Montevideo

Wenn wir schon mal in Uruguay sind, ist ein Besucht der Hauptstadt natürlich Pflicht. Montevideo gilt in Lateinamerika als eine der sichersten Städte mit sehr hoher Lebensqualität (je nach Studie Platz 1 oder 3). Nicht umsonst wohnt hier etwa die Hälfte der Bevölkerung des Landes. Trotzdem sind wir immer noch in Südamerika und damit einer anderen, mit Europa oft nur schwerlich zu vergleichenden Welt. Und das betrifft nicht nur die Möglichkeit, sich als Werbetreibender auf den Straßenschildern zu verewigen!

Mit dem Überlandbus ging die Fahrt von Piriápolis bis zum zentralen Busbahnhof  (mit angeschlossenem Einkaufszentrum) „Tres Cruces“ und von dort zunächst zu Fuß zur zentralen „Avenida 18 de Julio“. Kein Vergleich zu den bisher in Uruguay besuchten, eher ruhigen Orten. Ja, hier waren wir mal wieder in einer richtigen Stadt. Vertraut blieb jedoch der Anblick von Thermoskannen und Mate-Bechern.

Mit dem Linienbus fuhren wir dann vorbei an einigen der wichtigsten Gebäude und Plätze der Stadt sowie zahllosen Geschäften, Banken etc. weiter zum westlichen Ende der 3km langen Avenida zum unbestritten wichtigsten Platz der Stadt, dem „Plaza Independencia“. Im Zentrum steht das 17m hohe Reiterstandbild des Nationalhelden José Gervasio Artigas über seinem Mausoleum, in dem zwei Wachsoldaten einen echt harten Job erledigen.

Rund um den Platz liegen weitere wichtige und oft fotografierte Gebäude, allen voran der „Palacio Salvo“. Heute ein Wahrzeichen der Stadt empfahl der bekannte Architekt Le Corbusier kurz nach der Einweihung 1928 wörtlich seinen „dringenden Abriss als Beitrag zur Stadtverschönerung“.

Des Weiteren finden sich hier das das 1856 eröffnete, als einziges aus seiner Epoche erhaltene „Teatro Solis“…

… der oberste Gerichtshof, das Regierungsmuseum(!), das beste Hotel der Stadt (5*) sowie die „Puerta de la Ciudadela“ als Übergang zwischen Alt- und Neustadt.

Durch dieses Tor ging es dann weiter in die historische Altstadt. In der Fußgängerzone schlenderten wir vorbei an Straßenständen (der Skipper erwarb eine obligatorische Schirmmütze und auch die Kinder wurden fündig!) zur „Plaza de la Constitution“ (auch „Plaza Matriz“). Hier gibt es zunächst einmal den obligatorischen Vertreter einer bekannten Schottisch-Amerikanischen Diner-Kette… die Begeisterung des Skippers hielt sich in Grenzen, aber die Kinder fanden es super. Auf diesem Platz fand dann aber auch 1830 der Schwur auf die erste Verfassung des Landes statt und auf der Westseite steht die Cetedral Metropolitana de Montevideo „Iglesia de la Inmaculada Conceptión“ (auch „Iglesia Matriz“), in deren Taufbecken unter anderem Volksheld Artigas getauft wurde.

Weiter ging es durch die Altstadt, die Ihrer Bezeichnung an so mancher Ecke Ehre machte, …

… zum Hafenmarkt „Mercado del Puerto“. Den Status als Touristenmagnet bezeugten die vielen Souvenierläden rund herum und darin sowie die Restaurants. Es war unmöglich, einmal durch die 10m hohe Halle zu gehen, ohne mindestens ein halbes Dutzend Mal auf die besonderen Vorzüge der gerade passierten Lokalität angesprochen zu werden. Ganz ehrlich: DAS NERVT!

Mercada del Puerto…
… gleich um die Ecke!

Zurück machten wir dann noch einen Abstecher an die Küste bevor uns der Bus letztlich wieder zurück nach Piriápolis brachte.

Erwähnte ich schon, dass wir im Dunkeln dort ankamen? Über den damit verbundenen nächtlichen Spaziergang war insbesondere La Skipper alles andere als erfreut. Allerdings fanden wir uns in guter Gesellschaft, so dass wir nach einem langen und anstrengenden Tag wohlbehalten wieder an Bord der Samai ankamen.

Ein Gedanke zu „Montevideo“

  1. Schöne Fotos. Sie hatten großes Glück mit dem Wetter. Montevideo scheint mir immer ein Ort zu sein, an dem die Zeit vor 20 Jahren stehen geblieben ist. Ich habe einen tollen Freund, der dort lebt. Ich wünsche Ihnen weiterhin eine gute Reise.

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