Eine echt besch… Route!

Ende 2021

Im Grunde fahren wir ja eine echt besch… Route. Doch werfen wir erst einmal einen kurzen Blick auf die Karte:

Wir kommen aus Panama (ganz links) und sind aktuell in Kolumbien etwas östlich/rechts von Barranquilla (rotes Kreuz). Nächstes Ziel ist Aruba in der Mitte. Danach geht es weiter zu den zwei östlicheren Inseln der Niederländischen Antillen, Curaçao und Bonaire (letztere nicht genannt). Schließlich folgt der lange Schlag an Venezuela vorbei nach Grenada bzw. Trinidad und Tobago rechts.

(c) Google Maps

Die Karibik ist für stabile bis kräftige Passatwinde, sowie saisonale Hurrikans bekannt. Ok, vor letzteren sind wir hier an der Nordküste von Südamerika sicher. Aber sonst weht es letztlich ganzjährig mehr oder weniger beständig und intensiv von Ost nach West. Was machen wir? Fahren von West nach Ost. Gegen den Wind. Das klingt nach einer echt tollen Idee. Leider haben gewisse Ereignisse außerhalb unserer Einflusssphäre diese Planänderung mehr oder weniger erzwungen. Und jetzt müssen wir halt zusehen, damit klarzukommen.

Bringen wir es auf den Punkt, es gibt letztlich nur zwei Windszenarien:

  • Meist Wind von vorne (stark bis stürmisch)
  • Kurze Phasen ohne Wind (mehr oder weniger)

Ebenso eindeutig ist die Sache mit der Meeresströmung geregelt:

  • In der Karibik strömt es meist von Ost nach West
  • Nur dicht unter der Küste gibt es einen Neerstrom in Gegenrichtung

Wir haben also die Wahl:

  • Bei hoffentlich nicht zu viel Wind gegenan zu kreuzen, was uns neben der immensen Streckenverlängerung in den Bereich des Gegenstroms (und momentan ggf. Hurrikans) bringt.
  • In den kurzen Phasen mit wenig Wind dicht unter der Küste mit Strom zu motorn.

Noch Fragen?

Ich sage mal so… Diesel kostet in Kolumbien etwa 50 Cent pro Liter und der Tank ist randvoll. So werden die nächsten Etappen bis Aruba und auch darüber hinaus also vor allem nur eingeschränkt gesegelt und zu allererst von der Wettervorhersage bestimmt. Insbesondere der Frage, wann es mal nicht ganz so stark weht. Wobei vor der sich erstaunlich lang hinziehenden Küste von Venezuela noch zu berücksichtigen ist, dass man dort als Segler tunlichst einen gehörigen(!) Sicherheitsabstand halten sollte.

Wie eingangs schon erwähnt eine echt besch… Route!

P.S. Wenigstens haben wir für die geplante Überfahrt nach Aruba nächste Woche (ab 10./11. Oktober) die wohl denkbar beste Vorhersage… drückt die Daumen, dass es dabei bleibt!

2 Kommentare zu „Eine echt besch… Route!“

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