Wie die Zeit vergeht…

Chile, 22. Juli 2020

Inzwischen sind tatsächlich schon 56 Tage vergangen, seitdem wir in unserem letzten Hafen die Leinen los geworfen haben. Acht Wochen tingeln wir nun schon durch Chile! In 35 verschiedenen Buchten haben wir seitdem festgemacht, die grandiose Natur genossen und den Winter ertragen… inklusive zugefrorener Buchten und Schneeballschlacht. Immerhin wird es allmählich etwas milder.

Noch liegen einige Seemeilen vor uns, denen wir entspannt entgegensehen. Wir haben noch genug Diesel, Gas und Verpflegung an Bord. Vorgestern wurde wieder einmal gegrillt und selbst das Bier ist noch nicht ausgegangen! Kein Grund also zu hetzen. Wobei das in den Kanälen ohnehin äußerst schwierig wäre. Wenn sich der Wind in den Kanälen entsprechend bündelt und dann womöglich noch der Gezeitenstrom entgegen geht, dann muss man halt warten. Passt schon!

In diesem Zusammenhang wäre es natürlich auch schön, wenn die Windvorhersage zu den dann erlebten Begebenheiten passen würde. Das war gerade gestern nicht wirklich der Fall. Einer Vorhersage von ganz früh morgen3 3Bft, im Laufe des Tages abnehmend auf 1 Bft. standen gemessene Spitzenwerte über 30kn (hohe 7Bft.) gegenüber. Damit lagen die Wettergurus in Knoten gemessen mal locker um den Faktor 10 daneben. Und natürlich kam dieser Wind von vorne, natürlich blies er gegen den für uns eigentlich günstigen Strom und natürlich gab es gerade auf dieser Strecke keine brauchbaren Ausweichmöglichkeiten. Ein Tag zum Vergessen.

Auf diesem Blog haben wir mittlerweile die Antarktis verlassen und sind wieder in Ushuaia angekommen. Damit wurden nun auch alle von uns vorab eingeplanten Berichte veröffentlicht. Natürlich sind die Chile-Einträge bereits in Arbeit, doch wollen wir diese in gewohnter Form, also insbesondere auch reich bebildert veröffentlichen. Das geht aktuell mangels richtiger Internetverbindung jedoch nicht.

Daher überbrücken wir die Zeit jetzt erst einmal mit einem etwas anderen Thema. Die nächsten Einträge beschäftigen sich mit Ausrüstungsproblemen auf Langfahrt. Darin geben wir eine kleine Übersicht von Sachen, die uns im letzten Jahr beschäftigt haben, sei es auf einer Anschaffungs-, Verlust- oder vor allem Reparaturliste. Das ist für einige von euch sicher interessanter als für andere (die wir damit hoffentlich nicht vergraulen), gehört letztlich aber auch zu dem, was wir hier so machen. Spätestens bei Ankunft in Valdivia geht es dann mit den Reiseberichten weiter.

P.S. Dieser Eintrag wurde per Satellit eingestellt und beinhaltet daher keine Bilder. Auch Kommentare können wir erst wieder lesen, beantworten bzw. auch nur die zur Veröffentlichung notwendige Genehmigung erteilen, wenn wieder richtiger Internetzugang besteht ( das soll jedoch bitte niemanden vom Schreiben abhalten ;-).

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