Logistischer Zwischenstopp in Bucaramanga

4./5. September 2021

Ja, ja, so ist das nun einmal. Die Familie amüsiert sich bei einer entspannten Gondelfahrt über den Canyon, während der alte Skipper sich mit dem Auto einmal durch- und rumquälen darf. Aus den nur gut 6km Seilbahn werden auf der Straße gut 50km Serpentinen-, Baustellen-, Tal- und Bergfahrt. Ob die Kinder da wirklich tauschen wollen?!?

Na dann mal los – (c) Google Maps
Die Serpentinen hinab…
Noch eine Baustelle…
Aber auch schöne Ausblicke :-)

Nachdem ich die Bande wieder eingesammelt habe, geht die Fahrt weiter nach Bucaramanga. So manche Mietwagentour endet hier ob der guten Fluganbindungen. Für uns ist es nur ein logistischer Zwischenstopp vor der langen Etappe nach Südwesten auf den Rückweg Richtung Bogotá. Und als solchen Zwischenstopp müssen wir das dann auch betrachten. Ok, das mit dem Hotel ist sicher lieb gemeint. Es ist Teil eines verkehrsgünstig gelegenen Golf-Clubs. Gepflegter Rasen, teure Autos, hochgereckte Nasen. Ja, auch so etwas gibt es hier in Kolumbien. Ist aber nun einmal leider so gar nicht unsere Sache. Immerhin sind die Zimmer groß, die Betten dafür recht schmal für zwei Personen. Auch der Pool ist groß, die distinguierte Zuschauermenge am Rand jedoch nicht minder. Der Skipper verzichtet.

Hier wollen wir dann auch nicht Abendessen. Später fahren wir also auf der Suche nach einem Restaurant noch in das nahe liegende Stadtteilzentrum, landen im Stau, biegen falsch ab, müssen eine große Runde (über den Highway) nehmen, quälen uns weiter und parken dann irgendwo. Die Stimmung ist großartig. Doch zufällig stehen wir genau vor einem empfohlenen Italiener, der von der Straße aus aber ziemlich geschlossen aussieht. Was für ein Irrtum. Einmal quer durch das Haus gegangen öffnet sich am anderen Ende ein lauschiger Innenhof. Ja, hier wollen wir bleiben. Die Atmosphäre ist super, das Essen sehr lecker, die später beginnende Livemusik laut und gut… an den Nachbartischen wird teils mitgesungen. Ein schöner Tagesausklang.

Den Jungs geht es gut…
Die Masken ruhen sich aus…
Die Musik rundet ab…

Und ja, auch auf das Frühstück kann man nichts kommen lassen. Erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit gibt es ein echtes Frühstücksbuffet. Bisher war das immer zugunsten individueller Bedienung eingestellt. Am (Achtung: Vorurteil! ;-) Golf-Club-typischen, von sich selbst ausgesprochen eingenommenen Klientel hat sich natürlich nichts geändert. Aber damit kommen wir schon klar. Ist zum Glück nur ein logistischer Zwischenstopp…

Stärkung für die Weiterfahrt!

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