Samuels Unterwasserwelt im Mooringfeld (1)

Alle sagen, dass man in Bonaire über einem Korallenriff liegt. Darum sind die Erwartungen, an die Fischwelt natürlich groß. Das Korallenriff besteht aber hauptsächlich aus ein paar Hirn- und vielen toten Korallen. Aber Fische gibt es hier dennoch reichlich. Einer hat es sich sogar in unserem Bugstrahlruder häuslich eingerichtet

Gestreifter Sergant

Auch immer wieder unter dem Boot sehen wir einen „böse-guck-Fisch“, bei denen die Jungtiere übrigens ganz anders aussehen. Aber das ist bei den Fischen hier öfter so.

Franzosen-Kaiserfisch
Franzosen-Kaiserfisch (Jungtier)
Rotlippen-Schleimfisch
Gepunkteter Igelfisch
Gepunkteter Igelfisch

Auch sonst schwimmen in der Nähe viele verschiedene Fische umher.

Krokodil-Hornhecht
Blaurücken-Stachelmakrele
Blaustreifen-Grunzfisch
Großkopfmeeräschen

Einige Meter hinter unserem Boot wird es schnell tiefer. Da sehe ich auch immer wieder größere Fischschwärme.

Gerade kleine Fische müssen sich aber oft verstecken oder gut tarnen.

Feldwebelfisch
Gelbflossen-Eichhörnchenfisch
Gelbflossen-Eichhörnchenfisch
Harlekin-Sägebarsch
Augenstreifen-Grundel

Andere beeindrucken mit ihrer Farbenpracht

Königin-Kaiserfisch
Königin-Kaiserfisch
Spanischer Schweinslippenfisch

Dabei war noch gar nicht die Rede von der einzigen „Oase“ unter Wasser. Bei der Oase handelt es sich um einen einzigen Ort im ganzen Mooringfeld, bei dem haufenweise Korallen wachsen. An dieser Oase sind noch viel viel mehr Fische zu finden.

„Oase“
Französische Grunzer
Bronzegrunzer (in der Mitte )
Gelbschwanz-Demoiselle (links unten)
Gelbschwanz-Demoiselle (Jungtier)
Gefleckte Meerbarbe

Doch es gibt hier nicht nur harmlose Fische, sondern auch gefährliche Tiere wie zum Beispiel …

Gefleckter Adlerrochen
Gefleckte Muräne

Am Anfang habe ich auch die folgenden Fische für Muränen gehalten. Doch es sind nur Aale

Goldfleckschlangenaal
Weißgefleckter Schlangenaal
Weißgefleckter Schlangenaal

Natürlich gibt es auch nicht nur Fische zu sehen…

Bart-Feuerborstenwurm
Karibische Goldrose

Das war noch nicht alles. Ich habe mir noch ein paar super-schöne Bilder von der Unterwasserwelt im Mooringfeld aufgehoben. Davon das nächste Mal mehr.

Samuel

Samuels Vogelsichtungen in Kolumbien (2)

In Kolumbien gibt es wirklich viele Vögel. Die kann doch niemand aus dem Kopf kennen. Ich natürlich auch nicht. Leider haben wir gar keine Vogelbücher mitgenommen. Aber es gibt ja wirklich tolle Apps, die mir professionelle Birdwatcher empfohlen haben. Am besten finde ich Merlin Bird ID. Da bekomme ich sogar mit einer Aufnahme von Vogelgesang den Namen des Vogels angezeigt. Die App eBird ist dagegen mehr dafür, gesichtete Vögel zu notieren. Und da gab es in Kolumbien wirklich viel zu notieren.

Als kleinen Nachtrag zu unserer Rundfahrt möchte ich noch ein paar Vögel zeigen, die wir in verschiedenen Städten im Landesinnern beobachtet haben.

Nacktzügelibis in Medellín
Schwefelmaskenyrann in Honda
Rabengeier in Honda

Leider sind einige Vögel auch sehr kamerascheu. Der Schwarzbrustspecht war weg, bevor ich mein Handy in Position hatte. Der Buntfalke ist mit seinen großen Flügeln oft auch schneller als ich mit der kleinen Kamera. Einmal bei den Wachspalmen habe ich aber doch erwischt.

Buntfalke bei Salamina

Andere Vögel scheinen geradezu um ein Foto zu betteln. Genau wie in Deutschland wohnen auch in Südamerika sehr viele Tauben in der Stadt und auf dem Land. Die Stadttaube kennt man auch aus Europa. Das Sperlingstäubchen und die Purpurtaube finden sich dagegen nur in Amerika. Noch niedlicher finde ich aber das Rosttäubchen sowie das kleine, nicht einmal handtellergroße Zwergtäubchen mit seinem braunen, gefleckten Gefieder…

Rosttäubchen posiert in Honda

An der Küste waren wir in Cartagena und in Santa Marta. Die Städte sind nicht weit voneinander entfernt. Darum haben wir dort auch ähnlich Vögel gesehen. Und zurück an der Küste zeigen sich auch endlich wieder Möwen.

Aztekenmöve hält Ausguck im Club Nautico Cartagena
Großschwanzgrackeln „bewachen“ die Boote…
Grackel(?) mit sehr großem Schnabel in Santa Marta
Silberreiher in Cartagena
Graslandtyrann auf Kunstrasen in der Marina
Dieser Nachtreiher macht seinem Namen alle Ehre

Gerade im Tayrona Nationalpark bei Santa Marta und in seiner Umgebung gibt es Unmengen an Vögeln. Wir haben dort eine Unterkunft in der zweiten Etage bekommen, von der aus man super Vögel beobachten kann. Viele sogar bei praller Mittagssonne. Zum Beispiel den Brauenzaunkönig, der immer sehr seltsam klingende Laute von sich gibt und auf den Dächern herumläuft. Doch ich gehe auch morgens auf Vogelsuche. Die Sonne ist gerade erst aufgegangen, da steige ich schon aus dem Bett und setze mich mit dem Fernrohr raus. Papa bleibt im Bett liegen. Er verpasst viele schöne Vögel. Das dunkelblau bis schwarze Jacarinitangarenmännchen hüpft beim Zwitschern immer in die Luft. Der Rotkappenspecht macht seinem Namen mit den Farben alle Ehre. Erstmals erspähe ich einen Einfarbspelzer. Die Graukopftangaren flattern für ein Foto leider zu schnell um das Haus und erinnern mit ihrem gelb-grauem Gefieder nur entfernt an Ihre schon oft gesichteten Verwandten, die blauen Bischofstangaren. Schließlich schaut mit dem Weißnackenkolibri auch ein Vertreter der kleinsten Vogelart vorbei.

Brauenzaunkönig
Rotkappenspecht
Einfarbspelzer
Bischofstangare (hier in Barichara)
???

Es gab natürlich auch alte Bekannte zu sehen. Der schon in Panama zuerst von Maila gesichtete Gelbkopfkarakara setzte sich auf einen bewachsenen Ast direkt vor den Himmel. Das Motiv war perfekt! Der Vogel war super anzusehen und blieb auch fast 10 Minuten dort sitzen. Ein Schwarm grüner Papageien, wahrscheinlich Tovisittiche, versteckte sich dagegen lieber laut krächzend in den Bäumen. Den schönen Liktormaskentyrann haben wir auch schon ein paarmal gesehen. Und Dann sehe ich noch einen mysteriösen Vogel mehrere hundert Meter entfernt auf einem Baum landen. Mit meinem Fernglas sehe ich ihn zwar, erkenne aber nur die Umrisse. Er sitzt genau mit dem Licht im Rücken. Keine Ahnung, was das für ein Vogel ist. Aber es sah trotzdem toll aus.

Gelbkopfkarakara
Liktormaskentyrann

Ich weiß, dass es hier eigentlich um Vögel geht. Aber ein anderes fliegendes Tier fand ich so faszinierend, dass es unbedingt gezeigt werden soll. Es ist ein Käfer mit dem Namen Membracics. Er hat einen schwarzem Körper und… ach, seht lieber selbst:

Natürlich haben wir auch viele schöne Schmetterlinge gesehen!

Dann sind wir in den Tayrona Park gegangen. Der Wandertag war elendig heiß. Wir alle haben geschwitzt. Doch einige Vögel wohl nicht. Ein Tukan flüchtet sich von einem Schattenplatz auf den nächsten. Die Schwarznacken-Stelzenläufer stehen mit ihren rosa Beinen im kühleren Wasser. Der Orangbauch-Schattenkolibri war so schnell unterwegs, dass der Flugwind ihn wahrscheinlich abkühlt. Sie sind diese Temperaturen wohl besser gewohnt. Leider waren ich und Papa immer zu langsam für ein Foto.

Doch nun weg vom Festland und auf das Wasser Richtung Aruba. Auf der Fahrt haben wir einige Vögel gesehen. Der Braunpelikan ist ein alter Bekannter. Ihn sehen wir inzwischen auf fast jeder längeren Route, die wir fahren. Ansonsten flog eine Königsseeschwalbe hoch über unseren Köpfen königlich entlang und ein bislang noch nie gesehener Maskentölpel begleitet uns über eine halbe Meile. Ein Weißbauchtölpel und ein Schneesichler schauen auch mal vorbei. Richtig süß war aber ein kleiner brauner Vogel, der dicht über das Wasser flatterte. Was war das bloß?

???

Das waren natürlich immer noch nicht alle Vögel, die wir in Kolumbien gesehen haben. Gelbbauchspelzer, Grünbrust-Mangokolibri, Mangrovreiher, Ohrflecktaube, Schwarzbrustspecht, Schwarzkappentangare, Schwarzschnabeldrossel, Speerreiher, Weintaube… die Liste ließe sich fortsetzen. Es stimmt wohl, dass Kolumbien das Land mit den meisten Vogelarten der Welt ist.

Für mich ist es ein Paradies!

Samuel

Samuels Vogelsichtungen in Kolumbien (1)

Wo soll ich anfangen? Es gibt sooo viele Vögel auf der Welt besonders in Kolumbien. Das Land behauptet wohl nicht zu Unrecht, die weltweit größte Artenvielfalt an Vögeln zu haben. Es gibt dort 1.727 bekannte Vogelarten! So viele haben wir zwar nicht gesehen, aber immerhin kommen wir auf eine stolze Summe von 58 Vogelarten, die ich identifizieren konnte.

Wir haben sie verteilt in Kolumbien gesehen und natürlich einige auch an mehreren Stellen. Nur leider kann ich nicht allen Vögeln Orten zuordnen. Aber ich bin fleißig gewesen und habe auf meinem Handy mitgeschrieben. Einen Vogel kennt ihr bereits schon von meinem Beitrag über die Höhlenwanderung. Den Fettschwalm.

Fettschwalm (Foto von eBird.org)

Dann bleiben wir doch erst einmal beim Rio Claro Nationalpark. Wir bewohnten dort ein Zimmer im zweiten Stock. An einem Baum etwas hinter unserem Zimmer und genau am Weg befindet sich ein kleines Kolibrinest. Es wird gerade gebaut, aber leider sehen wir die Erbauer nur einmal kurz und die Kamera ist zu weit weg.

Doch dort sehe ich noch einen anderen Vogel. Den Dickschnabelorganist. Er hing einmal über dem Nest und verschwand dann schnell. Für ein Foto reichte es nicht. Auf der Terrasse des Haupthauses mit Restaurant sehen wir auf dem Baum oft einen Tukan. Ich vermute, dass es sich bei diesem Exemplar um einen Halsbandarassari handelte. Einen Tukan, der gern Babyquetzals verspeist. Der Rücken ist ganz schwarz und der Bauch gelblich. Um die Augen hat er eine rote Färbung. Der Lange Schnabel ist unten meistens schwarz und oben orangegelb. Das Schwarze geht in zackenartigen Verfärbungen in den orangegelben über.

In Villa de Leyva haben wir noch einen Bronzekiebitz gesehen. Nur leider war er die meiste Zeit hinter Sträuchern. Sie sind wohl etwas kamerascheu. Er hat ein leicht bräunliches Gefieder an der Oberseite, ganz braune Schultern, eine schwarze Brust und einen weißen Bauch. Am auffälligsten ist die eine Feder, die vom Hinterkopf absteht.

Weiter geht es. Wir gehen den Weg durch den Park entlang und sehen immer wieder einen Vogel, der seltsam mit dem Schwanz hin und her wedelt. Wir verscheuchen ihn, aber das ist nicht so schlimm. Wir sehen die Vogelart auf dem Weg häufiger herumtanzen. Es handelt sich um den Schmätzerwaldsänger. Das Gefieder am Rücken ist unscheinbar bräunlich. Der Bauch und der beginn des Schwanzes jedoch sind ganz gelb. Das Vögelchen ist auch nicht größer als die Handfläche eines Erwachsenen.

In Barichara, der tollen Finka von Katja, bin ich immer sehr früh aufgestanden. Auch dort leben, mitten im trockenen Regenwald haufenweise Vögel. Denn es hat hier in letzter Zeit sehr viel geregnet und statt, dass alles trocken und braun ist wie in den fünf Jahren seitdem Katja dort lebt, ist es nun saftig grün.

Eine Blauringtaube läuft hier jeden Morgen und eigentlich den größten Teil des Tages auf dem Gelände umher und sucht Samen und/oder Früchte. Der blaue Ring um das Auge ist bei dieser Taube namengebend.

Auch kommt hier jeden Morgen ein Pärchen Safrangilbtangaren vorbei. Sie versuchen auch Samen vom Boden aufzulesen. Zum Glück ist genug für alle da.

männlicher Vertreter mit dem Spitznamen Bert
weibliche Vertreterin mit dem Spitznamen Berta

Ich entdecke sogar einmal einen Chocóspecht. Die Spezies hat einen braunen Rücken, eine rote Kappe und einen schwarz weiß gestreiften Bauch. Nur war er sehr schnell wieder weg. Pech.

Jeden Morgen bekomme ich von Katja einen Tee, um mich bei der anfänglichen Kälte etwas zu wärmen. Auch Mama ist dabei und schaut zu. Am zweiten Tag fliegt ein Vogel mit schwarzem Oberkörper, einem kleinen weißen Fleck an den Flügeln und einem knallig gelbem Bauch auf einen nahe stehenden Baum. Es handelt sich um einen männlichen Mexikozeisig. (ein seltsamer Name, ich weiß!)

Einen anderen Vogel sehen wir dort zum ersten mal. Den Gelbbauchspelzer. Er hat einen weißen Schnabel, einen schwarzen Kopf und dazu einen hellbräunlichem Rücken und einen schmutzig weißen Bauch.

Die ganze Zeit hören wir einen seltsamen Schrei, finden aber keinen dazu passenden Vogel. Plötzlich sieht Mama ihn. Ein Tüpfelguan schreit dort immer herum. Und nicht nur der eine schreit. Es sind bestimmt drei oder vier Tüpfelguane. Bei dem Lärm war das auch zu erwarten. Nach ein bis zwei Stunden wachen die restlichen Familienmitglieder auch noch auf und kommen zu uns.

Das Gefieder muss nach dem Gekreische geputzt werden

Am zweiten Tag taucht plötzlich noch ein großer brauner Vogel mit grauem Bauch auf. Er sitzt in dem großen Baum, in dem ich die meisten Vögel sehe, nur leider zu gut versteckt. Katja weiß, dass der Vogel auf Englich Squirrel Cukoo heißt. Im Deutschen nennt man ihn, wie ich herausgefunden habe, Eichhornkuckuck. Um Bilder von ihm zu machen, laufe ich dem hüpfendem Vogel hinterher. Ja, nicht verlesen! Dieser Vogel hüpft gern von Ast zu Ast. Und das tut er recht häufig und ist auch gut darin, weshalb ich ihn solange gejagt habe wie möglich.

Wir haben bei Katja auch Armbänder gestrickt. Da fliegt plötzlich eine Rotscheiteltangare über unseren Köpfen entlang, landet kurz und fliegt wieder weg. Sie sieht ein wenig wie die Bischofstangare aus, nur mit einem roten Kopfgefieder. Einem Rotscheitel eben.

Bei der Kaffeeplantage Alfanía sehen wir noch diverse Kolibris. Nur den Weißkinn-Saphierkolibri kann ich bestimmen, weil die anderen sich gegen das Licht hingesetzt haben. Frechheit.:-)

Auf der Seilbahnfahrt durch die Schlucht sehen wir die Trauergrackeln.

Großschwanzgrackel

Sie sehen aus wie die Großschwanzgrackel in klein, die wir in Kolumbien überall sonst gesehen haben, außer auf diesem Berg. Fast so häufig wie die Felsentauben in Deutschland. Besonders gern sind die Grackeln auf den Booten gewesen und haben ihren Kot als Dankeschön hinterlassen. Das fand der Skipper nicht so toll.

Andere Vögel, die wir ziemlich oft sehen sind die wunderschön gezeichneten Starkschnabel-Maskentyrannen

… und mächtige Rabengeier, die zu Dutzenden über den Himmel kreisen.

Die hübsche Bischofstangare ist in dieser Gegend aber nicht minder verbreitet.

So… ich glaube, das reicht für heute. Beim nächsten Mal erzähle ich euch von den Vögeln an der Küste und auf dem Meer.

Samuel

Samuel schnorchelt schon wieder

12. Juli 2021

Schon wieder schnorcheln? Langsam wird es echt langweilig will man meinen, aber nichts da! Wir sind in Coco Banderas und lassen die Badeplattform ins Wasser. Anfangs spielen wir ein wenig mit der Badeplattform und fahren später mit dem Dinghy zu einem der uns umgebenden Riffe. Dort angekommen schlage ich den Anker in den drei bis vier Meter tiefen Boden. Mama und Maila kommen aus dem Dinghy und der Schnorchelausflug beginnt.

Wir sehen einige Tiere, die wir auch schon vorher gesehen haben. Zum Beispiel den Braunpelikan oder die Hirnkoralle. Auch Tannenbaumwürmer und eine Seenadel sehen wir wieder. Die gelb gestreiften Grunzer und die rot-schwarzen, gefährlich aussehenden Fische sind ebenso wieder da wie Papageifische und Blaukopfjunker. Wir haben auch einen Fisch gesehen, der meine Kamera angegriffen oder zumindest versucht hat, sie zu verscheuchen.

Es gibt aber auch wieder einige neue Fische. Beginnen wir mit einem grauen Fisch. Er ist sehr dünn und an der Hinterflosse ganz gelb. Von oben bis unten verläuft auf Augenhöhe eine schwarze Linie. Im ganzen ist er ca. 5 cm hoch würde ich sagen.

Ein anderer Fisch, den wir gesehen haben, ist ganz gelb und die Schwanzflosse ist durchzogen von braunen Streifen. Die sich vom oberen bis zum unteren Teil hinziehen

Auch neu ist ein Fisch, der ganz blau ist und nur in der Mitte des Körpers zwei hellere von oben zur Mitte verlaufende Streifen hat. Alle Flossen sind ein wenig dunkler als die Streifen von oben aber heller als der Körper. Ein ähnlich großer Fisch, aber deutlich moppeliger, ist am Grund. Seine Haut ist hellbraun mit lauter dunkelbraunen Streifen, die willkürlich über den Körper verlaufen.

Sehr viel kleinere, auf den Hirnkorallen lebende Fische haben wir bislang auch noch nicht gesehen. Sie sind ganz golden und heben sich kaum vom Untergrund ab.

Das nächste Ziel ist eine Sandbank zwischen zwei Inseln. Ich schwimme, Mama und Maila fahren mit dem Dinghy. Dort angekommen sehen wir haufenweise riesige Muscheln. Auch den Damselfish sehen wir dort wieder.

Ich hole eine solche Muschel hoch und Mama nimmt das Monsterding in die Hand. Wir hätten sie gern mitgenommen, wenn dieser Gestank von Tod und Verderben und noch mehr Tod und einer großen Menge Verwesung nicht wäre. So fliegt sie wieder ins Wasser.

Wir fahren zurück zum Boot und unser Schnorchelausflug ist zu Ende.

Samuel

Samuel schnorchelt im Swimming Pool

3. Juli 2021

In einem Swimming Pool sieht man doch keine Tiere. Werdet ihr vielleicht denken. Das stimmt auch, nur liegt die Samai ja nicht in einem Swimming Pool sondern in einer Bucht. Sie heißt ganz zufälligerweise Swimming Pool. In Buchten gibt es auch mehr Tiere, über die ich berichten kann als in einem Swimming Pool.

Begonnen hat alles mit dem ersten Schnorcheln. Ich steige ins Wasser und tauche die drei Meter bis zum Grund. Dort liegen riesige Muscheln.

Als Maila und Mama ebenfalls reinkommen wollen, sehe ich eine Bewegung. Ich drehe mich zu ihr um und mein Puls wird schneller. Das Adrenalin durchflutet meinen Körper und ich kriege nur noch schwer Luft. Äußerlich lasse ich mir nichts anmerken, aber meine Gedanken rasen. Vor meinen Augen schwimmt ein Hai entlang. Er hat eine lange Schnauze und einen sehr dicken Bauch. Sein Schwanz wird dann wieder dünn. Er sieht äußerst unförmig aus und gar nicht wie die Haie auf Galápagos. Dort wurde uns auch gesagt, dass die Haie nichts tun würden. Hier weiß ich das nicht.

Der Hai umkreist unser Boot. Ich habe bereits ein paar Bücher über Haie gelesen und weiß, dass man sich ruhig verhalten soll. Genau das tue ich auch. Die Kamera habe ich leider nicht mit unter Wasser, sodass ich kein Bild machen kann. Als die Kamera endlich da ist, ist der Hai wie vom Meer verschluckt. Papa kommt auch noch mit rein und findet den Hai. Er erzählt uns im Nachhinein davon. Währenddessen bin ich immer wieder hinuntergetaucht um die Muscheln und die dort lebenden Fische zu fotografieren.

Als wir von Land abgewiesen wurden, sind wir zu einem Korallenriff gefahren, das auch noch im „Swimming Pool“ liegt. Papa und ich wurden von den Frauen zu dem Riff gebracht und sind abgesprungen. Uns empfängt ein eher trostloser, sandiger Anblick. Das Korallenriff liegt ja auch noch etwa 20 Meter neben uns. Die Kamera ist bei diesem Schnorchelgang fast im Dauereinsatz. Wir sehen Fische, die zur sogenannte Gruppe der Grunzer gehören. Auch viele andere kleinere Fische.

Wir schwimmen gegen die Strömung und entdecken plötzlich einen Rochen. Maila hat auch schon am Vortag einige Rochen am Meeresgrund gesehen, aber die waren mehr bräunlich. Der jetzt war schwarz mit hunderten weißen Punkten. Einen solchen Rochen haben wir schon mal gesehen. In der Mangrovenfahrt auf Galápagos. Maya hat in dem Zusammenhang den Namen Adlerrochen erwähnt. Einen solchen Rochen haben wir auch jetzt vor uns. Er gleitet elegant durch das Wasser. Am Anfang seines Schwanzes befindet sich ein Giftstachel, der deutlich zu sehen war. Ich knipse Fotos und mache Videos.

Großer Rochen vom Boot aus
Adlerrochen beim Schnorcheln

Als er uns wieder verlassen hat, lassen wir uns mit der Strömung zurücktreiben. Plötzlich sehe ich eine Koralle am Boden, die die Form eines Riffhais hat. Ich deute darauf und die Koralle bewegt sich. Es war offenbar doch keine Koralle sondern ein echter Riffhai, der sich auf dem Meeresboden ausgeruht hat.

Er schwimmt weg und wir tun es ihm gleich. Der Weg zur Samai ist nicht so weit, weshalb wir zurück schwimmen. Auf dem Rückweg sehen wir einen Schwarm kleiner Kalmare sowie am Boden einige Seegurken oder so etwas in der Art.

Zum Schluss dieses Artikels möchte ich noch einige Informationen über die Tiere geben, die wir ohne Zweifel identifizieren können.

Adlerrochen: Der Adlerrochen zählt zur Gattung der Aetobatus und zu dem Stechrochenartigen. Das Verbreitungsgebiet der Adlerrochen ist Weltweit in allen tropischen und subtropischen Meeren

Riffhai: Es gibt vier Arten von Riffhaien. Den Grauen Riffhai, Karibischen Riffhai, den Weiß- und Schwarzspitzen-Riffhai. Alle Arten bis auf den Weißspitzen-Riffhai gehören zur Gattung der Carcharhinus. Der Weißspitzen-Riffhai gehört zur Gattung der Triaenodonen und wie die anderen drei Riffhaiarten zur Ordnung der Grundhaie. Sie alle werden auch zur Familie der Requiemhaie gezählt.

Unser Schnorchelgang im Swimming Pool war also durchaus mit einigen Schockmomenten verbunden, aber das Gefühl mit einem Hai zu Schwimmen ist einmalig!

Samuel