Hmmm… was für ein Bild sollen wir für dieses Thema aussuchen? Dazu kommt, dass wir auf unserer aktuellen Kolumbienrundreise auf die Fotos des (gerade neu gekauften) Handys beschränkt sind. Nun gut, das Bild eines offenen Buches wäre sicher schnell gemacht!?… nur ein Witz.
Manche Menschen scheinen einem ja, ob nun berechtigt oder nicht, wie ein offenes Buch. In Wirklichkeit kann jedoch niemand in den Kopf eines anderen schauen. Pathologen mal ausgenommen… und aufmerksame Beobachter beim Spaziergang in Bogotá.
Ok, natürlich ist es nur ein Graffti. Aber es ist eines, dass im Kopf bleibt. Obwohl eben dieser sich hier offen präsentiert. Es bleibt zu hoffen, dass es sich bei der dargebotenen Innenansicht nur um das Ergebnis einer für alles offenen Phantasie handelt.
Diese Zahl scheint tatsächlich irgendwie magisch. Im Aufruf werden schon einige Beispiele (Dreifaltigkeit etc.) genannt. Auch in der Popkultur scheint dem Konzept der Trilogie etwas Besonderes anzuhaften. Oft treten Bücher und Filme im Dreierpack auf. Und wenn es später mehr wird, gibt es schon mal drei Trilogien oder der Autor bezeichnet sein Werk als „fünfteilige Trilogie“ (Handtuch nicht vergessen! ;-).
An Bord der Samai sind die Drei Fragezeichen aktuell fast täglich präsent, seitdem die Familie beschlossen hat, sich beginnend mit der ersten Folge durch das gesamte Werk zu hören. Aber was für ein Fotomotiv können wir zu diesem Thema bieten? Der Skipper denkt an das (allerdings gerade erst kürzlich in einem anderen Beitrag veröffentlichte) Bild einer dreifachen Selektion Gerstenkaltschale. Die Familie überstimmt diese Idee.
Schließlich ist es Samuel, der das heutige Bild auf seinem Handy raussucht. Schon in Ecuador, spätestens aber in Costa Rica hat er sein Faible für Vogelbeobachtungen entdeckt. Seit Panama haben wir auch ein gutes Fernrohr an Bord. Durch so eines ist bei einer Beobachtungstour in Monteverde (Costa Rica) unser Bild eines Dreilappenkotinga entstanden. Dieser Vogel findet sich nur in Mittelamerika von Honduras bis Panama. Das namensgebende Männchen ist unverkennbar. Über dem dunkel geröteten Körper leuchten Brust und Kopf in weiß. Und vom Schnabel hängen drei nackte Kehllappen. Ein Vogel, der in Erinnerung bleibt!
Nach einigen Wochen Pause fern der Konnektivität moderner Kommunikationstechnologie, sind wir wieder dabei. Das aktuelle Thema scheint dankbar. Zumindest auf den ersten (kleinen ;-) Blick. Letztlich ist es mal wieder gar nicht so leicht. Die Qual der Wahl schlägt zu. Wir denken an den kaum einen Daumennagel großen Blue-Jeans-Frosch. So klein und doch so giftig.
Die Wahl fällt dann aber doch auf einen anderen, für die ganze Familie sehr schönen Moment. Bei unserer Rundreise in Costa Rica sehen wir immer wieder die kleinste Vogelart der Welt: Kolibris. In manch einem Park sind sie so an Menschen gewöhnt, dass sie sich auf dem Finger unserer (gar nicht mehr so) kleinen Tochter niederlassen. Zumindest für einen kleinen Moment.
Wir haben nun in die Beiträge in San Blas / Guna Yala ein paar Bilder, ein (wie wir finden recht beeindruckendes Kurz-)Video sowie kleine Ergänzungen eingefügt. Für alle, die keine Lust haben, alle Beiträge (nochmal?!) einzeln aufzurufen hier die Übersicht…
Für deutsche Augen durchaus gewöhnungsbedürftig ist die alte, von 1925 bis 2010 geführte Flagge des in dieser Zeit so genannten Kuna Yala. Vor spanisch anmutenden Farben stellt eine Swastika (also nichts anderes als ein Hakenkreuz) den nach lokaler Überlieferung die Welt erschaffenen habenden Oktopus dar. Auch heute noch wird diese Flagge in Gedenken an die Dule-Revolution von 1925, welche letztlich in die Teilautonomie mündete, gerne geführt und oft gesichtet.
Adiós Puerto LindoHola Chichime CaysKuna bei der Arbeit…… in typischer Aufteilung ;-)Das ist nicht offen, sondern perfekt vom Riff geschützt!Guna Yala – FlaggenDer Sonnenuntergang…… ist malerisch!(Sorry, konnte mich nicht entscheiden ;-)Adiós Chichime Cays
Tägliche Bootswäsche in der tropische RegenzeitDieser wohl unvorsichtige Segler…… liegt nicht alleine… … auf dem Riff vor Nargana.Große Ankerbucht…… vor den für uns geschlossenen Siedlungen.Man fragt sich aber doch…… ob sich ein Besuch wirklich lohnt?!Brücke zwischen Nargana und Corazon de JesusOrtsimpressionen…Adiós!
Brot: Das kleine, schmackhafte Kuna-Brot sollte man unbedingt probieren. Für 10Ct. pro Stück ist das auch kein großes Risiko. Die größeren, süßen Brötchen in Obaldia sind ebenfalls sehr lecker, kosten aber immerhin schon 25Ct. Pro Stück.
Bier: Die 4xSixpack-Palette „Balboa“ kostet in Achutupu direkt vom Versorgungsschiff erstaunlich günstige 18$. Achtung: Bei uns versteckt sich darin eine kleine Kakerlake. Inspektion und Entsorgung von Pappverpackung noch im Dinghy sind wie immer Pflicht! In Olbadia wird ein ganzer Dollar für eine kleine Dose Leichtbier fällig.
Als kleine Vorschau folgen die nachgereichten Bilder unseres ersten Kolumbien-Beitrags. Die werden später dann noch umsortiert! ;-)
Fast schon da!Kleiner Gast auf der Samai.Cartagena am Horizont…… und aus der Nähe.Vor Anker zwischen Containerhafen…… und Hochhauskulisse….… mit wenig rücksichtsvollem Verkehr!SY Samai in Kolumbien :-)
Manche munkeln ja, dass technische Geräte heimliche Sollbruchstellen verbaut haben. Sei es nun die streikende Waschmaschine direkt nach einem langen Urlaub, das dunkle Display des vor 2 Jahren und 3 Tagen gekauften MP3-Players oder die ebenfalls pünktlich nach Garantieende auftretenden Pixelfehler des Fernsehers. Ganz oben auf der Liste der Verdächtigen steht das Handy. Bei vielen Nutzern ist das zwar gar nicht nötig. Sie verfallen im Schnitt schon nach weniger als zwei Jahren den Verlockungen der Werbung und sind felsenfest von der zweifelsfreien Wahrheit überzeugt, dass nur das gerade herausgekommene, neueste Modell ihres (wieder zunehmend weniger) kleinen Begleiters das Leben lebenswert macht. Es sei ihnen gegönnt. Ich sehe das anders. Ich benutze meine Mobiltelefone gerne so lange, biss sie ihren Geist aufgeben. Bevorzugt darf es mehrere Jahre lang bei mir bleiben.
Meine letzte Neuanschaffung war vor knapp zwei Jahren in Lissabon. Ein Wasserschaden raffte den Vorgänger dahin. Folgerichtig war das Attribut „wasserdicht“ ein wesentliches Auswahlargument. Doch an Bord eines Segelbootes reicht das anscheinend nicht. Schließlich gibt es immer noch Öffnungen. Und in der salz(wasser)haltigen Umgebung auf den Weltmeeren korrodiert einem die darin verbaute „Qualitätsware“ gerne mal unter den Fingern weg. In Panama City wird eine neue Ladebuchse fällig. Musik bekomme ich auch nur noch über Bluetooth-Kopfhörer. Und dann die Batterie. Die hält schon seit einiger Zeit kaum mehr einen Tag durch, ist dafür verdächtig schnell aufgeladen. Auch sie wird in Panama City ersetzt. Mit dem Ergebnis, dass sie gefühlt nun noch mieser drauf ist.
Die neueste Überraschung zeigt sich dieser Tage in Guna Yala: das Display! Erst sporadisch grünstichig, dann gerne mal schwächer beleuchtet mit dunklen Streifen, neuerdings reduziert es sich auf einen schmalen Streifen am oberen Rand. Erst nur manchmal. Inzwischen nahezu dauerhaft. Das Gerät ist damit faktisch unbrauchbar. Und alle das wohlgemerkt bei einem nicht einmal zwei Jahre alten S-Modell von Samsung. Mit einem Mal scheint die Theorie von (gerne auch mehrfach) eingebauten Sollbruchstellen nicht mehr ganz so abwegig.
Zusammengefasst bin ich mäßig begeistert. Wir haben aktuell ohnehin unsere Baustellen, sind in einer Gegend mit eher eingeschränkten Nachschuboptionen und es ist ja auch nicht so, als ob der Wassermacher nebenbei noch Dukaten spuckt. Mal sehen, welchem Hersteller ich für welches (wasserdichte) Modell wann und wo die nächsten auf das Firmenkonto werfen darf.
Es gibt aber auch das glorreiche Gegenbeispiel. Mein großes iPad hält nun schon echt lange durch. Im Grunde ist es antiquiert. Älter sogar als unsere Samai dient es mir nun schon um die acht Jahre! Ohne Probleme. Selbst der Akku hält immer noch gut. Ja, ich schreibe hier von einem elektronischen Unterhaltungsgerät! Aber wahrscheinlich war am Tag seiner Produktion lediglich ein wichtiger Mitarbeiter erkrankt… der Kollege mit einer ganz bestimmten Zuständigkeit… ihr wisst schon wer! ;-)