Fotochallenge 32 – Ruine/n

Santa Marta, 03. Oktober 2021

Immer sonntags gibt es im Projekt „Wöchentliche Fotochallenge“ von ROYUSCH-UNTERWEGS den Aufruf, zu einem Thema (genau) ein Foto zu verlinken. Aktuell geht es um „Ruine/n“.

Wir leben aktuell ja auf einem Segelboot und da ist ein gewisser maritimer Bezug natürlich naheliegend. Ein Wrack ist schließlich auch nichts anderes als eines Schiffsruine. Doch im Aufruf wird so deutlich auf die landseitige Interpretation hingewiesen, dass wir den Gedanken dann doch verwerfen. Auch Festungen und ähnliches fallen letztlich raus. Was bleibt?

Na mal überlegen, was für „klassische Bauwerksruinen“ wir in letzter Zeit so gesehen und besucht haben. Da bleibt erstaunlicherweise gar nicht so viel übrig. Vielleicht das Nationalmonument Guayabo in Costa Rica? Die größte archäologische Stätte des Landes zeigt unter anderem Überreste einer präkolumbianischen Stadt. Allerdings wollten uns bei unserem regnerischen Besuch keine wirklich schönen Fotos gelingen.

Nun gut, dann erinnern wir halt an Panamá City. Die klassischen Ruinen von Panamá Viejo haben wir zwar verpasst. Dafür zeigte sich bei unserem Spaziergang in der Altstadt Casco Viejo ein ebenso malerisches wie ruinöses ;-) Motiv der Iglesia de la Compañía de Jesús

Die Mitte des 16. Jahrhunderts in Panama gegründete Kongregation der Jesuiten hat ein lange Bildungstradition. Nach dem Umzug der Stadt beginnen sie im Jahr 1741 an dieser Stelle mit dem Bau Ihres Konvents und nur acht Jahre später wird darin die erste Universität des Landes gegründet. Leider nur bis 1767 der spanische König Karl II. die Jesuiten aus dem Land vertreiben lässt. Daher wird der eigentliche Kirchenbau auch wahrscheinlich nie beendet. Und dann kommt 1781 ein großes Feuer. Und dann kommt 1882 ein Erdbeben. Fast schon ein Wunder, dass da überhaupt noch etwas steht. Kein Wunder dagegen, dass das was noch steht nurmehr eine Ruine ist…