Segler-Mythen: Zwei Segelboote = eine Regatta

Das mag für einige bis viele Segler stimmen, aber sicher nicht für alle!

Oh wie oft habe das schon gehört oder gelesen. Bevorzugt Skipper von performanceorientierten Segelyachten werden nicht müde, ihr Mantra zu wiederholen: sobald sich ein anderer Mast, oder auch nur ein segelndes AIS-Signal zeigt, wechselt angeblich JEDER Segler sogleich in den Regatta-, also Wettfahrmodus. Die Segel werden kontrolliert und nachjustiert um auch den letzten Zehntelknoten Fahrt rauszukitzeln. Wobei man erwähnen sollte, dass diese Aussagen zu 90% von Seglern öffentlich publiziert werden, die diese Wettfahrt (selbstredend aufgrund ihrer Expertise) dann auch gewinnen.

In diesem Zusammenhang sei gerade für Nichtsegler darauf hingewiesen, dass die Parameter unterschiedlicher Segelboote eine Vergleichbarkeit meist ad absurdum führen. Da ist alleine schon die theoretische, nur von der Wasserlinienlänge abhängige Rumpfgeschwindigkeit. Die kommt daher, dass ein „normaler Verdränger“ nicht aus seinem eigenen Wellensystem ausbrechen kann und berechnet sich in Knoten als ca. 2,43 multipliziert mit der Wurzel der Wasserlinienlänge. Bei 12m sind das 8,4kn, bei 16m schon 9,7kn und bei 20m ganze 10,9kn durchs Wasser. Das klingt nach wenig, macht beim Segeln aber einen Riesenunterschied. Rennyachten und Motorboote sind bauartbedingt keine Verdränger sondern sogenannte Gleiter und können darüber hinaus gehen.

Dazu kommen Parameter wie die sogenannte Segeltragzahl (ein Verhältnis von Segelfläche zu Gewicht/Verdrängung) oder auch der Ballast (wie viel und wie tief). Unter anderem! Nicht ohne Grund werden die meisten ernstzunehmenden Segelwettbewerbe entweder auf Einheitsbooten oder mit Hilfe ausgleichender Verrechnungen abgehalten.

Wahrscheinlich kann es sich die geneigte Leserschaft schon denken, trotzdem folgt abschließend noch der Hinweis, dass jeder ob einer Sichtung unserer Samai in seinen Regattamodus verfallende Skipper sich darüber im Klaren sein muss, eine sehr einsame Wettfahrt gegen sich selbst zu absolvieren.

In diesem Sinne viel Spaß dabei! ;-)

Bildernachtrag von Bonaire nach Barbados

Hier nun alle nachgereichten Fotos unserer Überfahrt von Bonaire nach Barbados in einem kompakten Beitrag. Wer Lust hat, kann sich aber natürlich auch die jeweiligen, nun bebilderten Berichte (nochmal?!) anschauen.

100sm – Erst einmal nach Norden
Erster Sonnenuntergang
Erster Sonnenaufgang
Schönes Segeln!
200sm – Slalomkurs nach Osten
Wo sind die Delfine?
Auch heute geht die Sonne wieder auf
300sm – Raus aus dem Strom, rein in den Strom
Maila ist fast schon schneller als die Samai ;-)
Krautige Karibik
Wo fahren wir eigentlich hin?
400sm – Quer durch die Karibik bis zur Goldmakrele
Ein weiterer Tag neigt sich dem Ende zu…
Hier ist die Reffleine noch in Ordnung…
Guten Morgen!
Ja, ich fange ja gleich mit der Schule an…
Geschafft!
Eine schöne Goldmakrele
Stolzer Angler
Vom Fisch zum Filet
500sm – Mehrfaches Comeback
Mjam!
Winnie bei der Arbeit
Ausblick über der Karibik
Eindrucksvolle Wetterzelle
Endlich auf Kurs!
600sm – Eine ganz komische Nacht bei Isla Aves
Links nein danke, rechts ja gerne
Vor diesem Sonnenaufgang kommt noch eine komische Nacht
Durchgang einer Wetterzelle im Winddiagramm (links Richtung, rechts Stärke)
Guten Morgen?!?
700sm – Winter vor Martinique
Delfine am Bug…
… begeistern immer wieder!
Sonnenuntergang achteraus
Magische Stimmung voraus
Am Morgen dann Martinique voraus!
Ankerstopp im Süden von Martinique
Quälend langsam nähern wir uns Martinique
Auch Hasi möchte heute Nacht gerne ankern!
Ausblick auf eine ruhige Nacht
Natürlich werden wir im Dunkeln ankommen
Unwillkürlich summt das Thema von Darth Vader im Hinterkopf
Wir nehmen die südliche Bucht…
Das Großfall ist klariert und die Stufen werden gleich eingeklappt
Endspurt nach Barbados
Unsere Bucht ist vergleichsweise vereinsamt…
… zumindest im direkten Vergleich mit Sainte-Anne!
Martinique bleibt achteraus!
Die „Seaview“ bei Nacht…
… und am Tag darauf in Barbados

Fotochallenge #40 – Advent

Aruba, 28. November 2021

Immer sonntags gibt es im Projekt „Wöchentliche Fotochallenge“ von ROYUSCH-UNTERWEGS den Aufruf, zu einem Thema (genau) ein Foto zu verlinken. Doch damit ist nun leider Schluss. In der aktuellen und zugleich letzten Ausgabe geht es um den heutigen „Advent“.

Das Thema ist ja durchaus naheliegend und in der Tat haben wir schon die ganze Woche in diese Richtung überlegt und uns in Aruba nach Motiven umgeschaut. Aber abgesehen von vereinzelten Menschen, die selbst in der Karibik einen (vermutlich künstlichen ;-) Baum auf der Schulter tragen sowie dem einschlägigen Non-Food-Weihnachtssortiment sieht es dürftig aus.

Wir entscheiden uns für einen kleinen Schnappschuss aus unserem Salon. Nun gut, mit einem klassischen Adventskranz können wir nicht dienen. Trotzdem ist es schon weihnachtlich. Wir sind schließlich ein Familienboot! Maila hat unseren (natürlich künstlichen ;-) Weihnachtsbaum geschmückt. An der Spitze hängt ganz aktuell ein handgemalter Schmuck aus dem Donkey Sanctuary Aruba. Im Hintergrund ist unser Adventskalender zu sehen. Nicht zu sehen ist, dass seit heute auch weihnachtliche Musik durch das Boot schwingt.

Auf den Schnee werden wir hier in der Karibik natürlich vergeblich warten. Auf Weihnachten wollen und werden wir nicht verzichten. Ein vorerst letztes Mal erwarten wir unter Segeln die Ankunft von Christkind & Weihnachtsmann… Advent!

Einen schönen ersten Advent von der Samai!

Fotochallenge #39 – Hütte

Aruba, 21. November 2021

Immer sonntags gibt es im Projekt „Wöchentliche Fotochallenge“ von ROYUSCH-UNTERWEGS den Aufruf, zu einem Thema (genau) ein Foto zu verlinken. Aktuell geht es um eine „Hütte“.

Für dieses Thema besuchen wir den Regenwald, genauer gesagt das Cuyabeno Naturreservat im Osten Ecuadors. Hier machen wir Anfang des Jahres eine mehrtägige Fluss- und Camping-Tour. An der Grenze zu Peru übernachten wir auf einer kleinen Lichtung am Ufer. Unterwegs machen wir aber auch Stopp an Übernachtungsplätzen mit Hütten. Auch hier schlafen wir lieber im Zelt. Und der Dschungel ist nie mehr als einen halben Steinwurf entfernt.

Das sieht man auch auf unserem Beitrag. Die Hütte duckt sich in die grünen Schattierungen des Regenwaldes. Und wenn man genau hinschaut, erkennt man neben der menschlichen noch eine tierische Behausung. Mit einem Raum und nur vorübergehend bewohnt! Insofern entspricht auch das hängende Nest der Gelbbürzelkassike weitgehend der Definition der heutigen Vorgabe… einer Hütte ;-)

Fotochallenge #38 – Volkstrauertag

Aruba, 14. November 2021

Immer sonntags gibt es im Projekt „Wöchentliche Fotochallenge“ von ROYUSCH-UNTERWEGS den Aufruf, zu einem Thema (genau) ein Foto zu verlinken. Aktuell geht es um den heutigen „Volkstrauertag“.

Wir tun uns tatsächlich schwer, ein passendes Motiv zu finden. Im heimischen Berlin könnte ich nun einfach einen kleinen Sonntagsausflug zur Neuen Wache Unter den Linden oder zum Mahnmal Ewige Flamme auf dem Theodor-Heuss-Platz machen. Doch die Möglichkeit haben wir aktuell ja nicht.

So überlegen wir weiter, denken an die unzähligen Opfer unter den Indigenen Völkern Südamerikas, erinnern die Madres de Plaza de Mayo, welche in Buenos Aires nicht nur einmal im Jahr, sondern jede Woche um Ihre Söhne, Opfer der argentinischen Militärdiktatur von 1976-1983, trauern, der Verbrechen gemahnen und Aufklärung fordern. Doch ein passendes Foto finden wir nicht.

Letztlich orientieren wir uns an der sehr stimmungsvollen Vorgabe und besuchen ebenfalls einen Friedhof. La Recoleta findet sich im Herzen von Buenos Aires und beherbergt viele Persönlichkeiten in wunderschönen Mausoleen. Doch wir wollen kein einzelnes Grab hervorheben. Es geht uns um eine besondere Stimmung. Nicht nur Trauer und Gedenken, auch ein Funke Hoffnung soll sich darunter mischen. Und so lassen wir den Kopf nicht hängen, sondern schauen auch am heutigen Volkstrauertag voller Zuversicht auf…