantijn (nl) zu Guyana. Hier dominieren die noch von den niederländischen Kolonialisten angelegten Felder.

Guyana
Alles klar in Reihe 1
Innenansicht

Irgendwann kommt Georgetown in Sicht. Auch hier gibt es es zwei internationale Flughäfen. Der größere Cheddi Jagan International Airport liegt wiederum etwa 40km südlich. Erst dort bietet der Untergrund genug Stabilität. Wir landen stadtnah auf dem Eugene F. Correia International Airport, hier eigentlich nur „Ogle Airport“ genannt.

Kurze Wege Auch hier…

Im direkten Vergleich ist das fast schon ein Großflughafen. Beim Check-in 10 Tage später wird sogar das Aufgabegepäck durchleuchtet. Auf die Waage muss aber auch hier wieder alles und jeder. Auf dem Rückflug ist der Flieger beinahe ausgebucht. Fast machen wir das Dutzend Passagiere voll. Wieder ergattern wir die erste Reihe. Der Pilot dreht sich zur freundlichen Begrüßung um und bringt uns anschließend routiniert von Georgetown wieder zurück nach Paramaribo.

Start in Georgetown
Wieder ganz vorne.
Landeanflug in Paramaribo
Kurze Wege am Flughafen

Ich sage mal… internationale Flüge wie diese werden wir wohl so schnell nicht wieder erleben. :-)

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