Kurze Zeitreise in die Gegenwart

Heute ist Montag, der 7. Oktober 2019. Ja, ein Blick in den Kalender bestätigt das… zumindest am Tag der Veröffentlichung. Heute sind wir in Mindelo auf den Kap Verden, im Blog dagegen haben wir jetzt gerade mal die Kanarischen Inseln fertig geschrieben. Heute werfen wir die Leinen in „Afrika light“ los und setzen Segel Richtung Südamerika. Die Doldrums (also der Bereich mit wenig Wind am Äquator) sind aktuell leider recht breit. Also werden wir nicht nur den Dieseltank füllen, sondern auch noch gut 100 Liter Diesel in Kanistern bunkern. Das sollte dann eigentlich reichen. Der Kurs geht erst Richtung Süden, so dass wir den Äquator in etwa bei 27 Grad West überqueren. Danach schlägt dann irgendwann der Südost-Passat durch, so dass wir die zweite Hälfte mit halbem oder sogar am Wind segeln (aber wohl wenigsten nicht motorn) müssen.

Mit der „zweiten Hälfte“ meinen wir übrigens etwa eine Woche. Ja, der direkte Weg sind „nur“ 1.550sm (immerhin gut 2850km) und damit nicht mal doppelt soviel wie die 820sm von den Kanaren zu den Kap Verden. Diesen Weg hatten wir in etwas mehr als sechs Tagen geschafft. Wegen der vorherrschenden Winde werden wir den direkten Weg nach Brasilien aber nicht fahren. Der geplante Kurs packt schon mal 100sm drauf. Und dann hatten wir zu den Kap Verden auch recht vernünftigen Wind. Das wird nach Brasilien (zumindest in der ersten Hälfte) wohl nicht so. Daher rechnen wir mit ca. 2 Wochen für die Überfahrt. Wenn es weniger wird, sind wir nicht böse. Wenn es länger dauert, dann ist es halt so. Verhungern oder verdursten werden wir jedenfalls nicht.

Damit sind wir auch – abgesehen von der SEHR langsamen Kurzwelle sowie dem Iridium-Satellitentelefon – zwei Wochen offline. In meiner Email-Abwesenheitsmeldung schreibe ich immer „not within reach of modern communication infrastructure“. In der heutigen Zeit ein ungewohntes, aber auch nicht schlechtes Gefühl.

Damit an dieser Stelle keine Funkstille herrscht, haben wir einige Beiträge schon fertig geschrieben und zur Veröffentlichung im 2-Tages-Rhythmus eingeplant… es lohnt sich also vielleicht durchaus, hin und wieder mal reinzuschauen?! Unsere Position werden wir über Kurzwelle etwa alle 2-3 Tage auf Spotwalla veröffentlichen. Und da sich Nachtschichten auf See ja wunderbar zum Schreiben von Blogeinträgen eignen, werden wir bei Ankunft in Südamerika auch wieder einiges zu veröffentlichen haben… in der Hoffnung, dass es den geneigten Leser(inne)n nicht irgendwann mal langweilig wird.

Wir freuen uns über jeden Besucher und jedes Feedback und jeden „Like“… also bitte… bleibt uns gewogen!

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