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Perlen der Weltmeere (2): Penzance und Newlyn (UK)

Es gibt Häfen, da passt einfach alles. Maritimes Flair, Qualität der Liegeplätze, sanitäre Einrichtungen, Strom, Wasser, Nachbarboote, Hafenpersonal, sogar das Wetter. Alles zusammen ergibt ein harmonisches Gesamterlebnis, das eines Segler Herzen höher schlagen lässt und sich in das Langzeitgedächtnis einbrennt. In den Farben des Regenbogens, mit Blümchen, Sonnenschein und Schäfchenwolken.

Und dann gibt es Häfen, die sich aus ganz anderen Gründen in das Langzeitgedächtnis einbrennen. Eher in Grautönen, mit Unkraut (gerne auch im Wortsinne) und Stratusbewölkung. Perlen der Weltmeere!

Penzance

Position: 50°07,03‘N / 005°31.81‘W

Manch eine Perle ist scheu. Sie lässt die Muschel geschlossen und gewährt Besuchern nur zu ausgewählten Zeiten Einlass. So auch Penzance. Die Tore des Hafens öffnen sich abhängig von den Gezeiten nur von HW-2 bis HW+1. Entweder lässt man sich im angrenzenden, bis gut 1,5m trocken fallenden offenen Becken nebenan nieder oder wartet an einer der bereit liegenden Bojen. Nachdem wir von letzterer wieder losgemacht, den einlaufenden kleinen blauen Frachter abgewartet und den Molenkopf mit dem von Anglern dezent aber bestimmt eingeforderten Abstand passiert hatten, wurden wir schon freundlich winkend mit „Hello Skipper!“ empfangen.

Ernsthaft: die Hafenmeister sind super!!!

Immer ein freundliches Wort und eine helfende Hand weisen Sie uns einen Platz als fünftes Boot im Päckchen direkt bei der Einfahrt zu. Obwohl… einige der Innenlieger als Boot zu bezeichnen wäre tendenziell eine Beleidigung für all die schönen Boote auf den Meeren der Welt. Nun ja, wenigstens schwimmen sie noch und der Pflanzenbewuchs auf dem rostigen, vor sich hin verfallenden Deck hat anscheinend keinen nennenswerten Einfluss auf den Trimm. Nennt man das noch „pittoresk“ oder doch eher „heruntergekommen“? Jedenfalls muss man sich keine Gedanken darüber machen, mit seinen Fußkleidern das Deck anderer Wasserfahrzeuge dreckig zu machen… anders herum wird schon eher ein Schuh daraus.

Historisch oder Schrott?

Zurück zu den Hafenmeistern. Für sie scheint das Hafenbecken ein eigener kleiner Verschiebebahnhof zu sein. Einlaufende Boote werden immer genau an den Platz verbracht, auf dem man sie haben möchte. Zur Not fahren Sie mit ihrem kleinen orangenen Hafentender umher und ziehen schnell mal die zwei äußeren Boote eines 4’er-Päckchens weg, damit der Neuankömmling sich dazwischen quetschen kann. Auch für den nächsten Morgen ist eine ähnliche Aktion vorgesehen.

Hafen-Tetris

An eben diesem frühen Morgen liegt der Skipper noch gemütlich im Bett und hat mal wieder komische Träume. Das kommt ja schon hin und wieder mal vor. Aber ein so penetrantes Piepen erträumt man sich doch eher selten. Kein Wunder, ist es schließlich der verzweifelte Versuch des nach Erholung suchenden Unterbewusstseins die vielfältigen Geräusche der Umgebung unauffällig in die Ruhephase einzubauen. Und da Kräne sowie sonstige Gefährte beim Entladen auch kleinerer Frachter nun mal gerne vor sich hin piepen, so piept es also nun auch in der Traumwelt.

Unser ganz besonderer Dank aber gilt Adrian, dem Trans Ocean Stützpunktleiter hier in Penzance. Hilfsbereit hat er zwei wichtige Postsendungen angenommen, ist für einen Plausch zum Pier gekommen und hat sogar angeboten, uns bei Bedarf gerne irgendwohin zu fahren. Gut zu wissen, dass es solche Stützpunkte rund um den Globus gibt. Und ganz bestimmt harmoniert da auch hin und wieder mal das maritime Flair mit der Qualität des Menschen vor Ort.

Skyline von Penzance

Position: 50°06,20‘N / 005°32,81’W

Newlyn schmiegt sich nur 1sm südlich an die malerische Küste im Südwesten Englands. Vor einigen Jahren war ich mit der Antares von Segelreisen Berlin auf einem Kojencharter-Törn von Dublin nach Plymouth hier. Wir kamen von den Isles of Scilly und suchten eine Bleibe für die Nacht. Die Wahl fiel auf dieses Kleinod.

Wichtig zu wissen ist, dass Fischer hier grundsätzlich priorisiert sind. Gegebenenfalls muss der Segler sich verholen. Überhaupt prägt das Fischereigewerbe diesen Ort. Auf die Frage nach einer Dusche führte uns der freundliche Hafenmeister quer über einen auch über die Nase deutlich identifizierbaren Hof zur Fischverarbeitung zu einer Tür am Rande der zugehörigen Halle, öffnete Sie und präsentierte lächelnd den „Sanitärbereich“. Bis 22 Uhr könne er uns die Tür offen lassen, danach müsse er jedoch abschließen, damit sich keine ungebetenen Nachtschwärmer darin verirren. Keiner brachte es über das Herz zu sagen, dass er im Grunde auch sofort wieder abschließen könne. Alleine die Vorstellung, sich in dieser Räumlichkeit seiner Kleidung zu entledigen war befremdlich. Von Duschen brauchen wir da gar nicht erst zu reden.

Anlieger scheinen es mit der Kleidung da mutmaßlich lockerer zu nehmen. Am Abend stolzierten zwei Damen mit selbst für englische Verhältnisse sehr kurzen Röckchen über den Pier und wurden von helfenden Händen auf das gegenüber liegende Fischerboot geleitet. Hmmm… ist es das, was wir denken? Beim Frühstück am nächsten Morgen sahen wir jedenfalls genau diese zwei Damen in eben diesen kurzen Röckchen wieder von Bord kommen. Aber vielleicht war es ja auch nur eine ausgiebige Pokerrunde.

Auch wir verließen kurze Zeit später diesen Hafen und hatten wieder eine eher in Grautönen im Langzeitgedächtnis eingebrannte Erinnerung.

Englischer Sommer

Der Solent. Das Mekka des Segelns zwischen dem Englischen Festland und der Isle of Wight. Wir liefen an einem Donnerstagmittag mit Weststrom aus Portsmouth und waren mitten drin im Regattazirkus. Mitten in der Woche. Haben die denn alle keine Arbeit? La Skipper am Steuer war jedenfalls der Verzweiflung nahe, als aus allen Richtungen immer wieder mehr oder weniger bunte Segel und dazwischen auch gerne mal eine Fähre unsere Route zu kreuzen schienen. Natürlich waren wir gegen den Wind unter Motor grundsätzlich ausweichpflichtig und so hat unser Track im Plotter auch nicht viel mit einer Geraden gemein. Bei den Needles war es dann endliche ruhiger. Also was die anderen Boote angeht. Das Wellenbild vor dieser berühmten Landmarke war eher konfus.

The Needles

Als wir dann wieder mehr oder weniger offene See erreicht hatten, sollte nun endlich der Wassermacher in Betrieb genommen werden. Also erstmal gem. Anleitung gründlich gespült und dann die Pumpe angeschaltet. Hmmm… die hört man ja gar nicht. Und irgendwie passiert da auch gar nichts. Kein Wunder, hatten sich dank loser Kabelschuhe doch zwei Kabel gelöst. Dumm nur, dass es da vier Anschlussmöglichkeiten gibt und sich die Anleitung in diesem Punkt ausschweigt. Schließlich fand ich ein Foto, auf dem man mit viel gutem Willen erkennen kann, auf welche Pins die Kabel gehören. Kabelschuhe enger gemacht, Stecker aufgesetzt, Wassermacher eingeschaltet und nun gab er auch Laut und schließlich sogar Süßwasser von sich. Als erstes wurden über den Auslassschlauch die Kanister gefüllt. Dann habe ich den Hebel unter der Spüle umgelegt um das Wasser direkt in den Wassertank umzuleiten. Der Blick auf die Tankanzeige einige Zeit später brachte jedoch keine Veränderung. Und das bei einem „Fördermenge“ von ca. 1l pro Minute. Bodenbrett rausgenommen, Blick in die Bilge, Schwimmbad vorgefunden, dummes Gesicht gemacht. Die Quelle war hinter dem Schaltpanel, da hatte sich eine Schlauchverbindung gelöst und insgesamt über 20l Wasser in die Bilge entlassen. Dabei handelt es sich aber offensichtlich um eine Sollbruchstelle, die bei einer Verstopfung vermeiden soll, dass der Druck in den Wassermacher zurückschlägt. Der wahre Übeltäter war der Umschalthebel unter der Spüle. Eine Stellung öffnete „Wassermacher – Schlauch“. Die andere dagegen öffnete „Wassertank – Schlauch“ und verschloss damit den Ausgang des Wassermachers. Das erklärt dann auch, warum beim letzten Mal Wasser bunkern das kühle Nass den Weg vom Tank über den Schlauch in die Bilge gefunden hatte. Zum Glück ließ sich der Hebel leicht ohne weitere Umbaumaßnahmen umstellen.

Torquay… findest Du unsere Samai?

Nach knapp 50sm fiel der Anker in der kreisrunden Lulworth Cove. Allerdings stand hier schon bei dem aktuellen Westwind ein etwas unangenehmer Schwell. Für den nächsten Tag sollte der Wind dann auf Süd drehen (also direkt auf die Nase… wohin denn auch sonst?!) und im Laufe des Tages auffrischen. Damit war die Bucht keine Option für längeres Verweilen und schon kurz nach Mitternacht ging es mit dem Strom nochmal gut 50sm weiter Richtung Westen nach Torquay. Die Englische Riviera. Sommer, Sonne, Strand und Spaß im milden Wasser unter blauen Himmel. Also eigentlich. Wir wurden am frühen Morgen dagegen mit 5 Bft. Südwest, tieferhängender, geschlossener Wolkendecke und Nieselregel empfangen. Der Englische Sommer zeigte sein schönstes Gesicht. Das Softeis mit Flake schmeckte trotzdem.

Doch noch sonniges Segeln in der Englischen Riviera

Immerhin klarte es am nächsten Tag etwas auf und als es weiter ging, schien tatsächlich zeitweise mal die Sonne. Nur der Wind wehte mal wieder nicht so, wie er sollte. Ob der kurzen Tagesstrecke kreuzten wir tapfer bis kurz vor „Start Point“ bevor uns dann wiederum die „Eiserne Genua“ (aka Motor) Richtung Salcombe brachte. In der „Sunny Cove“ fiel zwischen anderen Motorbooten und zwei kleinen Seglern der Anker. Auf erneute Hafengebühr konnten wir gut und gerne verzichten. Entsprechend ungläubig schauten wir auf das kleine Boot, das etwas später zwischen den Ankerliegern kreiste. Es hatte die Aufschrift „Harbour Master“. Und ja, der gute Mann wollte tatsächlich Geld dafür, dass wir autark vor Anker die Nacht hier zu verbringen gedachten. Immerhin waren es „nur“ 12 Pfund. Und er hat sogar unsere von vor vier Jahren übrig gebliebenen Guernsey-Pfund angenommen… eine Währung, die auf dem Englischen Festland sonst eher nutzlos ist.

Über den Strandausflug in dieser schönen Bucht werden wir dann bei nächster Gelegenheit gemeinschaftlich berichten…

Auf nach England!

Nun ist also auch mal wieder der Skipper dran, an dieser Stelle einen Beitrag zu leisten. Die Kinder waren in den letzten Tagen echt fleißig. Was bleibt mir da noch zu erzählen? Einige Dinge werden sich vielleicht wiederholen, aber vielleicht gibt es ja doch noch einige kurzweilige Geschichten zu erzählen.

Klippen bei Dover

Ja, wir haben tatsächlich unseren ersten langen Schlag gemacht. Vor Texel wurde Vollzeug (also Großsegel und Fock) gesetzt und knapp 300sm später erst nach gut 48 Stunden Segeln direkt vor Portsmouth wieder geborgen.

Ursprünglich wollten wir uns südlich der ganzen Verkehrstrennungsgebiete im Englischen Kanal halten und dann spontan entscheiden, ob wir nach links (Frankreich) oder rechts (England) fahren. Bei dieser Frage scheiden sich ja ohnehin die Geister. Nun haben wir das Boot aber vor gut vier Jahren in Frankreich abgeholt, in Englischen Gewässern war es dagegen noch nie. Daher fiel die Entscheidung für letzteres doch schon recht früh vor der Niederländischen Küste. Damit wäre die ursprünglich geplante Route aber ein Umweg von gut und gerne 20sm geworden. Folglich haben wir dann an der Engstelle zwischen Dover und Calais doch den Kanal gekreuzt… nur kurz nach einen allgemeinen Funkspruch der „Coast Guard“, in dem alle (insb. Handels-) Schiffe aufgefordert wurden, jedwede Besonderheit zu melden. Als Beispiel wurden ausdrücklich querende Sportschiffe genannt. Im Endeffekt war es aber sehr entspannt.

Ein besonderes Erlebnis waren natürlich die Nachtschläge. Das haben wir als Familiencrew auf der Samai bisher ja eher selten gemacht (ich erinnere mich eigentlich nur an Bornholm – Klintholm vor einigen Jahren). Doch im Gegensatz zu vielen meiner früheren Nachtschläge war ich dieses Mal nicht alleine in der Pflicht. Die erste Nacht war es nur Samuel, doch in der zweiten Nacht weigerte sich dann auch Maila vehement ins Bett zu gehen. So haben die zwei also gut zugedeckt draußen geschlafen. Und so leid es mir für meinen tapferen Sohn auch tut… ja, er hat wirklich auch mal geschlafen und nicht nur gedüselt! Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass er sein „düseln“ in beiden Nächten für die Begutachtung der rot blinkenden Windparks kurz unterbrochen hat.

Montagmorgen dann in Portsmouth angekommen haben wir einen Blick in die Marina bei den Gunwharf Quays geworfen… die einzige Anlegemöglichkeit auf der östlichen Portsmouth-Seite. Ich war gerade kurz unter Deck, als mich die eindringlichen Rufe von La Skipper ans Steuer riefen. Der Rückwärtsgang funktionierte nicht, der Gashebel blockierte, er ließ sich schlichtweg nicht richtig nach hinten legen. Schnell gedreht und raus aus dem Hafen, eine freie Boje erspäht und erstmal festgemacht. So ein Mist!

Immerhin hatte ich ja knapp zwei Stunden geschlafen, da kann man sowas schon mal gebrauchen. Diverse Telefonate mit Nils (nochmals Danke!), Volvo, der nahegelegenen Haslar Marina und wenig später lagen wir längsseits im Hafen und hatten für den Folgetag einen Volvo-Mechaniker an Bord vereinbart. Sowas ist ja echt günstig: nur 150 Pfund Anfahrt und dann nochmal 150 Pfund je Stunde. Und dann wissen wir vielleicht was los ist. Die schlimmste Option wäre, dass das Boot für eine Reparatur des Saildrive aus dem Wasser muss.

Nun ja, wenn man müde ist, dann dauern die Gedankengänge schon mal länger. Bei der Hafeneinfahrt hatte ich bemerkt, dass der Rückwärtsgang wohl doch reingeht, ich aber kein Gas mehr geben kann. Dagegen funktionierte das über denselben Bowdenzug (also die Verbindung zwischen Motorhebel an Deck und Motor unter Deck) vorwärts und ausgekuppelt sehr gut. Vielleicht doch etwas in der Mechanik des Schalthebels? Ok, Steuerbordkompass abgenommen und hinter die Fassade geschaut. Kinnlade runter. Das ist jetzt nicht wahr! Hat sich da tatsächlich die Spitze einer Angelrute in der Mechanik verhakt? Ich hatte ein paar Tage vorher versucht im Technikraum Ordnung zu schaffen und dabei halt auch diese Rute hinten verstaut, die sich im Schaukeln der Wellen nun so ungünstig verschoben hatte. Dann aber doch große Erleichterung. Keine große Sache. Dieses Problem kann ich sogar ganz alleine beheben. Nur noch schnell den Volvo-Service abbestellt und dann doch recht früh ins Bett. Für mich recht ungewöhnlich habe ich mich gegen 17 Uhr mit den Worten „nur für eine halbe Stunde“ zurückgezogen… und war bis zum nächsten Morgen nicht mehr gesehen.

Ausblick zum Historic Dockyard

Dienstag stand dem geplanten Sightseeing dann leider eine Unpässlichkeit von La Skipper entgegen, so dass wir einen reinrassigen Hafentag eingelegt haben. Immerhin wurde die berüchtigte 2do-Liste gekürzt. So ist nun die H50 Handfernbedienung für das Funkgerät in der Pflicht angebracht, und wenn man schon an den Kabelkanälen ist, dann kann man ja auch gleich die Verbindung von der Naviecke zu der externen Antenne für das Satellitentelefon am Heckgeräteträger verlegen. Leselampe in Heckkabine repariert, Sicherheitsnetz im Schapp unter der Pantry angebracht, aufgeräumt… so verging der Tag.

Nur das Problem mit meinem Handy ließ sich leider nicht beheben. Irgendwo vor den Niederlanden hat eine überkommende Welle durch die Leinenführung etwas Wasser hinter die Sprayhood gebracht. Da lag mein Handy. Es wurde nur an der Unterseite ein wenig nass, aber das reichte. Seitdem lässt es sich nicht mehr laden. Auch nach einem Wechsel der Ladebuchse nicht. Der Experte meinte, dass es wohl ein Problem mit dem Mainboard sei… kann man wechseln, braucht aber Zeit. So bin ich nun also auf ein altes, erst von Sandra, dann von Samuel aussortiertes iPhone 5 umgestiegen. Fast schon nostalgisch.

Mittwoch sind wir dann doch noch mit der Fähre auf die andere Seite nach Portsmouth gefahren. Doch über den Spinnaker Tower muss ich nach den Beiträgen der kreativen Kinder wohl kein Wort mehr verlieren. Abends haben wir uns dann unseren ersten Restaurantbesuch im grünen Feuerschiff gleich nebenan gegönnt: Fish & Chips mit Ausblick für die ganze Familie. Also das können sie wirklich gut hier in England.

Samai vor dem Feuerschiff

Maila auf dem Spinnaker Tower

Ich bin in Portsmouth. Das ist in England. Da sind ein ganz berühmtes Schiff (die Victory von Lord Nelson bei Trafalgar) und ein berühmter Tower, nämlich der Spinnaker Tower. Da war ich drauf. 170m hoch war der, aber er hatte eine Spitze und wir konnten nicht ganz nach oben. Im Fahrstuhl haben wir einen Druck auf den Ohren gespürt. Es gab drei Etagen, aber wir sind nur in zwei Etagen gegangen, weil eine Etage ein Café-Ding war. Und beim Runterfahren haben wir auch etwas auf den Ohren gespürt.

Und es gab eine Stelle, da war unter unseren Füßen Glas. Zum Glück hat das Glas gehalten. Aber es war trotzdem sehr gruselig. Ich habe mich fast die ganze Zeit festgehalten. Außer ganz am Ende. Da bin ich ganz ohne Festhalten in die Mitte gegangen und Papa hat ein Foto gemacht von mir. Es ging ganz weit nach unten.

Anfangs habe ich mich nicht getraut aber Samuel und Mama und Papa sind sofort draufgegangen. Mama hat sich erst am Geländer festgehalten, aber dann ist sie einfach übers Glas gelaufen. Es gab so eine abgegrenzte Station da musste man so eine Brille aufsetzten und so Dinger in den Händen halten und dann denkt man, man ist auf so einem Balken auf dem Tower und man muss so eine Glocke schlagen (Virtual Reality). Der Spinnaker Tower war sehr teuer und das alte Schiff war ganz teuer. Deswegen haben wir uns nur den Tower angeguckt. Wir hatten eine wunderschöne Aussicht vom Tower. Da waren auch ganz viele andere Militärschiffe. Wir haben sogar einen Flugzeugträger gesehen.

Maila

Ein schöner Ausflug in Portsmouth

Heute sind wir mit der Fähre über das Wasser zum anderen Ufer gefahren. Dort haben wir den Spinnaker Tower besucht. Der ist 170m hoch und hat drei Etagen: die erste auf 100m, die zweite und dritte ungefähr auf 105m und 110m. Es ging mit dem Fahrstuhl nach oben und wir haben Druck auf den Ohren gespürt. Auf der untersten Etage gibt es eine Stelle, wo der Boden aus Glas ist. Da kann man rüber laufen und man guckt 100m in die Tiefe. Direkt unter die eigenen Füße.

Der Glasboden… ganz schön tief!

Maila hat sich anfangs nicht getraut, aber dann ist die doch draufgegangen. Zuerst nur mit am Geländer festhalten, aber am Ende ist sie tatsächlich in die Mitte gegangen. Ohne sich festzuhalten! Und sie guckte sogar runter!! Die zweite Etage ist ein Café, wo wir nicht drinnen waren. Die dritte Etage ist so eine Art Garten wo es sogar Liegestühle gibt. Man hat einen sehr guten Ausblick von allen Etagen.

In der Nähe unseres Hafens liegt ein riesiger Flugzeugträger. Vom Hafen aus sieht er klein aus, doch als ich ihn von oben gesehen habe, war er plötzlich viel größer. Und ich habe ihn mir immer kleiner vorgestellt. Von unserem Liegeplatz sehen wir auch den Spinnaker Tower. Nachts ist er beleuchtet und sieht dann mega-schön aus.

Der Spinnaker Tower bei Nacht

Samuel