Bildernachtrag Panama

Wir haben nun in die Beiträge in San Blas / Guna Yala ein paar Bilder, ein (wie wir finden recht beeindruckendes Kurz-)Video sowie kleine Ergänzungen eingefügt. Für alle, die keine Lust haben, alle Beiträge (nochmal?!) einzeln aufzurufen hier die Übersicht…

Archipiélago de San Blas / Guna Yala

Für deutsche Augen durchaus gewöhnungsbedürftig ist die alte, von 1925 bis 2010 geführte Flagge des in dieser Zeit so genannten Kuna Yala. Vor spanisch anmutenden Farben stellt eine Swastika (also nichts anderes als ein Hakenkreuz) den nach lokaler Überlieferung die Welt erschaffenen habenden Oktopus dar. Auch heute noch wird diese Flagge in Gedenken an die Dule-Revolution von 1925, welche letztlich in die Teilautonomie mündete, gerne geführt und oft gesichtet.

Flagge von Kuna Yala (1925-2010)
Flagge von Guna Yala (seit 2010)
Chichime Cays: Touristischer Auftakt
Adiós Puerto Lindo
Hola Chichime Cays
Kuna bei der Arbeit…
… in typischer Aufteilung ;-)
Das ist nicht offen, sondern perfekt vom Riff geschützt!
Guna Yala – Flaggen
Der Sonnenuntergang…
… ist malerisch!
(Sorry, konnte mich nicht entscheiden ;-)
Adiós Chichime Cays
Rio Diablo: Déjà-vu
Tägliche Bootswäsche in der tropische Regenzeit
Dieser wohl unvorsichtige Segler…
… liegt nicht alleine…
… auf dem Riff vor Nargana.
Große Ankerbucht…
… vor den für uns geschlossenen Siedlungen.
Man fragt sich aber doch…
… ob sich ein Besuch wirklich lohnt?!
Brücke zwischen Nargana und Corazon de Jesus
Ortsimpressionen…
Adiós!
Alltagsprobleme an Bord: Schon wieder ein Handy
WARUM???
Schönes Guna Yala
Isla Pinos (Tupbak) (1): … und der blitzende Wal
Pflanzenteppiche…
Ankerplatz voraus…
Laut!!! Man beachte die kurze Bildstörung vor dem Donner… ;-)
Als wäre nichts gewesen :-)
Kosten in Guna Yala

Brot: Das kleine, schmackhafte Kuna-Brot sollte man unbedingt probieren. Für 10Ct. pro Stück ist das auch kein großes Risiko. Die größeren, süßen Brötchen in Obaldia sind ebenfalls sehr lecker, kosten aber immerhin schon 25Ct. Pro Stück.

Bier: Die 4xSixpack-Palette „Balboa“ kostet in Achutupu direkt vom Versorgungsschiff erstaunlich günstige 18$. Achtung: Bei uns versteckt sich darin eine kleine Kakerlake. Inspektion und Entsorgung von Pappverpackung noch im Dinghy sind wie immer Pflicht! In Olbadia wird ein ganzer Dollar für eine kleine Dose Leichtbier fällig.

Bürokratie in Mittelamerika: Panama
Warten auf den Test
Cruising Permit
Immigration in Obaldia
Das kolumbianische Konsulat ist keine Hilfe!
Schon wieder so ein „Zarpe“…
Gruß aus Kolumbien

Als kleine Vorschau folgen die nachgereichten Bilder unseres ersten Kolumbien-Beitrags. Die werden später dann noch umsortiert! ;-)

Fast schon da!
Kleiner Gast auf der Samai.
Cartagena am Horizont…
… und aus der Nähe.
Vor Anker zwischen Containerhafen…
… und Hochhauskulisse….
… mit wenig rücksichtsvollem Verkehr!
SY Samai in Kolumbien :-)

Lemmon Cays – Mangroven und Moskitos

28. – 30. Juni 2021

Eigentlich soll es heute zu einem gleich südlich gelegenen Ankerplatz vor Yansaladup gehen. Zur Erinnerung: Dup = Insel. Dann sehen wir aber, dass das (bei dem beobachteten Anlegemanöver mutmaßlich Charter-)Katamaranduo „Habibi“ und „Zhing“ dort ankern. Die zwei kennen wir schon von der Linton Bay Marina. Ich sage mal „rücksichtsvoll-freundlich“ geht anders (mittelmäßige Sax-Begleitung zu lauter Konservenmusik, grußlos auf dem Steg…). Kurz und gut: Planänderung.

Maila steuert uns sicher aus den Chichime Cays!

Wir ziehen die wenige Meilen südwestlich liegenden „Lemmon Cays“ vor. Auch hier gibt es einen vergleichsweise leicht anzusteuernden und dementsprechend beliebten Ankerplatz, auf dem sich schon einige Boote tummeln. Da lockt eine kleine, perfekt geschützte, von Mangroven umgebene Bucht bei Iskardup schon eher. „Few will venture here because of the complicated approach.“ Der Skipper lächelt leise in sich hinein. Auf diese Ecke habe ich von Anfang an ein Auge geworfen. Jetzt bekomme ich den Segen der Familie.

Geschützte kleine Bucht!

Die Wegpunkte sind im Plotter und doppelt geprüft, die Sonne steht hoch und Samuel klettert auf die erste Saling in den Ausguck. So tasten wir uns den engen Kanal zwischen den Flachs hindurch. Uns bleiben dabei mindestens 3m Wasser unter dem Rumpf. Das reicht locker. Am einsamen Ziel angekommen werfen wir den Anker einfach mitten in die hier 10m tiefe Bucht und geben ausreichend Kette.

Samuel findet den Weg…

Der Motor ist noch nicht aus, da umschwirren uns schon zwei kleine Kuna-Boote. Ein älterer Mann erzählt was vom Anker, doch so richtig verstehe ich ihn nicht. Unverrichteter Dinge zieht er wieder ab. Erst ein paar Tage später dämmert mir, was er eigentlich wollte. Im anderen Boot sitzen zwei Frauen mit drei verkaufs-psychologisch wohlplatzierten Kindern. Ihr Anliegen ist offensichtlich. Sie bieten uns bestickte Hemden, Armbänder, Mundschutz(!) und einiges andere an. Ok, die selbstgenähte Fahne der Guna Yala fehlt uns als Gastlandflagge unter der rechten Saling. Aber 15$ sind mir zu viel. Sie fragen nach ein paar Keksen für die Kinder. Dem kommen wir natürlich gerne nach. Und schon sinkt auch der Preis der Flagge auf zwar immer noch überteuerte, aber halbwegs darstellbare 10$. Nun wehen also die insbesondere aus Sicht der indigenen Bevölkerung „richtigen Farben“ an der Samai.

Wir bekommen noch weiteren Besuch. Zunächst schaut „Mola Lisa“ vorbei. Eine Mola ist DAS typische Souvenir von Guna Yala. In Handarbeit werden mehrere Lagen bunter Stoff zu einem rechteckigen Kunstwerk vernäht. Geometrische Muster sind klassisch, heute werden aber oft auch Tiere und andere moderne Motive verwendet. Die längsseits gegangene „Mola-Meisterin“ verweist stolz auf ihr Bild im Revierführer und präsentiert ihre reichhaltige Auswahl. Wir entscheiden uns für ein klassisches und zwei tierische Motive, bekommen einen kleinen Mengenrabatt und haken den Punkt „Guna Yala Souvenir“ von unserer imaginären Liste ab. Sehr zum Leidwesen eines anderen, kurze Zeit später vorbeischauenden „Mola-Meisters“, der bei uns nun leider leer ausgeht.

Mola Lisa

Ansonsten bekommen wir immer wieder Langusten angeboten. Dieser kulinarische Leckerbissen stößt allerdings nur bei der halben Crew auf Gegenliebe, weshalb wir dankend ablehnen. Anders dagegen, als ein älterer Mann uns drei Fische anbietet. Wir einigen uns auf 5$ und sichtlich erfreut macht er sich noch mit der Machete daran, seinen Fang für uns zu entschuppen. Vielen Dank!

Der Pelikan bekommt nichts von uns ab :-)

Mit aufblasbarer Badeplattform und Schnorcheln erkunden wir die Bucht. Dabei halten wir uns jedoch von dieser kahlen Stelle in den Mangroven fern. Zuerst denken wir an angespülten Meeresmüll. Doch dann sehen wir einen Kuna vorbeipaddeln und einen vollen Plastikbeutel an Land werfen. Also doch eine „wilde“(?!) Müllkippe. Erstmals kommen ernsthafte Zweifel am gerne gezeichneten Bild der naturverbundenen und auf dem Schutz ihres Lebensraumes bedachten Kuna. Da wissen wir (zum Glück) noch nicht, was in den nächsten Tagen so an uns vorbeitreiben wird.

Der Müll ist abgeladen… schnell weg :-(
Typischer Nachmittagsschauer

So schön die kleine Bucht auch ist, sie hat einen ganz gravierenden Nachteil. Moskitos. Also jetzt nicht die normalen Mücken. Es sind dutzende, ach was hunderte kleine, schwarze, fliegende Punkte, denen mit Beginn der Dämmerung kaum ein Mückenschutz zu eng ist. Von der Salondecke wische ich sie mit einem Schwamm ab. Überall juckt es. In der ersten Nacht wird die gesamte Crew zerstochen. Selbst vorbeikommende Kunas beklagen sich am nächsten Morgen über ihre moskitogestörte Nachtruhe und paddeln in langärmligen Sweatshirts. In der nächsten Nacht schützen lange Hosen und dünne Decken so leidlich gegen die kleinen Biester, lassen dafür den Schweiß noch mehr strömen. Wir ergreifen schlicht die Flucht. Nach zwei Nächten geht es weiter.

So noch nicht gesehen: Tips de bavaria

Kolumbien, August 2021

Bayerische Tipps“ also… mit diesen Worten übersetzt Google Translate den spanischen Teil dieser Überschrift. So hilfreich der offline nutzbare Helfer auch sein mag, hier kommt die App an ihre Grenzen. Vielleicht ist das Problem ja, dass die sie nur ein einziges – mutmaßlich „spanisches“ – Spanisch kennt?! In Südamerika gibt es teils erhebliche Abweichungen. So wohl auch in Kolumbien. Aus dem Kontext scheinen „Bayerische Tips“ zwar nicht unmöglich, gemeint sind aber wohl eher „Tips zum Trinken“?! Schließlich finden sie sich auf einem 6-Pack Bier.

Bei Club Colombia fasst man sich kurz und – zumindest wenn man die ganze Phrase eingibt – leidlich (un-)verständlich. Wort für Wort übersetzt ergibt mehr Sinn.

Toma sin afán = Nehmen ohne Verlangen. Schwierig. Ist Durst nicht ein elementares, das Überleben sichernde Verlangen? Und die Wahrnehmung der Intensität ist letztlich rein subjektiv. Im Ganzen übersetzt gibt Google übrigens „Untergang“ aus.

Acompaña con agua = Begleiten mit Wasser. Ehrlich? Bier mit Wasser?? Wein ok. Espresso ok. Aber Bier??? Trotzdem ist dieser Tipp sehr leicht zu befolgen. Da Bier zum absolut überwiegenden Teil aus Wasser besteht, begleite ich es bevorzugt mit sich selbst.

Con comida para picar = Mit Mahlzeit nach … hmmm… „picar = chop“!? Offensichtlich läuft es auf den Tipp hinaus, das Bier zum Essen zu trinken. Im Ganzen übersetzt gibt Google übrigens „gehacktes Essen“ aus.

Bei Aguila findet man zu den gleichen Bildchen klarere Worte.

Um mehr zu genießen, begleiten sie ihre Getränke mit Lebensmitteln. Bloß nicht umgekehrt!

Zwischen kalt und kalt ein Glas Wasser hilft dir zu folgen der Party. Und was ist, wenn die Party das nicht wert ist?

Hier gibt es keinen Eifer, nimm es entspannt. Na gerade darum trinke ich ja ein Bier.

Man kann die Tipps natürlich mutwillig missverstehen. Doch es ist klar, worauf es hinausläuft. Schließlich steht da auch noch „El exceso de alcohol es perjudicial para la salud“ auf jeder(!) einzelnen Dose. Macht durchaus Sinn. Ob es die Zielgruppe erreicht, ist jedoch zweifelhaft. Wie viele Jahre haben wir nun schon lustige kleine Bildchen auf den Zigarettenpackungen?! Wie auch immer. Es kann zumindest nicht schaden und ist letztlich etwas, das wir so noch nicht gesehen haben… schon gar nicht in Bayern!

Vive responsable!

Casco Viejo

16. Juni 2021

Panamá City wurde im Jahr 1519 als erste spanische Kolonie an der Pazifikküste gegründet und wuchs schnell zu einer wichtigen Handelsstadt heran. Bis 1671 der Freibeuter Henry Morgan kam. Die Reste der durch den Überfall fast komplett zerstörten Stadt sind heute als „Panamá Viejo“ zu besichtigen, doch außer ein paar Ruinen ist nicht viel übrig geblieben.

Zwei Jahre später im Jahr 1673 wurde etwas weiter westlich eine neue Siedlung errichtet. Diese sogenannte Casco Viejo, historischer Kern der heutigen Metropole Panamá City, wurde zusammen mit mit den Ruinen ihres Vorläufers im Jahre 1997 zum Weltkulturerbe erklärt. Ein touristischer Pflichtbesuch.

Am besten lässt sich die Altstadt in einem Spaziergang erkunden. Wir beginnen am nach einem General des 19. Jahrhundert benannten Plaza Herrera am Rand des eigentlichen, historischen Kerns. Schon in der erste Kirche bekommen wir dann auch für nur einen Dollar einen Faltblatt-Führer. Der zweisprachige Hinweis „gratuita / free“ wurde von Hand sorgfältig durchgestrichen. Sehen wir es als Spende an.

Die Iglesia de San José ist aber auch wirklich gleich mal ein ersten Höhepunkt. Insgesamt eher nüchtern gehalten, fällt sofort der große, vergoldete Barock-Altar auf. Die zweite Attraktion verpassen wir fast. Eine nette Dame führt uns durch ein unscheinbare Tür vorbei an alten Holzstatuen in einen weiteren Raum. Dort erwartet uns eine große Miniaturwelt. Mit einer fast unglaublichen Detailverliebtheit werden hier wichtigen Stationen des neuen Testaments dargestellt. Da stecken viele Stunden Arbeit drin.

Die dritte, von der ganzen Familie genossene Attraktion der Kirche ist die Klimaanlage. Ja, hier in Casco Viejo ist praktisch jedes Gotteshaus klimatisiert. An einem sonnig-heißen Tag wie heute ist das eine wahre Wohltat. So gerne haben auch die Kinder noch nie Kirchen besucht. Doch vor der nächsten Abkühlung spazieren wir erst an der Ruine einer Jesuitenkirche, zugleich Panamas erster Universität vorbei.

Am Plaza Mayor, bzw. dem in süd- und mittelamerikanischen Ländern gerne so genannten Plaza de la Independencia (Unabhängigkeitsplatz) bewahrheitet sich unser offensichtlicher Touristenstatus. Von einem älteren Herrn werden wir konsequent darauf angesprochen. Helle Haut und kurze(!) Hosen… Gringo?!?

Plaza Major im Panorama

Wir flüchten zunächst in ein kleines historisches Museum. Hier bekommen wir als aktuell einzige Besucher dann auch eine kleine Privatführung. Der Mitarbeiter genießt offensichtlich die seltene Abwechlsung.

Gegenüber lockt mit der wohl klimatisierte Kathedrale der Stadt das wichtigste katholische Gotteshaus de Stadt. Ein Déjà-vu. Wieder stehen sehr nüchterne, weiß verputze Säulen und die hierzulande anscheinend typisch schlichte Holzdecke einem prunkvollem Altar gegenüber. Davor die Flaggen Panamas und des Vatikan.

Durch eine Straße der Gegensätze von alt und neu spazieren wir vorbei am besterhaltenen Kolonialhaus des alten Quartiers bis zu den Ruinen von Santo Domingo mit ihrem Arco Chato genannten, ehemaligen Stützbogen des Kirchenchores. Eine Touristenattraktion schon seit dem 19. Jahrhundert, 1941 zum nationalen Monument erklärt, verkörperte er nach mehreren überstanden Erdbeben überdauernde Beständigkeit. 2003 stürzte er dann ganz unerwartet doch noch ein… und schnell wieder rekonstruiert.

Gegensätze
Besterhaltenes Haus der Kolonialzeit
Arco Chato im Panorama

Nach einer weiteren kurzen Abkühlung im kleinen benachbarten Museum für religiöse Kunst spazieren wir um die das Casco Viejo abschließende Halbinsel mit alten, dicken Verteidigungsanlagen, darunter die dicken Mauern von Las Bovedas (ehemaliges Stadtgefängnis), vorbei am Monumento al canal zurück über die Esteban Huertas Promenade mit Panoramasicht auf das neue Panamá City.

Monumento al canal
Der Skipper ist auch dabei ;-)

Den Abschluss der Besichtigungstour bildet der Plaza Bolivar mit dem Teatro Nacional sowie der 1810 umgestalteten (und natürlich klimatisierten ;-) Iglesia San Francisco de Asis.

Plaza Bolivar
Iglesia San Francisco de Asis

Dann haben wir für einen tropischen Sommertag aber auch wirklich genug Weltkurlturerbe für einen Tag besichtigt. Zum Ausklang genießen die Kinder noch ein leckeres, hausgemachtes Eis, La Skipper einen Eiskaffee und der Skipper – na was wohl – ein Balboa(-Bier ;-).

Ok, auf dem Weg zur Fußgängerzone nebst großen Supermarkt schauen wir dann doch noch in die Iglesia Nuestra Señora de la Merced. Diese endgültig letzte Kirche auf unserem Spaziergang hat als einzige im alten Quartier noch Holzdecke und -säulen im Original aus der Kolonialzeit. Ansonsten fällt ein kleiner Seitenaltar auf, an dem die Panamaer offensichtlich Segen für das eigene Heim erbitten.

Iglesia Nuestra Señora de la Merced

Nach einem kleinen Einkauf bestellen wir (insbesondere für die Kinder: endlich!) den Uber zurück zur Marina. Kaum eingestiegen staunen wir jedoch nicht schlecht über die Gegend, durch die wir gleich neben Casco Viejo fahren. Vorsichtig ausgedrückt sind die Mieten, so denn überhaupt gezahlt, hier ganz offensichtlich nicht besonders üppig. Nur gut, dass wir uns hier nicht zu Fuß rein verirrt haben. Da weiß ich allerdings noch nichts über meine Irrwege am nächsten Tag… doch davon in einem anderen Beitrag mehr.

Gruß aus Kolumbien

7. August 2021

Neues Land – neues Glück. Bei unserer Abfahrt aus Deutschland vor gut zwei Jahren hatten wir einige exotische Ziele auf unserer Liste. Viele davon werden wir nicht sehen. Dafür sind wir jetzt wieder einmal in einem Land, das wir aber so überhaupt nicht im Fokus hatten…

Saludos de Colombia!

Fast schon da!
Kleiner Gast auf der Samai.

Nachdem wir fast sechs Wochen durch San Blas / Guna Yala getingelt sind, schaffen wir endlich den Absprung aus Panama. Wir haben bis zuletzt überlegt, ob wir wirklich nach Kolumbien oder doch lieber daran vorbei fahren sollen. Verschiedene Gründe sprechen dafür als auch dagegen. Letztlich wird uns die Entscheidung abgenommen. Als Segler kann man einiges erleben. Positiv wie negativ. So ein Erlebnis – auf das wir gerne verzichtet hätten! – führt uns letztendlich nach Cartagena.

Cartagena am Horizont…
… und aus der Nähe.

Jetzt ankern wir erst einmal vor dem hiesigen Club Nautico. Es ist Wochenende. Time to party! Immer wieder fahren insbesondere Moorboote vollbesetzt mit feierwütigen Kolumbianern umher. Mal kommen sie dicht, mal schnell und mal mit (sehr) lauter Musik an uns vorbei. Manchmal auch alles zusammen. Zur Rushhour brodelt das Wasser. Entspanntes Ankern ist anders. Doch es gibt ja auch die ruhigeren Momente.,

Vor Anker zwischen Containerhafen…
… und Hochhauskulisse….
… mit wenig rücksichtsvollem Verkehr!

Von diesen ruhigeren Momenten erhoffen wir uns ab Montag noch mehr. Da wollen wir uns an den Steg des Club Nautico verlegen. Der Müll muss von Bord, Internet wäre schön und eine ausgiebige Dusche täte uns allen auch mal wieder gut. Natürlich stehen auch Ausflüge (nicht nur) in Cartagena auf dem Programm. Wenn wir schon mal hier sind, muss das natürlich werden. Wann kommt man schon nach Kolumbien?!

SY Samai in Kolumbien :-)