Kalmarsund

Nach einem ruhigen Samstag mit viel „Augenpflege“ wurden am Sonntag also wieder die Leinen losgeworfen zu einem eher kurzen Schlag (29sm) nach Kalmar. Der Wind kommt weiterhin konstant aus WSW… aber was heißt hier schon konstant, wenn zwischen 3 und 6 Bft. immer mal wieder alles drin ist.

In Kalmar wurde ein weiteres Mal die Frage aufgeworfen, warum manche Boote zwei Liegeplätze für sich beanspruchen müssen. Aber eine nette Nachfrage führte sogleich zu emsiger Leinenarbeit und nachdem die X485 sich verholt hatte, kamen wir auch noch am Steg unter.

Lobend zu erwähnen ist auch der Hafenmeister in Kalmar. Sehr netter, junger Kollege mit vielen Tipps und Entgegenkommen… wie schon kommentarlos in Kristianopel wurde auch hier die Länge unserer Samai auf deutlich günstigere 12m abgerundet. So etwas ist mir in Dänemark noch nie passiert… aber wie soll der dort inzwischen oft übliche Automat das auch machen?!

Am heutigen Montag standen dann wieder etwas mehr (47) Meilen auf dem Plan. Der Ärger über die an uns vorbei segelnde, finnische Najad wurde runtergeschluckt (und kam auch nicht wieder hoch, als wir sie im Zielhafen wieder sahen). Es ging also unter Vollzeug ganz entspannt bei den gewohnten 3-6Bft. raumen Wind nach Figeholm. Ein sehr idyllischer Hafen, den man endlich auf einen vernünftigen Platz verholt auch richtig genießen kann.

Lernkurve: Mach Dir auch bei anscheinend ruhigen Bedingungen mehr als nur einen flüchten Gedanken über den gewählten Liegeplatz… BEVOR Du die Heckboje einfängst!

Figeholm ist wahrlich zu empfehlen: ein weiterer Anwärter auf den Titel „nettester Hafenmeister Schwedens“, vergleichsweise günstig (220SEK), alles inklusive (Strom, WLAN, Wasser, Waschmaschine), kostenlose Fahrräder stehen bereit… nur an die Unisex-Toiletten-Duschen müssen sich einige (Damen?!) vielleicht erst gewöhnen.

Und die Schönheit des Hafens haben auch die berühmt-berüchtigten schwedischen Mücken für sich entdeckt. Zu Hause ärgert man sich ja schon, wenn hin und wieder ein leises Surren zu hören ist… hier ist man zumindest gegen 20 Uhr (also unserer Grillzeit) froh, wenn man durch die Mückenschwärme sein Gegenüber erkennen kann. Ohne einschlägige Schutzsprays sollte man sich hier zu gewissen Zeiten nicht draußen blicken lassen…

Nun sind es noch Luftlinie ca. 130sm bis nach Stockholm… und wenn alles klappt, dann sorgen wir morgen mit einem längeren Schlag für einen entspannten Abschluss… aber davon ein anderes Mal mehr.

 

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