„It’s a beautiful day…


The sun is shining
I feel good
And no-one’s gonna stop me now, oh yeah“
(Queen, 1980)

Guten Morgen!

Ushuaia, 9. April 2020

Tja, schön wär’s. Gestern gab es zwar tatsächlich einen wirklich schönen, sonnigen Tag. So ein wenig gestoppt werden wir aktuell aber schon. Wie die ganze Welt. Also fast. Zwei Segelboote haben es tatsächlich geschafft und Ihr Zarpe, also die offizielle Genehmigung zur Weiterfahrt erhalten. Die Selma macht sich von hier aus direkt auf den Weg nach Polen (evtl. Zwischenstopp auf den Azoren… falls möglich) und die Fernando fährt nach Brasilien. Für beide Schiffe ist das jedoch nur im Rahmen einer Rückkehr in die jeweiligen Heimatländer möglich, die den Argentinischen Behörden dann auch noch schriftlich bestätigen mussten, dass sie Ihre Bürger bei Ankunft auch aufnehmen würden.

Vorne rechts lagen gestern noch zwei große rote Segelboote… gute Fahrt!

Genau so eine Bestätigung bräuchten wir von Chile… werden uns also nach dem Honorarkonsul in Ushuaia nun also auch mal an unsere diplomatische Vertretung in Chile wenden. Die Hoffnung stirbt bekannter Maßen zuletzt.

So genießen wir hier die vorerst letzten warmen Tage, bevor die Temperaturen zu Ostern bis zum Gefrierpunkt runtergehen und es sogar schneien soll. Das mit dem Wind soll leider so bleiben, wie es schon die letzten Tage war. Die aktuell nur von einigen Atempausen durchzogene Standardvorhersage lautet:

Wind 2-3 Bft. mit Böen bis zu 9-10 Bft.

Und so ist es dann auch. Alles liegt ruhig in der Sonne, doch auf dem Wasser kann man schon die Böe rankommen sehen. Der gestrige Spitzenwert waren 52kn (96 km/h)… von der Seite. Ein abendliches Asado haben wir uns trotzdem nicht nehmen lassen.

Den beiden gestern gestarteten Segelbooten wünschen wir alles Gute auf Ihrer wochenlangen Fahrt und auch allen anderen Seglern die in diesen Zeiten notwendige Gelassenheit. Nach dem, was wir in Blogs so lesen, scheint ja zumindest die Verpflegung überall gesichert, teilweise sogar durch Lieferservice. Also wir müssen selbst zum Supermarkt stiefeln (… bekommen dafür aber immer die Marmelade, die uns schmeckt ;-). Die nächste Sorge gilt der Sicherheit und Gesundheit von Crew und Boot, doch auch das scheint zumindest auf den uns bekannten Segelbooten weitgehend gegeben zu sein. Abgesehen natürlich von der drohenden Hurrikansaison in der Karibik…doch da wird sich sicher auch eine Lösung finden. Und alles andere ist gerade von uns Seglern im Grunde doch Jammern auf hohem Niveau… nicht wahr?

Das Gras ist grüner…

Ushuaia, 08. April 2020

… auf der anderen Seite des Hügels. Das gilt momentan für viele Menschen, die irgendwo in der Welt gestrandet sind. Und das gilt auch ganz oft völlig zu Recht. Nicht jeder ist in unserer – sagen wir, wie es ist – privilegierten Situation. Die Zahlen der Rückholprogramme sprechen Bände.

Auch hier unten in Ushuaia sind wir nicht die einzigen Deutschen. Inzwischen haben wir uns mit dem hiesigen Honorarkonsul in Verbindung gesetzt und ihn um Hilfe auf dem Weg Richtung Chile gebeten. Auf die Email selbst kam zwar noch keine inhaltlich Antwort, aber er hat aktuell auch anderes um die Ohren. Wir sind nun in der 21 Teilnehmer starken WhatsApp-Gruppe „Deutsches in Ushuaia“… insgesamt sind wohl um die 20-30 Landsleute (und sogar gut 100 Argentinier!) hier gestrandet, überwiegend mit dem verständlichen Wunsch zur Heimreise. Und diese ist durchaus mit einigen Hindernissen verbunden.

Chile ist gleich auf der anderen Seite des Beagle-Kanals.

So wurde zum Beispiel ein Argentinisches Militärflugzeug in letzter Minute angewiesen, dann doch leer wieder abzufliegen. Die bereits am Flughafen versammelten Passagiere mussten unverrichteter Dinge wieder sehen, wo sie unterkommen. Jetzt soll am Karfreitag früh um 3 Uhr ein Bus Richtung Buenos Aires abfahren… über Chile, inkl. Fähre… da werden aus den direkt knapp 3000km gut gerne über 4000km. Angesetzt sind 2 Tage Fahrt, mit Pausen aber ohne Catering. Für 310 US$ pro Person… zahlbar bei Einstieg. Und dann muss man sehen, wie es weiter geht. Die Botschaft arbeitet auf Hochtouren. Jens dokumentiert all das sehr gut und aktuell auf seinem Blog.

Wir wünschen allen Mitreisenden von Herzen eine gute Fahrt und viel Erfolg bei der Heimreise!!!

Wir haben es uns hier auf der Samai soweit eingerichtet. Die Familie erhebt sich selten vor neun Uhr aus den Betten, das Frühstück schaffen wir aber meistens schon vor 12 Uhr. Die Kinder machen Schule und halten damit natürlich auch die Eltern (insb. La Skipper) ausreichend beschäftigt. Wir arbeiten an den nächsten Blogeinträgen, gehen bei schönem Wetter auf das AFASyN-Gelände raus (gestern z.B. auf ein familiäres Fußballspiel), später wird gegessen, gerne auch an Bord gegrillt und danach versuchen wir uns auf ein gemeinsames Abendprogramm (in der Regel Film oder Spiel) zu einigen.

Hin und wieder wird der Skipper zum Einkaufen geschickt. Auch gestern waren die Regale gut gefüllt (inkl. Klopapier), nur mit einer Kleinigkeit gab es etwas Probleme: Das Laden der Argentinischen Prepaid-Karte für das Handy. Manchmal, also gaaaaaanz selten funktioniert das in der App mit Kreditkarte. Doch normalerweise geht man in einen Kiosk und macht das dort. Ja, die Kioske haben trotz Quarantäne geöffnet, allerdings kaum Prepaid-Kontingente. 50 Pesos hier, 90 Pesos dort, ganz oft nur Kopfschütteln und am Schluss dann doch noch 200 Pesos oben drauf. Zum Vergleich: das von uns bevorzugte Internetpaket „2GB für 3 Tage“ kostet 115 Pesos = 1,62€.

Und sonst haben wir hier halt immer noch Quarantäne. Weiterhin darf aus einem Haushalt nur eine Person zu wichtigen Besorgungen nach draußen. Allgemeinere Informationen dazu finden wir auf www.ushuaia24.com.ar… zum Glück übersetzt mein Handy die Artikel automatisch in zwar holpriges aber lesbares Deutsch. Demnach wird die seit 20. März, nunmehr also über zwei Wochen geltende nationale Quarantäne am Wochenende sicherlich nicht beendet werden. Man möchte sich um eine gewisse Flexibilisierung bemühen, das wird uns aber wohl nicht wirklich betreffen. Und was in Deutschland lang und breit diskutiert wird, wurde in Ushuaia per kommunalen Dekret festgeschrieben: ab dem 14. April besteht in der Öffentlichkeit die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes (Google übersetzt das immer recht amüsant mit „Kinnriemen“ ;-).

Guten Morgen Ushuaia!

Alles in allem hat sich bei uns also, wie wohl auch bei den meisten von Euch, in den letzten Tagen nicht viel geändert. Wie (fast) alle, versuchen wir uns mit der Situation zu arrangieren und sind uns dabei bewusst, im Gegensatz zu den meisten anderen im Ausland gestrandeten Menschen in einer sehr komfortablen Situation zu sein. Das gilt nach unserer Wahrnehmung ausdrücklich auch im Vergleich zu anderen Seglern. Sicher ist in der Karibik das Wetter gerade schöner, allerdings naht dort dann auch bald die Hurrikansaison. Und selbst die Berichte aus der Südsee klingen aktuell nicht wirklich toll. So gehen unsere Gedanken und guten Wünsche natürlich auch an all die Segler rund um den Globus…

Und um den Pathos zu vervollständigen, zu guter Letzt noch alles Gute für alle anderen. Wir denken natürlich viel an unsere Familien und Freunde und sind dankbar für die Möglichkeit auch quer über die halbe Welt mit ihnen in Kontakt zu sein.

Passt alle gut auf Euch auf!

Im Grunde geht es uns hier richtig gut…

Ushuaia, 31. März 2020

Heute sollte der letzten Tag der argentinischen Quarantäne sein… also eigentlich. Der Präsident hat vorgestern verkündet, dass die Maßnahmen bis mindestens Ostern verlängert werden. Was bedeutet das hier in Ushuaia… allgemein und für uns?

  • Weiterhin müssen alle „normalen“ Bewohner zu Hause bleiben. Natürlich sind auch hier die „üblichen Personengruppen“ – in Berichten aus Deutschland werden sie „systemrelevant“ genannt – davon ausgenommen.
  • Ansonsten darf aus einem Haushalt jeweils nur eine Person für wichtige Besorgungen nach draußen gehen. Das beinhaltet insbesondere den Supermarkt, die Apotheke oder auch das Gaswerk… Grundversorgung halt. Natürlich sind die Wege kurz zu halten.
  • Damit fallen natürlich auch die – wie wir öfters lesen oder hören – in Deutschland (noch?!) üblichen Spaziergänge, mithin eine weitere potenzielle Verbreitungsquelle, offiziell weg!
  • Vor dem Supermarkt sorgt ein Polizist mit Mundschutz für die Einhaltung der Eingangsbeschränkung. Ist eine bestimmte Anzahl Einkaufender erreicht, muss man vor der Tür warten. Das war bei meinen letzten Einkäufen aber entweder gar nicht oder nur der kurz notwendig.
  • Ansonsten sind die Regale gut gefüllt und alles ist problemlos erhältlich… inkl. frische Ware und Klopapier.
  • An den Kassen gibt es zwei Änderungen. Einerseits muss man nicht mehr lange warten… Schlangen gibt es praktisch nicht mehr. Andererseits sorgen große Plexiglasscheiben für eine gewisse Trennung von Kassierer(in) und Kunde.
  • Auf der großen Durchgangsstraße an der Küste gibt es Polizeikontrollen, an denen im Wesentlichen Busse sowie einige andere Autos (mit gutem Grund) durchgelassen werden. Auch andere Straßen (z.B. die zentrale Shopping-Straße San Martin) sind abgesperrt.
  • Wir befinden uns hier (mit zwei brasilianischen und einem französischen Segler sowie vier großen Kojencharter-Seglern) allerdings auf dem Gelände des privaten Yachtclubs AFASyN. Auf diesem können wir uns frei bewegen. Das beinhaltet natürlich auch die Nutzung des kleinen Spielplatzes durch die einzigen zwei Kinder…
  • Des weiteren haben wir hier am Steg Landstrom und Wasser. Es gibt sogar (langsames) Internet und zwei der vier Sanitärräume wurden für uns Segler offen gelassen… so regelmäßig haben wir auf unserer Reise bisher nicht warm duschen können!
  • Der Hafen von Ushuaia ist weiterhin geschlossen. Insbesondere dürfen wir nicht auslaufen, um uns in den angrenzenden Buchten des Beagle-Kanal rumzutreiben. Allerdings werden zumindest Boote mit Ziel Europa rausgelassen. Die anfangs festsitzenden Kreuzfahrer sind längst abgefahren (Ziele waren Portugal bzw. Niederlande… das sind viele Tage „Erholung auf See“). Das gleiche gilt für den schönen Dreimaster „Europa“ und noch diese Woche will auch ein großes Segelboot losfahren… direkt bis nach Polen! Der Skipper rechnet mit einer Ankunft in ca. 2 ½ Monaten.
  • Wir haben gestern eine E-Mail an die Chilenische Armada geschickt. Darin bitten wir um die Erlaubnis, die Chilenischen Küstengewässer Richtung Norden befahren zu dürfen. Ziel ist eine direkte Passage bis Valdivia, ohne andere Häfen anzulaufen oder ggf. auch nur an Land zu gehen. Das wären dann einige Wochen „schwimmende Quarantäne“ für uns. Bisher kam keine Antwort und wir sind ehrlich gesagt auch nicht sehr optimistisch, aber einen Versuch ist es Wert. Es ist jedenfalls definitiv nicht so, dass das bis Ende September geltende Verbot für Kreuzfahrer auch auf Segler wie uns Anwendung findet… das gibt Hoffnung!

Zusammenfassend geht es uns also gar nicht mal so schlecht. Wir sind zu Hause (also auf unserer Samai), die Familie ist zusammen, wir haben keinerlei Versorgungsprobleme und sogar ein gewisses Maß an Luxus im AFASyN. Die Fallzahlen in Argentinien (noch dazu außerhalb von Buenos Aires) sind im weltweiten Vergleich recht gering, was sicherlich auch mit den (gerade im Vergleich zu Deutschland) strengen Maßnahmen zu tun hat… ein gesundheitliches Risiko für uns sehen wir also auch nicht.

Insbesondere ist eine mögliche Rückkehr nach Deutschland aktuell keine denkbare Option für uns. Abgesehen von den logistischen Problemen (so ist Buenos Aires z.B. über 2000km nördlich) sind wir aus den genannten Gründen der Überzeugung, an einem der in der aktuellen Situation besten Plätze zu sein, die wir hätten finden können.

Das Einzige was uns wirklich nervt ist, dass wir hier wertvolle Zeit auf dem Weg in den Pazifik verlieren und damit natürlich auch unsere Gesamtplanung mit kleinen Fragezeichen versehen wird. Aber was das angeht, sind wir wahrlich nicht alleine.

Ganz liebe Grüße an alle, ob nun in Deutschland oder anderswo auf der Welt, zu Hause oder gestrandet. Bleibt gesund und macht das Beste daraus… und ich nehme noch Wetten an, um wie viel Prozent die Geburtenrate im nächsten (Nord-)Winter über dem Durchschnitt liegt! 😜

Alltagsprobleme von Samuel: Langeweile

Es gibt, wie die Überschrift vielleicht verrät, nicht viel zu tun. Zumindest nicht auf See. Wie sollen wir uns dann die Langeweile, die auf See früher oder später jeden plagt, vertreiben? Es gibt ein paar Möglichkeiten, welche die Kinder nicht immer mögen. Das ist hauptsächlich Schule. Ja Schule muss sein, aber das heißt ja nicht, dass es Spaß macht.

Es gibt an Bord auch noch andere Möglichkeiten, das sind aber nicht viele. Maila und ich lesen sehr gerne.

Maila spielt auch noch, dass sie eine Hauptfigur des Buches ist. Ich mache das nicht so gerne. Eine andere Möglichkeit sich die Langeweile zu vertreiben ist, dass man mit dem wenigen Spielzeug, was vorhanden ist, spielt. Man kann seine Eltern auch nett fragen, ob man auf dem iPad spielen darf. Aber man braucht sie nicht vor Beendung der Schule zu fragen, weil sie dann fast immer mit einem klaren „ Nein“ antworten. Nach der Schule stehen die Chancen besser. Eine andere Möglichkeit ist, auf dem Computer eine Geschichte zu schreiben (was ich sehr gerne mache), Spiele zu „erfinden“ oder PC zu spielen. Letzteres mag Mama nicht so. Auch ist nicht immer genug Strom vorhanden.

Eine von Maila sehr bevorzugte Variante die Langeweile fern zu halten ist ganz einfach… man benötigt nur eine einzige Sache: einen Bruder. Könnt ihr euch schon denken wie das Spiel heißt? Für die, die es nicht wissen sage ich es: es heißt „Bruder ärgern“. Ist sehr effektiv, zum Vertreiben der Langeweile, zumindest für Maila. Manchmal ist es auch für den Geärgerten ein bisschen lustig. Das ganze Spiel gibt es auch umgekehrt. Das heißt dann „Schwester ärgern“.

Niemand hat die Absicht, irgendjemanden zu ärgern!

Eine andere Methode, der blöden Langeweile zu entgehen ist: Kochen. Diese Aufgabe übernimmt aber Papa, der eigentlich immer etwas zu tun hat. Ihm ist also fast nie langweilig. Bei Pfannkuchen kocht auch mal der Sohn, dem eigentlich recht häufig langweilig ist. Blogeinträge schreiben, verhindert die Langeweile auch. Mama legt sich einfach gerne in den Segelmodus (das ist ein Modus von Mama, wo sie die ganze Zeit einfach nur rumliegt), wo ich nicht weiß, inwiefern das gegen Langeweile hilft. Als ich das mal ausprobiert habe, war mir todlangweilig. Dann habe ich freiwillig Schule gemacht. Das kommt sehr sehr sehr selten vor, man kann sagen fast nie.

Schule macht Spaß?

In der Antarktis konnte man jederzeit raus schauen und sah immer Eisberge, Pinguine, Wale oder Gletscher. Man kann auch jederzeit seine eigenen Andenken noch mal bewundern. In den wärmeren Regionen kann man auch mal aus Spaß, Lust und Laune oder Langeweile ins Wasser springen. Und noch mal zu Mamas Lieblingsbeschäftigungen, die gegen Langeweile helfen sollen: Kinder an- und ausmeckern ist für sie nicht nur sehr unterhaltsam sondern auch (weil es so unterhaltsam ist) Langeweile fernhaltend.

Zur Zeit hängen wir hier in Ushuaia fest, und was soll ich sagen?! …

Samuel

Argentinische Quarantäne

Ushuaia, 20. März 2020

Nein, man nennt es nicht “Ausgangssperre”, sondern „obligatory quarantine for the whole country“. Lediglich zum Einkaufen von Lebensmitteln sowie zu Apotheken darf jeweils eine einzelne Person des Haushalts draußen unterwegs sein. Das gilt offiziell seit heute um Mitternacht bis zum 31. März.

Die Vorboten waren schon gestern wahrnehmbar. Frohgemut zum Supermarkt geradelt, wurde der Skipper von einem mit Atemmaske ausgerüsteten Polizisten vor der Tür aufgefordert, sich in die Warteschlange einzureihen. Dort standen wir nun also alle, natürlich mit ausreichendem Sicherheitsabstand zueinander, und warteten darauf, dass andere Kunden Ihren Einkauf beenden. Einer raus = einer rein… so simpel ist die Rechnung.

Aber man soll ja immer versuchen, das Positive zu sehen. Die Gänge waren entspannt leer, die Regale ausnahmslos gut gefüllt und die Wartezeit an der Kasse für argentinische Verhältnisse nicht existent. Nur die neu angebrachten, großen Plastik-Trennscheiben zum Kassierer irritieren einen Moment.

Nach dem was man hier so mitbekommen: Traum aller Deutschen!

Außerdem lädt das windig-regnerische, aktuell von Hagel begleitete Wetter ohnehin nicht zu langen Exkursionen ein. So verfällt also auch die Samai langsam in den Quarantäne-Modus. Es wird lange geschlafen (manchmal schaffen wir das Frühstück immerhin schon vor 12 Uhr mittags), die Kinder machen erstaunlich viel Schule, der Skipper macht sich gemütlich an die nie abgeschlossene 2do-Liste, wir schreiben eifrig Blogeinträge, gemeinschaftlich arbeiten sich die Eltern an den Bier- und Weinvorräten ab, Abends wird gespielt oder ein Film gesehen, bei letzterem schläft der Skipper üblicher Weise schon mal ein wenig vor und schon ist ein weiterer Tag vorbei… ganz entspannt in argentinischer Quarantäne.