Oranjestad ohne Straßenbahn

23. Oktober 2021

Die Besiedlung von Aruba konzentriert sich auf die windgeschützte (Süd-)Westküste der Insel. Hier liegt auch die ab 1796 rund um das Fort Zoutman entstehende Hauptstadt Oranjestad. Der dem niederländischen Königshaus entlehnte Name zeigt deutlich die kolonialen Besitzverhältnisse. Auch in der Architektur der Altstadt soll sich dieser Einfluss zeigen. Immer wieder sehen wir schöne Bilder der Stadt. Das müssen wir uns natürlich live und in Farbe anschauen.

Wir beginnen unseren Rundgang im Wilhelmina Park am südwestlichen Ende der Altstadt. Eine angenehme karibische Brise weht, die Flagge von Aruba flattert neben den Farben der Niederlande, das Gras ist kurz geschnitten und eine Statue der namensgebenden Königin strahlt in der Mitte. Sehr zur Freude der Kinder wuseln auch viele Echsen und Vögel umher. Dann kommen wir noch an einem kleinen Anne-Frank-Denkmal vorbei, das wir natürlich gleich für eine kleine außerschulische Geschichtsstunde nutzen.

Grüne Echsen…
… und Moschusente(n)
Das kleine Parlament der Insel in bester Lage

Der nächste unverzichtbare Anlaufpunkt ist dann natürlich das älteste von den Niederländern erbaute Gebäude der Stadt: Fort Zoutman mit dem Historischen Museum von Aruba. Leider geschlossen. So bleibt uns nur der Blick auf außen auf den Willhelm-III.-Turm.

Weiter geht es die Küstenpromenade entlang. Wobei dieser Begriff dann doch etwas hoch gegriffen erscheint. Die Durchgangsstraße ist viel befahren, hinter den Parkplätzen auf der einen Seite reihen sich die Souvenirläden aneinander. Auf der anderen Straßenseite preisen die Labels fast aller bekannten Luxusmarken ihre Präsenz. Angeblich ist Aruba ein steuerfreies Einkaufsparadies. Für bestimmte Zielgruppen mag das stimmen. Uns ist das alles dann doch ein Spur zu viel. Nun gut, zu normalen Zeiten geben sich im Hafen von Oranjestad die Kreuzfahrer die Pier in die Hand. Und das Geschäft ist gerade am Anlaufen. Die Inseln läuft touristisch fast schon wieder auf Volllast.

Manch einer parkt dicht am Abgrund.
Einkaufsparadies Aruba…
Das wohl am häufigsten fotografierte Haus der Insel…
… ist auch nur eine Luxus-Shopping-Mall,
… die ohne Kreuzfahrer jedoch verwaist!

Wir biegen ab und finden hinter der Royal Plaza Mall die Havenstraat. Die zentrale Bummelmeile der Stadt. In der Mitte verlaufen auch die gesuchten Schienen. Aruba hat ja die einzige Straßenbahn der Karibik. Die wollen wir fahren. Was wir nicht wissen, dass sie am Wochenende wenn überhaupt nur dann fährt, wenn ein Kreuzfahrer hier ist. Heute ist Samstag und der Pier ist leer.

Manche Fassade ist nur schöner Schein
Hier fährt die berühmte Straßenbahn!

Schade. Aber wir werden ja noch ein bisschen hier bleiben und sooo groß ist die Insel ja nun auch wieder nicht. Wir bekommen sicher noch eine weitere Chance auf Oranjestad mit Straßenbahn… :-)

Wo ist jetzt die Straßenbahn???
Wir kommen wieder!!!

5 Kommentare zu „Oranjestad ohne Straßenbahn“

  1. Vielen Dank fürs Mitnehmen auf eurem Rundgang durch Oranjestad. Sind ja herrliche Bilder und die Temperaturen scheinen auch angenehm zu sein 😉
    Liebe Grüße,
    Roland

    1. Tja, einen Wintereinbruch müssen wir hier wirklich nicht befürchten. Wir liegen täglich um die 30 Grad und der Schwitze-Schweiß fließt in Strömen. Ganz ehrlich: so ein bisschen Schnee wäre mal eine tolle Abwechslung. Aber das ist natürlich wir immer „Jammern auf allerhöchstem Niveau! ;-)
      Liebe Grüße,
      Micha

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