Lissabon (3) – Belém

Die Einfahrt nach Lissabon wird uns in lebhafter Erinnerung bleiben. An der Küste noch mangels Wind gemotort, hatten wir erst am Kap wieder ausreichend achterlichen Wind, um die Fock rauszuholen. Für das Groß war ich in dem Moment zugegebenermaßen zu faul, hatte eben dieses1 aber auch nicht bereut, als uns kurze Zeit später aus dem Nichts Böen mit bis zu 38kn (also guten 8 Windstärken) beglückten. Dazu noch ein kräftiger Ebbstrom des Tejo, die letzten Meilen hatten sich echt gezogen. Doch bei maximal 3kn Fahrt über Grund hatten wir wenigstens genügend Zeit, eine über den ganzen Fluss reichende Rauchwolke ebenso zu bestaunen, wie uns die passierten Sehenswürdigkeiten in Belém vom Wasser aus anzuschauen. Andere müssen dafür extra eine Bootstour oder auch Sightseeing im Amphibien-Bus(!) buchen.

Rauch über dem Tejo

Auch wir waren einige Tage später als klassische Touristen in Belém. Die Kinder verfolgten am Torre Krebse…

… auf die kleine Plattform des Padrão dos Descobrimentos (Denkmal der Entdeckungen mit Heinrich dem Seeefahrer) brachte uns glücklicher Weise ein Fahrstuhl…

… und dazu war auch noch Markt, auf dem unser Nachwuchs – wenig überraschend – fündig wurde. Und natürlich gab es wieder abschreckend lange Menschenschlagen bei von uns dann wieder einmal nur von außen betrachteten Attraktionen. Aber mal ehrlich, selbst wenn eine Patisserie in fast allen Reiseführern für Ihre ganz besonderen Pastéis gelobt wird… so gut kann dieses kleine, überteuert Leckerli nicht sein, dass wir uns an eine bestimmt 50m vor das Geschäft reichende Schlange anstellen.

Und dann begab es sich auch noch, dass wir in der Straßenbahn von Belem zum Hafen dieselben deutschen Touristen wie am Vorabend in der U-Bahn trafen. Da waren sie noch zu Winken zu „Mein Schiff 3“ gefahren, jetzt hatten sie eine Patisserie-Tüte in der Hand. So langsam wurde es echt Zeit, hier weg zu kommen.