Kurz vor Stavanger!

Jetzt sind wir also fast da. Die Fahrt über den Skagerrak ist geschafft. Wie schon befürchtet zwar nur unter Motor, aber dafür sehr entspannt. Teilweise war es fast schon das Gefühl, auf dem Wannsee zu schippern. Das mit dem Segeln hatte in Dänemark ja wunderbar geklappt. Immer ein schöner Westwind in verschiedenen Stärken, auch recht wechselhaft mit nassen Überraschungen, aber alles in allem ein wunderbarer Segeltörn. In Norwegen schnellt dagegen der Dieselverbrauch in die  Höhe. Wenig Wind und wenn, dann aus der falschen Richtung. Für die nächsten Tage ist weitgehend Flaute angesagt… einzige Ausnahme sind die 6-7 Bft. in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, die wir dann im Hafen „genießen“ werden.

Noch ein Wort zu den Hafengebühren in Norwegen. Diese kann ich nur lobend erwähnen. Währen wir die letzten zwei Nächte in Dänemark jeweils 38€ blechen durften, fahren wir hier ausgesprochen günstig. Die erste Nacht lagen wir – lieb nachgefragt – kostenlos am Privatsteg eines Supermarktes, danach in Flekkefjord die erste Nacht gratis, die zweite Nacht 5,50€ am Parkscheinautomaten bezahlt, letzte Nacht vor Anker und hier in Tananger zahlt man für eine Allures 39.9 (also unter 40 Fuß) ca. 11€. Da kann sich so mancher Ostseehafen mal ein Beispiel dran nehmen :-)

 

Vor dem Absprung…

Also eigentlich ist es ja nur ein kleiner Hüpfer über den Skagerrak. Aber so gnädig (wenn auch nicht lieb… doch dazu nächstes Mal mehr) der Wettergott auf der Überführung von Kühlungsborn nach Stavanger bisher war, so öffnet er uns nun auch noch ein Wetterfenster Richtung Norwegen. Ok, segeln wäre zwar schön und hat bisher auf wunderbar funktioniert… aber die nächsten 130sm werden wir wohl als Motorboot zurücklegen. Wie auch immer, diese Option in einem windarmen Skagerrak ist uns immer noch um einiges lieber als gegen die vorherrschenden starken Westwinde der letzen und später folgenden Tage anzugehen. Das nächste Mal dann aus Norwegen!

P.S. Impression aus Korsør…

Die Arbeit vor dem Vergnügen…

Dazu gehört sicherlich auch das Bunkern von Proviant. In wenigen Stunden schon heißt es „Leinen los“ Richtung Norwegen. Und dieses Land ist wahrlich alles andere als preiswert. Also werden die einheimischen Discounter geplündert und unsere Samai liegt nun einige Zentimeter tiefer. Das Bild zeigt den Zustand vor dem Einräumen… nur die ohnehin schon unterbrochene Kühlkette eines kleinen Teils der Einkäufe wurde da schon wieder hergestellt. Das wirklich faszinierend ist aber immer wieder, wie all diese Sachen sang und klanglos in den Stauräumen verschwinden… und manchmal findet man bei solch einem Einräumen auch nette Kleinigkeiten, von denen man schon vergessen hatte, dass sie an Bord sind ;-)

Nun gut, die Nacht wird kurz und die Überführung Kühlungsborn – Stavanger hinreichen lang. Ok, nicht für die „echten Langfahrer“… aber da wollen wir ja auch erst noch hin!

In diesem Sinne freue ich mich auf einen schönen Sommertörn…

EM-Viertelfinale im Regen…

Nach drei Wochen endlich mal wieder an Bord, doch der Wettergott meint es nicht allzu gut mit uns. Etwas weniger Regen wäre schön für Public Viewing, so werden wir das Spiel aber überdacht schauen. In der Zwischenzeit entspannt sich jeder auf seine Weise: Sandra liest, Samuel spielt iPad und Maila genießt den schönsten Platz, den man in solchen Momenten finden kann… unter der Sprayhood eingekuschelt auf dem Niedergang!

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