Brasilien – ein Fazit

Keiner von uns war vorher in Brasilien gewesen. Während La Skipper sich durchaus ernste Gedanken um die Sicherheit machte, hegte der Skipper keine besonderen Erwartungen. Mal schauen, wie es dort so ist. Und was soll ich sagen: die gesamte Crew ist begeistert von diesem Land und vor allem seinen Menschen. Ich habe es ja schon hin und wieder mal erwähnt, aber die Art und Weise mit der die Brasilianer uns begegneten, ja uns in Ihrem Land aufgenommen haben, war phänomenal.

  • In Jacaré die nette Damen im Mini-Supermercado, der weitgehend zuverlässig unsere Flüssignahrungsvorräte sicherte. Immer ein Lächeln und ein nettes Wort (auf Portugiesisch natürlich) auf den Lippen und hin und wieder brachten wir gar einen kurzen Plausch zustande
  • Einfach jeder in Charitas / Niteroí, insbesondere…
    • Der Bademeister Rodre, der nur für unsere Kinder die Wasserrutsche in Betrieb genommen hat, mit dem ich (dank Google Translate) mehrere beiderseitig sehr nette Gespräche hatte… ein toller Mensch, der es nicht immer einfach hatte und dem ich von Herzen alles Gute wünsche.
    • Der beim Fernsehen tätige Carlos zeigte seine ehrliche Begeisterung für unser Vorhaben, brachte seine ganze Familie für ein kurzes „Hallo“ an den Steg, dachte sogar kurz über ein Interview nach und ist aktuell der einzige brasilianische Follower dieses kleinen Blogs (ganz liebe Grüße!!!)
    • Der Pop-Sänger Rodrigo war für sein neustes Musikvideo im Yachtclub und vorher noch in der Sauna. Im mutmaßlichen Gegensatz zu so manchem Mädel erkannte ich ihn natürlich nicht, als wir dort  ins Gespräch kamen, und ebendiese Mädels würden mich sicher auch um seine Handynummer beneiden ;-)
    • Der ältere Herr, der im Bus mit unseren Kindern den Platz tauschen wollte, damit sie einen besseren Ausblick haben.
    • Die Taxifahrer, die trotz Kurzstrecke von der Fähre zum Yachtclub immer entspannt und freundlich waren. Man stelle sich dagegen einen typischen Berliner Taxifahrer auf der mürrisch-fluchenden Fahrt vom Flughafen Tegel zur U-Bahn Jakob-Kaiser-Platz vor.
  • Wie gesagt haben wir hier erstmals Uber ausprobiert und müssen feststellen, dass ausnahmslos jeder Fahrer ausgesprochen nett war. Unabhängig davon, ob man sich auf eine Sprache einigen konnte oder nicht, wir kamen immer sicher und freundlich ans Ziel.
  • Wir, die offensichtliche Touristenfamilie, stehen mit einem Eis am Straßenrand und mitten aus dem Gewusel umher eilender Menschen ertönt unvermittelt die Stimme eines Herren, der uns mit leichter Verbeugung ein freundliches „Welcome to Rio de Janeiro!“ wünscht.
  • In Rio Grande war es dann der bereits erwähnte Lauro Barcellos, der im positiven Sinne „den Vogel abschoss“. Bei im Grunde wildfremden Seglern an seinem Steg sind eine Begrüßung und Gastfreundschaft wie man sie alten Freunden angedeihen lassen würde für Ihn eine Selbstverständlichkeit.
  • Und dann noch so viele andere netten Begegnungen. Insbesondere, aber nicht nur am Steg / beim Boot wurden wir oft freundlich angesprochen, neugierig ausgefragt und immer willkommen geheißen…

Unsere grobe Reiseplanung sieht ja vor, dass wir in etwa zwei Jahren von Südafrika (möglichst auch Namibia) nach St. Helena und weiter zu den Azoren den Weg über die Kap Verden nehmen. Inzwischen spielen wir ernsthaft mit dem Gedanken, den Schlenker über Südamerika zu segeln. Ja, es ist länger. Dafür sind die Winde tendenziell günstiger und wir haben die Möglichkeit noch mehr von einem tollen Land und seinen tollen Menschen zu sehen: Brasilien!

P. S. Und als ob all das nicht schon genug wäre, gibt es noch einen weiteren, ultimativen Grund wieder zu kommen: unsere in kulinarischen Dingen nicht gerade für Ihre Flexibilität und Experimentierfreunde bekannte Maila liebt den Brasilianischen Ketchup!

2 Kommentare zu „Brasilien – ein Fazit“

  1. Michael, unser Treffen war wirklich magisch. Sie und Ihre Familie verkörpern für uns verborgene Abenteuer- und Entdeckungswünsche. Aus diesem Grund bewundern wir ihre Geschichten und wenn immer möglich, versammle ich die Familie und übersetze ihre Schriften für sie. Na ja, nicht gerade ich, aber Google Translator 🙂

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