Ein schöner Ausflug in Portsmouth

Heute sind wir mit der Fähre über das Wasser zum anderen Ufer gefahren. Dort haben wir den Spinnaker Tower besucht. Der ist 170m hoch und hat drei Etagen: die erste auf 100m, die zweite und dritte ungefähr auf 105m und 110m. Es ging mit dem Fahrstuhl nach oben und wir haben Druck auf den Ohren gespürt. Auf der untersten Etage gibt es eine Stelle, wo der Boden aus Glas ist. Da kann man rüber laufen und man guckt 100m in die Tiefe. Direkt unter die eigenen Füße.

Der Glasboden… ganz schön tief!

Maila hat sich anfangs nicht getraut, aber dann ist die doch draufgegangen. Zuerst nur mit am Geländer festhalten, aber am Ende ist sie tatsächlich in die Mitte gegangen. Ohne sich festzuhalten! Und sie guckte sogar runter!! Die zweite Etage ist ein Café, wo wir nicht drinnen waren. Die dritte Etage ist so eine Art Garten wo es sogar Liegestühle gibt. Man hat einen sehr guten Ausblick von allen Etagen.

In der Nähe unseres Hafens liegt ein riesiger Flugzeugträger. Vom Hafen aus sieht er klein aus, doch als ich ihn von oben gesehen habe, war er plötzlich viel größer. Und ich habe ihn mir immer kleiner vorgestellt. Von unserem Liegeplatz sehen wir auch den Spinnaker Tower. Nachts ist er beleuchtet und sieht dann mega-schön aus.

Der Spinnaker Tower bei Nacht

Samuel

Greetings from England!

Wir sind jetzt nach zwei Nachtschlägen tatsächlich in England angekommen. Unser Start war von der Westfriesischen Insel Texel. Papa ist jede Nacht gesegelt. Ich war auch die ganze Zeit oben, habe immer bis halb zwei gelesen, bin danach vielleicht ab und zu etwas eingedüselt, aber ganz bestimmt nie eingeschlafen. Meistens wurde nachts der Wind schwächer. Beim zweiten Nachtschlag hat uns einmal sogar fast nur die Strömung getrieben. Jede Nacht sind wir an einem großen Windpark vorbeigefahren und ich habe die beleuchteten Tonnen fast nicht gesehen, weil die Windräder so viele rote Blinklichter hatten. Mama hat Papa um halb sechs morgens abgelöst.

Ich lese gerne Tag und Nacht!

Wir waren teilweise über 10kn schnell, wegen Strom und starkem Wind. Wenn der Strom aber gegenan kam, haben wir nur etwa 5kn gemacht. Es hat selten geregnet und wenn, dann auch nur schwach. Der Wind kam fast die ganze Zeit von hinten, womit wir dann auch zwei Tage komplett durchsegeln konnten. Wir sind davor so oft gemotort, darum waren wir glücklich, dass wir die ganze Zeit segeln konnten.

Wir sind Montagvormittag im englischen Hafen angekommen, wo Mama erschreckt festgestellt hat, dass der Rückwärtsgang nicht geht. Darum haben wir an einer Boje festgemacht. Später sind wir dann mit Hilfe und notgedrungen nur dem Vorwärtsgang in den Hafen eingefahren und haben längsseits festgemacht. Und dann fand Papa das Problem: Eine Angel hatte sich in der Mechanik des Motorhebels verhakt.

Das ist mein Land!

Wir sind heute zu Aldi einkaufen gegangen. Er war größer, als ich dachte. Ich habe mich anfangs nicht wirklich zurechtgefunden, weil ich noch nie in so einem großen Einkaufsmarkt war. Es hat mir ebenfalls nicht wirklich geholfen, dass alles auf Englisch war. Aber nach 5-10 Minuten habe ich mich dann doch halbwegs alleine zurechtgefunden. Die hatten sogar Sachen, die man bei uns nur in Apotheken bekommt (z.B. Ibuprofen). Papa hat mir mindestens 20 verschiedene Chips-Sorten gezeigt. Wir haben auch zwei große Chips-Tüten gekauft, wo jeweils 30 kleine Tüten drin sind.

Samuel

Ich bin Samuel!

Ich bin sehr aufgeregt wegen der Weltreise. Ich habe aber keine Angst, dass etwas passiert, weil wir uns so gut wie möglich ausgerüstet haben. Jetzt da es bald so weit ist, haben unsere Eltern viel zu tun. Manchmal finde ich es schade, aber manchmal mag ich es auch, wenn ich meine Ruhe habe.

Wir sind gestern mit einem überfüllten Auto nach Bremerhaven gefahren (wo unser Boot gerade liegt). Direkt an dem Tag ist irgendetwas mit der Toilette passiert. Papa hat es repariert und sie läuft besser als am ersten Tag als wir das Boot gekauft haben.

Papa bei der Arbeit ;-)

Samuel