Meilensteine in Chile

Isla Vittorio, 7. Juli 2020

Erst einmal ganz liebe Grüße aus Chile! Ja, wir segeln (besser motoren) immer noch entspannt die chilenischen Kanäle Richtung Norden. Gestern haben wir Puerto Edén passiert und damit in gut secheinhalb Wochen so in etwa die halbe Strecke von Ushuaia nach Valdivia zurück gelegt. Wir haben noch ausreichend Vorräte und der zugegebener Maßen leicht fröstelnden Familie geht es gut. Die Gegend ist wirklich wunderschön und es ist eine Wohltat, diese Zeit hier genießen zu dürfen. Abgesehen von ein paar Fischern und wenigen Frachtern sind wir weitgehend einsam unterwegs. Erst ein einziges Mal kamen wir nicht in einer leeren Bucht an. Da lag schon seit einer Woche ein amerikanischer Segler mit Motorschaden, der auf seine Schlepphilfe wartete. Ansonsten Ruhe und Natur pur. Gleichwohl wissen wir, dass sich das große Thema des Jahres weiterhin auf der Welt, nicht zuletzt auch in Chile austobt. Natürlich stimmt uns das nachdenklich und motiviert auch nicht gerade zur Eile. Unsere ETA (also erwartete Ankunftszeit) in Valdivia haben wir mittlerweile auf den 16. August geschoben. Mal sehen, was uns dort erwartet.

Und dann gibt es da heute kurz vor Mitternach Bordzeit (UTC-3) auch noch einen anderen Meilenstein: Am 8. Juli 2019 um 4:40 Uhr Ortszeit warfen wir in Bremerhaven die Leinen los. Ein ganzes Jahr sind wir inzwischen unterwegs, haben viel erlebt und gesehen, netten Menschen kennen gelernt und eine unvergessliche Zeit genießen dürfen. Dafür sind wir dankbar!

Schließlich noch zur Erinnerung, dass wir mit dem täglichen Bericht an die chilenischen Autoritäten auch unsere Position auf Spotwalla aktualisieren. Unter (wenn ich mich richtig erinnere ;-) „Reiseinformationen – Position – Spotwalla 2020“ kann man sich darüber aktuell informieren. Allerdings wird sich hier in den nächsten Tagen wohl ausnahmsweise nicht so viel ändern. Nachdem wir fast zwei Wochen lang jede Nacht in einer anderen Bucht verbracht haben, werden wir nun wohl mal einige Tage verweilen. Abgesehen davon, dass sich die Gezeiten (und damit Strömungen) für uns ungünstig verschieben, sind für die nächsten Tage Nordwinde angesagt. Diese sollen zwar nicht allzu heftig werden, kanalisieren sich hier zwischen den Bergen aber sehr schnell zu einem sehr unangenehmen Gegenwind. Darauf können wir gerne verzichten.

Passt gut auf Euch auf und bleibt gesund!!!

P.S. Dieser Eintrag wurde per Kurzwelle eingestellt und beinhaltet daher keine Bilder. Auch Kommentare können wir erst wieder lesen, beantworten bzw. auch nur die zur Veröffentlichung notwendige Genehmigung erteilen, wenn mal wieder Internetzugang besteht ( das soll jedoch bitte niemanden vom Schreiben abhalten ;-).

4 Kommentare zu „Meilensteine in Chile“

      1. Gute Frage… wir liegen am Steg und dürfen das Boot offiziell nicht verlassen, aber das ist im Grunde keine Quarantäne sondern der geschlossenen Grenze geschuldet… man lässt uns (ohne intwischen konsularisch angefragte) Genehmigung aus Santiago nicht einreisen…

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