Linton Bay Marina (Puerto Lindo)

22.-27. Juni 2021

Von der Shelter Bay Marina am Atlantik-Ausgang des Panamakanals bis zur Linton Bay Marina sind es nicht einmal 30sm. Ein kleiner Hüpfer, den wir leider mal wieder unter Motor zurücklegen müssen. Mit dem Wind ist das hier in der Gegen so eine Sache. Nun gut, wenn wir uns demnächst gegenan nach Osten quälen, werden wir uns wohl solche Bedingungen noch wünschen. Die heutige Fahrt verläuft jedenfalls recht ereignislos bei wenig Wind und gut 2m entspanntem Antlantikschwell.

Durch den großen Wellenbrecher vor Bahía Limón
Große Potte vor Anker auf der Atlantikseite des Panamakanals
Weiter nach Osten

Die Ansteuerung nach Puerto Lindo und der benachbarten Marina hat es dagegen in sich. Immer wieder ragen Stöcke aus dem Wasser. Nicht ohne Grund. Gleich neben einem ankernden Boot liegt ein Wrack hoch auf dem Felsen. Besser gesagt auf den Korallen. Wir sind jetzt in der Karibik. Da ist der Grad zwischen „Problemlos segelbar!“ und „Volltreffer!!!“ oft sehr schmal. So auch hier.

Da hinten wollen wir hin…
Saubere Navigation ist wichtig!

Nur mit der elektronischen Karte wären wir halbwegs aufgeschmissen. Zum Glück haben wir schon den Panama Cruising Guide an Bord. Mit Hilfe seiner Wegpunkte kommen wir gut durch.

Die doch eher grobe Navionics-Seekarte mit Wegpunkten von…
… Eric Bauhaus (c) – hier ist auch gut die Korallenbank direkt vor dem Hafen zu erkennen!

Wobei das ehrlich gesagt in diesem ganz speziellen Fall vielleicht doch nicht nötig wäre. Wir sind jetzt in der Karibik. Da ist ganz offensichtlich mehr los. Die Bucht gilt als die beste Ankerbucht der Umgebung. Dementsprechend dicht ist der Mastenwald. Würden wir uns nur immer schon dicht zwischen den Ankerliegern entlanghangeln, sollte die Ansteuerung auch kein Problem sein.

Angekommen
Abendstimmung
Auch hier ein vergleichsweise voller Steg
Zischen den Stöckern da hinten kann man problemlos stehen!
Der ambitionierte Hafenausbau ist im Gange

Der Hafen selbst ist dann nicht so voll wie befürchtet. Auf unsere Funkrufe wird nicht geantwortet, also legen wir uns einfach in einen freien Platz. Alles kein Problem. Auch nicht, dass ich erst am nächsten Morgen im Hafenbüro vorbeischaue. Wobei dieses Hafenbüro schon recht speziell ist. Letztlich nur ein ausrangierter Container. Sehr rustikal. Dafür ist die Zugangsregelung zu den Duschen ausgesprochen modern mit Fingerabdruck geregelt. Landstrom wird extra abgerechnet, Wasser am Steg und gutes Wifi sind inklusive. Das alles etwa zum halben Preis der Shelter Bay Marina.

Rechts das Hafenbüro im Container

Auch sonst bietet dieser kleine Hafen irgendwo im Nirgendwo erstaunlichen Service. Hier steht der größte Travellift weit und breit. Bis zu 160t schwere Boote mit einer Breit von maximal 39ft. (zum Vergleich… unsere Samai ist etwa 42ft. lang!) können hier an Land gehoben werden. Wahnsinn! Ansonsten gibt es einen winzigen Minimarkt (mit bezahlbarem Bier ;-), Dieseltankstelle, Wäschereiservice, Dinghysteg für die ganzen Ankerlieger sowie ein Treffpunkt mit Essensmöglichkeit. Restaurant wäre wohl zu viel gesagt, aber sowohl die individuell belegte Pizza als auch der Hamburger sind frisch, lecker und günstig.

Moment mal… war das was?!?
Ausblick beim Essen

Einen kurzen Fußmarsch entlang der Straße erreichen wir den kleinen und – man kann es nicht anders sagen – recht heruntergekommenen Ort Puerto Lindo. Obwohl er wahrscheinlich nie wirklich schön herausgeputzt war.

Haupteingang zur Linton Bay Marina
Leider immer an der Straße entlang
Sportplatz von Puerto Lindo
Die Kirche ist anscheinend noch im Bau

Wir holen hier auch endliche mal unserer Ankerkette raus. Sehr schön sind die Bereiche unterschiedlicher Nutzung zu erkenne. Die letzten 40m schimmern noch fast jungfräulich hellgrau, in den mittigen 20m erfolgt langsam ein Farbübergang bis die ersten, meistbenutzten 40m sich immer dunkler ins rostrote färben. Dieser Bereich bekommt dann auch die meiste Liebe und Aufmerksamkeit in Form von Wasserschlauch, Wurzelbürste und einer ganzen Dose Anti-Rost-Kriechöl-Schutz-Spray.

Ansonsten schaut La Skipper schon länger mit einer gesunden Portion Skepsis auf das ersten Kettenglied am Anker. Ok, da kann man ja was machen. Mit Wantenschneider und Akku-Flex entfernen wir die ersten zwei Kettenglieder und hängen den Anker an das zuverlässiger aussehende ehemals dritte Glied. Zum Abschluss haben wir noch die Farbmarkierungen ergänz. Passt!

So verbringen wir hier ein paar Tage, ruhen uns aus und kümmern uns natürlich auch um diesen Blog. Das Ergebnis habt ihr in den letzten Tagen ja vielleicht gelesen?! Bald geht es weiter in das San Blas Archipel. So etwa 2-3 Wochen wollen wir dort verbringen. Abgeschieden und wohl auch weitgehend offline. Wenn es jetzt also etwas ruhiger hier werden sollte, dann bitten wir schon mal um Entschuldigung. Vergesst uns nicht. Es geht weiter… versprochen! :-)

Das Nachmittagsgewitter gibt es auch hier.

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