Herkules-Turm

Es war ein sehr langer Weg zu dem Herkules-Turm und wir mussten in so ein Häuschen. Da mussten wir die Tickets bezahlen und sie haben auch nicht deutsch gesprochen. Wir hatten dann 30 Minuten den Weg hoch zum Turm zu gehen. Er ist der älteste Leuchtturm, der in der Welt noch aktiv ist.  Und als dann endlich der Turm aufmachte und wir so Anhänger bekommen haben, da waren Ausgrabungen von alten Steinen zu sehen. Die Decke war sehr tief und Papa konnte bei manchen Stellen gar nicht richtig stehen und Mama sogar auch nicht. Aber ich konnte ohne Probleme immer stehen.

Dann sind wir eine Treppe hochgegangen. Die war aber zum Glück höher, so dass Mama und Papa auch wieder stehen konnten. Da mussten wir ganz schön viele Stufen hoch gehen, aber dazwischen waren immer so Räume wo Bilder dran waren von dem Leuchtturm. Und dann, als wir endlich-endlich oben waren (das waren 234 Stufen) war der Ausblick super schön aufs Meer hinaus und auf die Stadt. Zebra war auch dabei. Und dann haben wir auch ganz viele Fotos gemacht von der Familie und mir und Zebra mit Sonnenbrillen.

Dann sind wir nach langer Zeit wieder runter gegangen. Natürlich wieder die ganzen Stufen. Und als wir unten waren, sind wir zu einem Kompass gegangen, wo verschiedene Bilder drauf waren. Das war ein sehr großer Kompass auf die Steine so gemalt und da war auch ein Totenkopf, wo wir mit Papa ein Foto gemacht haben. Dann sind wir weiter nach unten gegangen wo die Steine waren… soweit, wie es sicher war. Da haben wir erstmal was getrunken und Franz wollte leider auch Bier und wollte nach dem Bier schnappen. Franz hat kein Bier bekommen! Und wir hatten sogar Kleinigkeiten dabei zum Essen. Dann blieben wir da ganz lange und haben auch ganz viele Fotos gemacht von dem Ozean wo wir erst letztens rüber gefahren sind.

Dann sind wir zurück gelaufen, aber davor haben Samuel und ich noch ein Eis bekommen. Der Weg war sehr lang und es war auch sehr heiß. Und ich wollte am liebsten ins Wasser springen, weil dort ein Strand ist, aber da waren ganz schön viele Leute drauf. Deswegen sind wir weiter gegangen und für mich fühlte es sich an, als würde es nicht mehr enden. Als wir endlich am Boot waren, habe ich mich erstmal ausgeruht. Aber trotz dem ganzen Laufen war der Ausflug sehr schön.

Maila

Delfine unter der Milchstraße

Papa und ich haben Nachtwache auf der Biskaya gemacht. Ich bin ab und zu eingedüselt, bis Papa mich dann – wie er so schön sagte – „entdüselt“ hat, weil er Delfine gesehen hat. Dann habe ich mir die Rettungsweste angezogen und bin mit Papa nach vorne zum Bug gegangen, um die Delfine besser zu sehen. Es war eine wolkenlose Nacht, wo man die Milchstraße besonders gut sehen konnte. Und darunter sprangen die Delfine, anscheinend sehr vergnügt. Es waren am Anfang über ein Dutzend Delfine, die am Bug gespielt haben. Da waren zwei Delfine, die die ganze Zeit dort waren. Ich habe ihnen wegen ihres besonderen Merkmals einen Namen gegeben: der eine hieß „Platschi“, der andere „Spritzer“. Ich habe Ihnen diese Namen gegeben, da meine Füße und Schienbeine fast die ganze Zeit nass waren, weil diese beiden Delfine mich ständig nassgespritzt haben, teils durch Ausatmen, teils durch Schwanzflosse aufs Wasser Schlagen.

Nach einiger Zeit habe ich dann glitzernde Punkte gesehen, die über das Wasser hüpften. Ich habe sie Papa gezeigt und behauptet, es seien Fische. Papa hat mir das anfangs nicht geglaubt. Doch als die Delfine dann mit Spielen aufgehört und mit einem komplett anderen Verhalten angefangen hatten, wurde uns beiden klar, dass jetzt für sie Essenszeit war. Die zwei Positionslichter am Bug (rot/grün) haben Fische angelockt, die dann auch gesprungen sind. Als das geschah hat Papa mir geglaubt, dass die Lichtpunkte Fische sind. Genau diese Lichtpunkte = Fische wurden jetzt von den Delfinen gejagt. Aber „Platschi“ und „Spritzer“ haben (leider) nicht aufgehört mich nasszumachen.

Papa hat gesagt: „Wollen wir nicht so langsam wieder reingehen?“. Da habe ich dann gesagt: „Nein, ich gehe erst, wenn die Delfine weg sind!“. Und dann wurden es immer weniger Delfine und Papa dachte schon: „Ok, jetzt können wir endlich reingehen!“. Doch dann sind wieder mehr gekommen. Das geschah drei oder vier Mal, und Papa hat ein bisschen geflucht, dass die Delfine immer noch beim Boot waren. Schließlich, nach 1 ½ Stunden waren die Delfine weg… offensichtlich satt und fertig mit Spielen.

Dann sind wir wieder nach hinten gegangen, ich habe mich wieder in meine Ecke gekuschelt und habe mich noch ein bisschen mit Papa unterhalten. Am Ende bin ich wieder ein bisschen eingedüselt.

Diese Nacht werde ich nie vergessen!!!

Samuel

Maila und die Delfine

Wir sind bei den Scillies losgefahren und fahren jetzt über die Biskaya. Jetzt ist ein Tag schon vorbei und wir alle konnten nicht so gut schlafen, weil der Motor die ganze Nacht an war. Aber zum Glück konnten wir am Tag segeln. Und wir langweilen uns ein bisschen, aber wir haben gerade Schule gemacht und bei Euch in Berlin geht ja in einer Woche die Schule wieder los.

Das Video ist auch schon im Biskaya-Bericht von Papa, aber eigentlich gehört es hierher!

Wir wollen ja nach Spanien und wir sind drei Tage unterwegs. Aber jetzt ist ja ein Tag vorbei, also nur noch zwei Tage. Wir haben ganz viele Delfine gesehen, auch die vorne mit den Wellen gespielt haben. Wir haben mehr als drei Gruppen gesehen und ganz viele sind ganz aus dem Wasser gesprungen und man konnte sie unter Wasser ganz gut sehen. Gruppen von Delfinen nennt man übrigens auch „Schule“. Ich glaube ich habe sogar ein paar kleinere Delfine gesehen. Und Mama hat sogar auch Delfine gesehen und sogar einen springen. Ich habe sogar drei oder fünf nebeneinander gesehen, die unter unser Boot langgeschwommen und gesprungen sind. Das war schön!

Vorne am Bug sieht man am Besten!

Maila

Wasser sammeln auf den Isles of Scilly

Samuel: Wir wollten uns einen gemütlichen Spieleabend machen.

Maila: Und dann fing es plötzlich ganz doll an zu regnen.

Samuel: Es war bereits dunkel und ziemlich spät als wir die zündende Idee hatten. Da wir kein Wasser mehr im Tank hatten, sammelten wir Regenwasser.

Maila: Es kam auch ganz schön viel runter.

Samuel: Ich hatte als erster die Idee und hatte mich mit einer Schale an eine gute Wasser-Auffangstelle gestellt.

Maila: Danach bin ich dann gekommen und habe mit einem kleinen Auffanggerät mich auch an eine gute Stelle gesetzt und ich wurde auch ziemlich nass. Und nebenbei haben wir gespielt (das Kartenspiel „Krass kariert!“). Aber wir haben auch sehr viel Wasser bekommen.

Samuel: Ich wurde auch etwas nass. Es waren verschiede Phasen: starker und nicht so starker Regen.

Maila: Am Ende habe ich mich erstmal wieder aufgewärmt und bin wieder nach unten gegangen. Aber dann sehr viel später bin ich wieder hochgegangen, weil es angefangen hatte zu schütten und habe wieder mit aufgesammelt.

Samuel: Wir mussten den Behälter sogar wechseln, weil unser erster bereits voll war. Am Ende hatten wir mehr als 50 Liter Wasser eingefangen und in einen großen Behälter geschüttet.

Maila: Wir haben immer ein bisschen Wasser zum Händewaschen hingestellt und Mama hat sich sogar damit die Haare gewaschen. Samuel hat es über ihre Haare rüber geschüttet und Mama sagte dazwischen: „Es ist sehr kalt!

Skipper: Insgesamt war das eine sehr erfolgreiche Nacht: trotz Wassertank bei 0% konnten wir den hygienischen Anforderungen (so gering sie an Bord eines Segelboote auch sein mögen) in vollem Umfang entsprechen!

Wassersport bei den Scillies

Wir waren auf dem Weg von der ersten Ankerbucht zu der Hauptstadt von den Scillies (Hugh Town). Wir haben das Dinghy hinterhergeschleppt und ich saß drin. Es war eine sehr lustige und sehr waschmaschinenähnliche Fahrt. Und ein paar Mal musste ich Algen vom Ruder entfernen. Das war voll ekelig.

Papa hat dann lieberweise das Kajak für uns aufgebaut. Ich habe mir meine Badehose angezogen und Maila ihren Badeanzug. Wir sind ins Kajak gestiegen, was ziemlich wackelig war und dann sind wir losgefahren und ein bisschen zwischen den Booten vor Hugh Town durchgepaddelt. Nach einer Zeit waren wir sicher genug und sind ins Welligere gefahren. Das war super lustig. Als wir dann zurück gepaddelt sind haben wir das Kajak festgebunden und sind am Tag darauf in die nächste Ankerbucht gefahren. Da bin ich wieder mit Maila Kajak gefahren, doch nach einiger Zeit hatten wir keine Lust mehr und Mama hat uns zugerufen: „Samuel, kannst Du mit mir Kajak fahren?“

Ein nasses Vergnügen

Da sind wir wieder zum Boot gepaddelt. Ich habe mit Maila immer hinten gesessen, doch als ich mit Mama gefahren bin saß ich vorne. Direkt als Mama eingestiegen ist und sich hingesetzt hat, hat sie sofort angefangen loszuschreien. Als ich mir dann mein Paddel von Papa habe geben lassen und Mama Ihres auch von Papa bekommen hat, hat sie geschrien: „Samuel! Nicht bewegen!! Nicht atmen!!!“ Und dann natürlich, wie es kommen musste, neigte sich das Kajak nach links, weil Mama sich auf die linke Seite gelehnt hat. Ich bin mitgerutscht und dann kurz bevor das Kajak umgekippt ist, fiel ich ins Wasser. In das schönste und wärmste Wasser, das es gibt. Mama hat immer noch geschrien und ich habe nur gelacht. Dann bin ich klitschnass, mit ebenso nassem T-Shirt wieder an Bord geklettert und habe mich erneut vorne ins Kajak gesetzt. Dann sind wir zusammen Kajak gefahren… zum Glück ohne weitere Zwischenfälle.

Nach der Kajakfahrt mit Mama sind wir ins Wasser gegangen. Ich bin sofort reingesprungen, weil ich ja sowieso schon nass war. Maila ist langsam hinterher gekommen. Und Mama ganz zum Schluss. Natürlich mit Luftmatratze. Ich bin ins Wasser gesprungen, um Mama nass zu spritzen. Leider hat es nicht so ganz geklappt. Als kleine Strafe musste ich den Rumpf des Bootes so halbwegs putzen. Am Ende, als Mama und Maila bereits kalt war, bin ich mit Flossen noch zehn Runden ums Schiff geschwommen. Danach taten mir meine Fußgelenke sehr doll weh. Es war trotzdem ein schöner Tag.

Samuel