Maila feiert Geburtstag

19. Januar 2021 (Callao/Peru)

Ich war die Tage davor sehr aufgeregt auf meinen Geburtstag. Endlich war der Abend vor dem Geburtstag. Ich musste früh ins Bett damit meine Familie schmücken, die Geschenke einpacken und Kuchen backen konnte. Dabei habe ich zwei Filme mit Shaun dem Schaf geguckt.

Ich bin schon um sechs Uhr aufgewacht und habe Samuel, der neben mir gelegen hat, aufgeweckt. Der ist dann aus dem Zimmer gegangen und ich musste warten. Endlich kam meine Familie rein. Sie hatten zwei Kuchen gebacken und haben gesungen. Danach habe ich mich angezogen und bin rausgekommen. Es war schön geschmückt und die Geschenke waren auf dem Tisch. Ich habe mich gleich daran gemacht, die Geschenke auszupacken. Ich habe DVDs (Fünf Freunde) und CDs (Drei Fragezeichen Kids) bekommen. Dazu die acht Planeten unseres Sonnensystems als 3D-Puzzles. Samuel hat mir zum Geburtstag eine schöne Geschichte geschrieben. Ich habe mich über die Geschenke sehr gefreut.

Jetzt bin ich schon neun Jahre alt!
Kartoffelomelett zum Frühstück!

Samuel und ich haben gleich angefangen, die acht Planeten zu puzzeln. Wir hatten dafür genug Zeit, weil wir ausnahmsweise keine Schule machen mussten. Nachmittags haben wir dann noch Karten und Würfelspiele gespielt und abends haben wir gegrillt. Es war ein sehr schöner Tag.

Maila

Alle Planeten sind fertig gepuzzelt

Maila auf dem Pazifik

30. Dezember 2020 – 11. Januar 2021

Wir hatten schon lange geplant, endlich wieder loszufahren. Herr Hellemann (unser Honorarkonsul) hat die letzten Einkäufe gebracht. Danach sind wir endlich los.

Abschied aus Valdivia

Erst sind wir den Fluss raus auf den Pazifik gefahren. Dort wurde es SEHR schaukelig. Die Wellen waren höher als gedacht und der Wind kam aus einer anderen Richtung. Ich habe mich draußen hingesetzt und rausgeguckt. Der erste Tag war ziemlich langweilig. Das Gute war, wir mussten keine Schule machen. Auch am zweiten Tag mussten wir keine Schule machen, weil Mama immer noch übel war. Ich war die meiste Zeit draußen und habe aufs Meer geguckt. Einmal fast drei Stunden lang! Da habe ich mir einen üblen Sonnenbrand geholt. Seitdem muss ich mich immer mit Sonnencreme einschmieren, was nervig ist. Und ich habe mir einen von Papis Hüten genommen.

Ich genieße den Ausblick auf das Meer

Der nächste Tag war auch wieder ziemlich langweilig. Unten hatten wir die Couch zu einem Bett verwandelt, damit jemand darauf schlafen konnte. Mama lag in der Ecke, ihr war immer noch nicht gut. Ich saß draußen. Samuel lag auch draußen und hat ein Hörbuch gehört… fast den ganzen Tag.

Das kann Samuel fast den ganzen Tag machen…

Endlich waren wir bei Isla Robinson Crusoe. Wir hatten uns eine schöne Stelle ausgesucht wo wir den Anker geworfen haben. Am Hauptort waren viele Häuser, die aussahen, als wären es Ferienhäuser. Links davon war ein Weg, der zu kleinen Plätzen führte. Überall waren hohe Berge, wo die Wolken sich vorbei schlängelten. Das sah schön aus. Am nächsten Tag haben Mama und Papa die großen Fender geputzt. Da sind viele kleine bunte Fische aufgetaucht. Einmal haben wir auch eine Robbe gesehen. Wir mussten hier aber auch wieder Schule machen. Das war doof. Nach fünf Tagen ging es wieder los.

Da bin ich vor der Isla Ronbinson Crusoe

Auf der nächsten Fahrt habe ich mich hinter das Steuerrad gesetzt, umgedreht und die Beine rausbaumeln lassen. Dabei habe ich dem Wasser zugeguckt. Kurz danach mussten wir auch wieder Schule machen. Zum Glück nicht soviel Schule wie sonst am Ankerplatz. Ich habe sonst meistens draußen gesessen hinter dem Steuerrad an meinem neuen Lieblingsplatz. Papa hat mich manchmal besucht. Abends habe ich dann auch oft meine Lieblingssendung auf dem Computer geguckt: „Grizzy und die Lemminge“. Das war sehr lustig.

Papa besucht mich auf meinem neuen Lieblingsplatz

Nach drei Tagen haben wir den Berg von der Isla San Ambrosio gesehen. Schließlich dann auch die Isla San Felix. Es gab in der Mitte der Insel eine glatte Fläche. Wir mussten den Berg erst umrunden. Dort haben wir gesehen, dass auf dem Berg viele Vögel nisteten. Das haben wir erkannt, weil die Berge ganz weiß waren. Das ist Vogelkacka. Mama hat Panik bekommen, weil sich an den Steinen die Wellen meterhoch gebrochen haben. Wir sind erst ein bisschen rumgefahren um den richtigen Ankerplatz zu finden. Es war ziemlich wellig auf dem Ankerplatz. Ich fand es aber trotzdem gemütlich.

Isla San Felix mit Vogelkacka

Am zweiten Tag hat Mama plötzlich gesagt, dass wir doch Baden gehen können. Also schnell Badesachen raus! Samuel ist einfach rein gesprungen und hat berichtet, dass das Wasser sehr salzig ist, aber ok wäre zum Baden drin.

Samuel ist als erster reingesprungen

Als erstes hat Mama sich auf die Leiter getraut. Dabei hat sie ein bisschen rumgemault. Dann hat sie schließlich rückwärts reingelegt ins Wasser. Samuel und ich haben gelacht! Dann war ich dran. Ich bin vorsichtig auf die Leiter gestiegen, es hat aber eine Weile gedauert, bis ich wirklich drin war. Ich habe vielleicht ein ganz kleines bisschen rumgemault.

Eigentlich haben wir gar nicht rumgemault
Wir haben Spaß!

Als wir länger drin waren, wurde es wärmer. Samuel hat sich an der Seite ans Boot gehängt. Ich und Mama sind an der Rettungsleine rumgeschwommen, die Papa rausgelassen hat. Wir sind hin und wieder rausgegangen um etwas zu trinken und uns etwas aufzuwärmen. Papi hat gestreikt und lieber telefoniert. Uns anderen hat es sehr viel Spaß gemacht!

Maila

Samuel, ein Wal und der Thunfisch

Pazifik, 2. Januar 2021

Zu Jahresbeginn gab es große Überraschungen. Wir hielten die Angel zum dritten mal auf dem Weg zu der Robinson Crusoe Insel hinaus und erwarteten nichts. Bisher hatten wir gestern nur einmal ein Tier am Haken und das war ein Vogel! Er flatterte vom Haken gezogen auf dem Wasser hinter uns her, bis er sich endlich befreien konnte.

Heute, als ich gerade ein Hörbuch hörte, meldete sich plötzlich die Angel wieder. Ein Fisch hat angebissen! Der Skipper und ich sprangen auf, um den Fisch rein zu ziehen. Doch da war der Fisch auch schon wieder von der Angel weg. Ich ärgerte mich und ging leicht traurig darüber, den ersten Fang des Jahres vermasselt zu haben, zurück zu meinem Hörspiel. Circa eine Stunde später ging die Angel wieder los. Ich stürmte wieder hin, aber auch dieser Fisch floh.

Später am Tag, als Maila und ich gerade iPad spielten, sah Papa einen Wal. Maila und ich hörten natürlich sofort auf zu spielen und betrachteten den Wal. Er war fast so lang wie das Boot und schwamm parallel zu uns eine recht lange Zeit. Als wir im Bestimmungsbuch nachgesehen haben, schwankten wir zwischen zwei Walarten. Wahrscheinlich war es ein Brydewal, vielleicht aber auch der sehr ähnliche Seiwal. Wir haben auf Mamas Wunsch dann auch die Angel eingeholt. Damit der Wal, der kein Interesse an der Angel hatte, nicht aus Versehen anbeißt. Als der Wal dann weg war, spielten Maila und ich noch etwas weiter und der Skipper hat die Angel wieder hinausgelassen.

Wal an Backbord
Wahrscheinlich ist es ein Brydewal

Plötzlich meldete sich die Angel erneut. Allerdings wieder nur kurz. Mist! Kann denn kein Fisch mal dranbleiben?, habe ich mich gefragt. Nach einiger Zeit meldete sich die Angel erneut und dieses mal wirklich. Ein Fisch zog ein wenig Leine raus und dann hielt die Bremse. Bei Ostseefischen wird sie nicht benötigt, weil sie nicht so kampfstark sind wie die Meeresfische. Um 17.10 Uhr hat er angebissen. Der Fisch zog dauerhaft recht stark, als der Skipper die Fahrt drosselte. Anfangs nahm er die Angel, weil wir dachten, dass der Fisch für mich zu stark sei. Aber ich nahm mir dann doch die Angel und bemerkte, dass er gar nicht so stark war. Ich zog ungefähr 20 Meter Leine hinein, bis Papa rief: Ich kann ihn sehen! Als Mama dazukam meinte sie, das sähe aus wie ein kleiner Hai. Das war er natürlich nicht.

Der Skipper nahm den großen, fast vier Meter langen Gaff (also einen langen Haken um Fische rauszuholen), den wir vorher aus der Weinkammer geholt hatten. Er zog den Fisch an Bord und die Familie erstarrte. Am Gaff von Papa hing ein knapp 7 kg schwerer und ungefähr 80 cm langer Thunfisch. Das war der größte und schwerste Fisch, den die Samai jemals an Bord geholt hatte. Als er tot war, nahmen wir ihn aus und halbierten ihn neben der Wirbelsäule. Eine Hälfte legten wir in den Kühlschrank und die andere machten wir für den heutigen Verbrauch bereit.

Später am Abend gab es dann Fisch vom Grill mit Reis und einer Zwiebelpfanne. Wir aßen alle so viel wir konnten und trotzdem blieb noch einiges von dem halben Fisch übrig. Thunfisch satt auch morgen!

Samuel

Der halbe(!) Thunfisch auf dem Grill

Maila auf der Insel

Isla Haverbeck, Mitte November 2020

Wir waren im Haupthafen von Valdivia und da hat uns jemand angeboten zu seiner Insel zu kommen. Wir nahmen das Angebot an und nach ein paar Tagen sind wir zu dieser Insel gefahren. Sie war groß. Dort wohnte er.

Als wir also da waren, waren die Freunde von gegenüber auch da. Sie haben uns eingeladen, mir und Samuel die Insel zu zeigen. Eine Freundin hieß Saskia und ihr Bruder Franco. Das Mädchen, was auf der Insel wohnte, hieß Angela. Sie war erst seit 7 Monaten auf der Insel und konnte kaum Deutsch. Saskia und Franco konnten aber gut Deutsch und haben uns alles erklärt. Zum Beispiel, dass es auf der Insel Ferienhäuser gibt. Aber dieses mal ist alles leer, weil ja Quarantäne ist.

Hinter dem Steg, der selbst gebaut aussah, gab es einen großen Baum. Da drunter lag ganz viel Kacka, wo wir später herausfanden, dass die Perlhühner die dort lebten abends auf den Baum klettern und dort schlafen. Danach war eine Wiese, wo es rechts ein paar Häuser gab, zum Beispiel die Duschen. Links war ein Gebüsch, wo ein paar Hühner drin waren. Auch ein Huhn mit drei kleinen Küken, die nah bei ihr gelaufen sind.

Wir sind einen Weg entlang gelaufen. Dort waren zwei Pferde, eins heller und eins dunkler. Franco hat erklärt, dass das die beiden Pferde auf der Insel sind. Die Namen konnte ich mir aber nicht merken. Dann war da eine Hütte und daneben ein Stall, wo ein schwarzes Huhn auf ungefähr sieben kleine gefleckte Hühnerküken aufpasste. Dann kam eine nette Frau, die Pattie hieß. Sie konnte auch nicht so gut Deutsch. Dann sind wir in die kleine Hütte gegangen. Dort drin war ein Gehege mit ganz kleinen, süßen, schwarz-weißen Küken. Pattie hat eins gefangen und Samuel gegeben. Ich habe es gestreichelt und es war sehr weich. Das Gehege war nicht sehr groß, doch es gab einen Platz mit einem Teppich und darüber war eine Wärmelampe und ein kleiner Besen aus Federn sollte die Mutter darstellen. Es war ziemlich warm in der Hütte.

Von der Kücken-Hütte…

Dann sind wir wieder raus gegangen und Pattie hat sich verabschiedet. Danach sind wir zu einem deutlich größerem Gehege gegangen. Dort waren auch kleine Küken drin. Nur ein bisschen mehr. Da war auch eine Ente. Hinter der sind zwei Entenküken hergelaufen. Die Ente hat die ganze Zeit geschnattert.

… zum größeren Gehege!

Dann sind wir den Weg weiter gegangen. Der führte in einen Wald, aber der Weg war gut erkennbar. Dann war auf dem Weg Sand wo Pferdeäpfel drauf lagen. Das war ein bisschen eklig. Links waren Rohre aufeinander gestaut, rechts war Wald. Der Weg machte eine leichte Biegung und wir liefen wieder auf Erde. Der Weg war jetzt von Sträuchern und Bäumen umrandet. Wir sind ziemlich still weiter gelaufen. Dann teilte sich der Weg in zwei Wege. Einer führte weiter geradeaus und der andere machte eine leichte Linksbiegung. Wir sind geradeaus weiter gegangen, bis eine größere Straße in den Weg einging. Neben dem größerem Weg war so eine Art Platz mit ein paar Bäumen. Der Platz war voll mit abgebrochenen Schilfrohren, weil wir sehr nah am Wasser waren. Immer wieder auf dem Art Platz waren verkohlte Stellen, wo wohl ein Lagerfeuer gemacht wurde. Es war auch ein Baumstamm zu sehen wo schöne Äste oder Stöcke ran gelehnt waren. In die Stöcke wurden auch manchmal Federn reingemacht. Das wurde verschönert mit einer Blüte einer blauen Blume. Franco hat uns erzählt, dass sie hier Bohnen anpflanzen und ein bisschen entfernt auch Kürbisse.

Sie sind bei einem aus Holz gemachtem Tisch, wo auch aus Holz gemacht eine Bank und kleine Holzstämme zum Hinsetzen waren, stehen geblieben, wo Franko vor ein paar Kisten erklärt hat, dass sie diese Dinge in der Kiste im Meer gefunden haben. In den Kisten war ein Helm, eine Schaufel und ein paar andere Dinge. Dann sind wir so einen kleinen Weg, der voller Sträucher war, entlang gelaufen. Immer am Wasser entlang, was man aber nicht sehen konnte, weil da ganz viele Schilfrohre waren. Dann sind wir ein einen größeren Weg abgebogen, der aber am Ende auch voller Sträucher war. Aber diese Sträucher waren nicht groß, so dass man problemlos laufen konnte. An der Spitze war alles sandig und man Ssand auf einem kaputten Fischerboot. Samuel hat Franco gefragt, wie das hierher kommt. Doch Franko wusste es nicht und hat Angela gefragt. Doch die wusste es auch nicht.

Wir sind wieder die beiden langen Holzbalken, die mit Ästen stabilisiert wurden, entlanggelaufen zu dem zugewachsenem Weg. Als wir angekommen waren, gingen wir den Weg entlang. Diesmal aber gingen wir den breiteren Weg entlang, der geradeaus führte. Erst war der auch sandig, dann aber liefen wir wieder auf Erde. Der Weg war von Bäumen umrundet. Nur hin und wieder war neben dem Weg eine Art Lichtung. Wir haben dabei kaum gesprochenen. Dann sind wir wieder auf den großen Weg am Anfang gestoßen, der auf diesem Platz führt, wo der aus Holz gemachte Tisch stand. Wir sind aber in die andere Richtung gegangen. Über die sandige Stelle auf den Hof. Dort sind wir noch ein bisschen rumgelaufen zwischen denn Hühnern. Dann bin ich und Samuel zurück gegangen. Unter den Baum durch und über den selbstgebauten Steg aufs Boot.

Besucher auf dem Steg

Danach sind wir immer mal wieder raus gegangen haben die kleinen wie die großen Hühner beobachtet. Manchmal haben wir auch Spaziergänge zur Inselspitze gemacht. Mit der Familie oder nur Samuel und ich. Dann haben wir erfahren, dass sie bei ihrem Haus auch Internet haben. Also sind wir hin. Wir mussten an einer Art kleinem Lagerhaus vorbei, wo davor ein Schiff geparkt hatte. Links hatten sich Enten unter kleine Bäume gelegt. Weiter links war ein Haus, wovon ich nicht weiß, wofür man es braucht. Wir sind einen planierten Weg lang gegangen. An den Weg grenzte eine große Wiese.

Als wir weiterliefen, erblickten wir zwei Holzhäuser, die auf Stelzen standen. Also musste man eine kleine Treppe bis zur Tür hinauf steigen. In dem rechten wohnten sie. Dort hatten sie Pflanzen angepflanzt. Sie haben uns netterweise den Schlüssel für das andere Haus gegeben, das genau so aussieht. Wir sind die Treppe hoch gestiegen, haben die Schuhe ausgezogen und sind reingegangen. Links war ein großes, weiches Sofa. Darüber hing ein großes Bild. Vor dem Sofa war ein kleiner Tisch, wo eine aus Holz gemachte, kleine, nicht sehr hohe Schüssel stand. Rechts neben dem Sofa stand eine sehr große Vase mit vielen verbundenen Stöcken. An einem der Stöcke war ein aus Plastik gemachter Apfel. Geradeaus halb links war die Küche mit Schränken, Herd und noch alles, was in so einer Küche ist. Vor der Küche (im Wohnzimmer) stand ein großer Tisch mit einer schönen Tischdecke und einer Schale mit Obst drin. Natürlich standen an dem Tisch auch Stühle. Daneben stand der Fernseher. Links neben dem Fenster waren große Fenster, die man aufmachen konnte. Dadurch konnte man auf den Balkon gehen. Dort war ein Tisch mit Stühlen.

Neben der Küche gab es eine Treppe, dazwischen aber noch ein Gang. Am Ende des Ganges rechts gab es Schränke zum Aufmachen. Geradeaus gab es das Bad. Als erstes sah man die Badewanne. Wir fanden schnell heraus. dass es auch einen Lüfter gab. Sonst gab es noch ein Waschbecken, Seife, einen kleinen Schrank. Links im Gang gab es noch ein Zimmer. Links an der Wand gab es ein Bett, rechts von mir war ein Schrank. Daneben war wieder ein Bett. Am Fußende und ein bisschen weiter war ein kleiner Tisch. Wieder mit einer schönen Tischdecke. Da drauf stand eine unechte Blume, eher Busch. Neben dem Tisch war ein großes Fenster mit einem Fenstersims.

Badepause direkt bei den Häusern…
Richtung Valdivia.

Neben der Küche war eine Treppe die nach oben führte. Ich ging diese hoch. Geradeaus war ein großes Schlafzimmer. In der Mitte an der Wand war ein großes Bett. Rechts und links gab es ein kleines Schränkchen mit einer Lampe. Rechts daneben war ein großes Fenster, wieder mit Fenstersims. Da drauf war diesmal eine Blume mit getrockneten Blätter und mit kleinen getrockneten Tannenzapfen. Links neben dem Bett an der Wand war ein Schrank. Links neben der Treppe gab es eine Art innerer Balkon. Links neben der Treppe war ein kleiner Sessel mit Kissen. Wenn man weiter ging kam man an ein Geländer. An dem konnte man ihn die Wohnstube gucken. Rechts an der Wand war noch ein Bett, daneben auch ein kleines Schränkchen mit Lampe. Es gab auch Fenster wo man nach draußen gucken konnte. Dafür haben wir den Schlüssel bekommen. Natürlich nicht für ewig. Als wir fertig waren sind wir wieder zurück zum Boot gegangen.

Süße Häschen gab es auch!

Wir haben auf der Insel immer neue Wege gefunden. Einmal sind wir durch eine Allee gegangen. Dahinter wuchsen schöne blaue Blumen. Wir sind weiter durch Gras gegangen, bis wir zu einem Fluss kamen. Pattie hat uns davon erzählt und gesagt, dass es da in der Nähe eine Brücke gibt. Sie hat uns erzählt wir sollten nach rechts gehen, also sind wir nach rechts gegangen. Es wurde immer sumpfiger und Mama hat schon rumgemeckert. Als es so richtig sumpfig wurde ist Papa sogar mit dem Fuß im Schlamm stecken geblieben, sodass der Schuh im Schlamm stecken blieb. Wir mussten ihn heraus ziehen. Später fanden wir heraus, dass wir völlig verkehrt waren und in eine ganz andere Richtung laufen müssen

Die Perlhuhneier zu Papas Geburtstag hatten eine richtig harte Schale!

Wir machten dann noch mal einen Ausflug in die richtige Richtung. Auch diesmal wurde es ziemlich sumpfig auf dem Weg. Das konnte aber auch daran liegen, dass es gerade Hochwasser war. Wir fanden die Holzbrücke. Wenig später kehrten wir aber wieder um, weil wir plötzlich nicht weiterkamen, weil da eine kaum fertig gebaute Ruine lag und wir keinen Weg drumherum gefunden haben.

Wir versuchten es ein bisschen später noch mal. Diesmal war es weniger sumpfig, weil diesmal Niedrigwasser war. Wieder kamen wir an die Ruine. Da fiel mir ein, dass man vielleicht auf der andern Seite der Ruine vorbei kommt. Ich hatte recht! Dort war eine Art Weg, wie wir ihn schon kannten. Wir mussten über eine stachelige Pflanze springen bis wir den Weg fortsetzen konnten. Das Blöde war, dass überall danach Müll rumlag. Wahrscheinlich wurde es angespült. Doch trotzdem wuchsen überall schöne Pflanzen. Schließlich kamen wir auf einen Weg, der von Farnen umgeben war, die noch nicht geöffneten waren. So eingerollt sah es schön aus.

Danach gingen wir weiter. Es wurde immer schwieriger, den Weg zu erkennen. Schließlich war eine große Sandfläche vor uns. Immer mal wieder im Sand kleine Blümchen, in der Mitte war ein Baum. Der Sand war nicht gleichmäßig, sondern wie kleine Sandhügel.

Schließlich fand Papa den Weg. Wir liefen den Weg entlang bis zu einem Strand, der voller Bäume war. Sie hingen über dem Wasser und wuchsen rum. Man konnte den Strand gar nicht Strand nennen, denn es schien keine Sonne auf den Strand, denn überall waren Bäume. Es war ja Niedrigwasser. Wahrscheinlich konnte man nur deswegen den Ministrand erkennen.

Ich bin auf einen niedrigen Ast gerutscht. Ich war gar nicht über dem Wasser, als ich schon wieder herunter kletterte. Da bin ich fast hingefallen, denn wo ich aufgekommen war, war es extrem rutschig. Ich konnte mich gerade noch an dem Ast festhalten, auf dem ich gerade geklettert bin. Es war ziemlich schwierig wieder zurück auf dem Weg zu kommen. Als wir fast wieder bei der Ruine waren haben wir gemerkt, dass es auch ein anderen Weg gab. Nicht über die stacheligen Pflanzen.

Es war wirklich schön auf der großen Insel. Doch irgendwann sind wir zurück nach Valdivia gefahren. Dabei haben wir mehrmals Seelöwen gesehen die da wohl leben.

DAS WAR DER BLOG EINTRAG ÜBER DIE INSEL VON MAILA SANDRA GRAMSE

Samuels Tierwelt-Spezial: Hunde in Valdivia

Schon als wir das erste mal als wir Land bei Valdivia betraten, haben wir Hunde gesehen. Maila mag Hunde normalerweise nicht, aber die in Valdivia waren sehr nett. Als erstes streichelte Maila die „kleine“ Bruna. Später konnte ich sie sogar überreden, Bella zu streicheln. Bella ist ungefähr so groß wie Maila selbst, liegt aber meistens nur herum. Bruna hat ganz glattes Fell und ist meistens sehr „schmusig“. Bellas Fell hingegen ist ganz schön flauschig und dreckig. Sie liegt immer nur herum und es ist ihr egal, ob man sie streichelt. Nach ungefähr zwei Wochen hatten wir Bella sogar soweit, dass sie mit dem Schwanz wackelt. Wenn wir kommen. Aber bewegen tut Bella sich nicht.

Bruna mag es gerne bequem auf Bella!

Maila und ich wollten eines Tages wieder zu den beiden Hunden und sahen drei! Ein Hund war hinzugekommen. Er war noch jung und sehr flauschig. Sein Name ist Dimon. Er ist neugierig und knabbert gerne irgendwo dran. Ich konnte Dimon aber problemlos auf den Arm nehmen. Dort tut er auch absolut nichts außer herumliegen. Später kommt Dimon tatsächlich auch zu uns wenn er uns sieht. Und gerade an dem Tag, wo wir zu Loki (einem anderen Hund, den wir schon kannten) wollten, kommt Dimon mit zum Steg. Wir konnten ihn leider nicht mitnehmen, sodass er winselnd vor unserm Boot stehen blieb.

Dann ging es zurück zu Loki nach La Estancilla. Mehr von unserem ersten Besuch hier unter Hoffen in Valdivia. Jetzt sahen wir ihn zuerst am Steg. Er war mit einer anderen jungen Hündin zusammen. Ihr Name war, wie wir später herausfanden, Chanell. Anfangs erkannte Loki uns nicht, aber als wir mit ihm auf der Wiese waren, fing er wieder an mit uns zu spielen. Chanell war noch jung und verspielt, aber auch verschmust. Sie hat in ihren aktiven Phasen auch gerne mal meine Hose angeknabbert. Loki war ganz schön gewachsen. Als wir kurz nach unserer Ankunft hier das erste mal bei Loki waren, war er noch sehr klein und liebte einen bestimmten Ball. Er rannte hinter ihm her und wollte ihn nicht loslassen. Er liebte es auch mir das Gesicht ab zu lecken.

Als wir mit Loki wieder vertraut waren, bemerkten wir, dass er immer noch einen Drang hatte, mir das Gesicht abzuschlecken und wir bemerkten, dass er nicht mehr so verrückt nach dem Ball war. Das hing vielleicht auch damit zusammen, dass Chanell immer mit ihm spielte und er sich über eine Pause freute. Loki war aber auch größer geworden. Das sieht man daran, dass er deutlich einfacher an mein Gesicht herankommt.

Loki stört das schmutzige Fell nicht…

Und er konnte mich in zwischen auch schon um schmeißen. Das war zum Beispiel auf dem Steg einmal der Fall. Da hat Loki mich umgeworfen, mich fast am Gesicht abgeleckt und ist weggegangen. Dann kam Chanell und fand es auf mir gemütlich. Sie setzte sich auf meinen Bauch und bliebt liegen. Ab und zu drehte sie sich und versuchte mir das Gesicht abzulecken. Das gelang ihr aber meistens nicht.

Eines heißen Tages blieb Chanell sogar den ganzen Tag neben unserem Boot und wir ließen sie sogar auf das Boot (aber nur kurz). Chanell hatte einen Trinknapf nach draußen gestellt bekommen und hat sich neben ihm in den Schatten gelegt. Dort blieb sie dann liegen. Am Abend sollte ich sie wieder rüberbringen. Das habe ich getan. Chanell war gerade verschlafen und ließ sich sogar auf dem Rücken tragen. Das heißt: ich hielt Chanell mit dem Bauch nach oben in meinen zusammengefalteten Armen. Das linke Vorderpfötchen hing über meinem Arm und ihr Kopf schaute müde nach vorne. Als ich sie wieder abgesetzt hatte, ging sie in ihr Körbchen, rollte sich zusammen und schlief ein.

Ich lief zurück, und Mama, Papa und Maila haben auch schon die Abendplanung vorbereitet. Die restlichen Tage verliefen normal. Als wir beschlossen wieder nach Valdivia zu fahren verabschiedeten wir uns von den beiden Hunden und freuten und auf Bruna, Bella und Dimon.

Samuel

P.S. Bei den drei Hunden erwarteten wir auch noch ein Paket, wo Weihnachtsgeschenke drin waren.