Holandes Cays – Teurer Swimming Pool

2. – 4. Juli 2021

Die der Küste am weitesten vorgelagerten Holandes Cays, eine Gruppe von 21 durch ein 7sm-Riff gut geschützter Inseln, versprechen klares Wasser, natürliche Schönheit und einfache Navigation. Das macht sie entsprechend beliebt. Trotzdem wollen wir den am östlichen Rand gelegenen „Swimming Pool Anchorage“ einen Besuch abstatten. Angeblich ist das der beliebteste Ankerplatz des gesamten San Blas Archipels! Er liegt direkt vor der sogenannten BBQ-Island, die ihren Namen von regelmäßigen Grillabenden hier liegender Crews hat. Dafür stehe sogar ein aus Rumpfresten einer bei Nacht ein- und dabei aufgelaufenen Yacht bestehender Tisch bereit. Soweit die Theorie.

Sonnige Anfahrt…
gleich dahinter liegt das Ziel!

Bei unserer Ankunft sind wir das vierte Boot im Swimming Pool. Nach kurzer Rumpf-Streicheleinheit einer sandig-flachen Untiefe finden wir einen schönen Platz. Der Anker sitzt noch nicht fest, da nimmt schon ein Kuna-Kanu Kurs auf uns. Kurz danach liegt es längsseits und verlangt Ankergebühr. Wir sollen 10$ bezahlen. Dafür dürfen wir dann auch einen ganzen Monat bei den Holandes Cays ankern. Das ist der zu bezahlende Mindestzeitraum. Immerhin bekommen wir eine schöne Quittung. Super.

Teurer Ankerplatz

Wenn wir schon in einem Swimming Pool sind, dann gehen wir natürlich auch schnorcheln. Leider sind unsere Mädels beim Ausflug zum Riff nicht dabei. Maila hat sich eine Ohrentzündung eingefangen und muss ausgerechnet hier und jetzt den Kopf über Wasser halten. Aber wahrscheinlich hätten ihr unsere Sichtungen ohnehin nicht behagt. Doch davon erzählt Samuel das nächste Mal mehr.

Natürlich wollen wir auch einen Ausflug zur BBQ-Insel machen. Dass sich darauf inzwischen mehrere Häuser befinden lässt jedoch ahnen, dass auch hier „moderne Zeiten“ Einzug gehalten haben. So ist es. Wir ziehen noch das Dinghy im flachen Wasser Richtung Strand, da kommt auch schon ein älterer Kuna-Mann auf uns zu. 3$ Strandnutzungsgebühr. Pro Person versteht sich. Mal ganz abgesehen davon, dass wir kein Geld dabei haben, schwindet spontan die Lust auf einen Spaziergang. Wir drehen ab. Ich vermute mal, dass die Zeiten der gemütlichen Grillabende auf BBQ-Island der Vergangenheit angehören. Den „Tisch“ haben wir jedenfalls nicht gesehen. Schade eigentlich…

Schöne Sonnenuntergänge gibt es hier überall gratis! :-)

Zusammenfassend war der Swimming Pool (abgesehen vom Schnorchelausflug der Jungs) eine Enttäuschung. Vielleicht sind die offensichtlich recht neuen Entwicklungen aber auch der Grund, warum es letztlich doch recht leer ist. Uns hält jedenfalls wenig. Mit der Samai verlässt ein anderer Katamaran die Bucht und nur ein einziger Segler verbleibt vor Anker. In der angeblich beliebtesten Bucht des gesamten Archipels. Zufall in der Regenzeit oder doch Resultat monetärer, äh… moderner Zeiten?

Adiós!

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