In allen Grenzen ist auch etwas Positives

Valdivia, 11. November 2020

So sprach dereinst Immanuel Kant. Dass er damit auch die chilenische Grenze gemeint haben könnte, darf allerdings wohlwollend bezweifelt werden. Das unsere aktuelle Situation dominierende Thema sind natürlich eben diese für Touristen immer noch geschlossenen Grenzen von Chile. Mehrfach wurde unsere Anfrage nach einer Ausnahmegenehmigung zur Einreise abgelehnt. Schließlich wurde uns als Antwort auf eine Note unserer Deutschen Botschaft ja erlaubt, Proviant und Diesel zu bunkern. Wir dürfen gerne jederzeit in ein anderes Land weiter fahren. Wer jedoch schon mal versucht hat, für eine vierköpfige Familie Vorräte für mehrere Wochen und Monate anzulegen ohne seine Wohnung zu verlassen, ahnt die Ironie dieser Feststellung.

Leider hat sich auch die Deutsche Botschaft seitdem vornehm zurück gehalten. Nur unser Honorarkonsul in Valdivia ließ nichts in seiner Macht stehende unversucht. Anscheinend landen aber wohl alle Anfragen auf dem gleichen Tisch im Gesundheitsministerium… und jener Kollege ist offensichtlich nicht gewillt uns reinzulassen. Zuletzt hieß es von den Gesundheitsbehörden tatsächlich, dass wir bisher keine stichhaltigen Gründe für die Notwendigkeit zur Einreise vorgelegt hätten. Nun gut, spielen wir also die Gesundheitskarte. Schließlich waren wir Mitte 2019 letztmals bei einem Arzt. Die in Argentinien (selbstverständlich ;-) geplanten Routine- und Vorsorgeuntersuchungen fielen der Quarantäne zum Opfer.

Tatsächlich war es in Ushuaia so, dass außer in akuten Notfällen kein Arzt zu bekommen war. Ein französischer Segler am Steg hatte sich bei einem Segelmanöver in der Antarktis den Zeigefinger der rechten Hand gebrochen. Er wuchs schon langsam wieder zusammen, stand dabei aber ziemlich ab. Da musste definitiv noch etwas passieren, doch das Krankenhaus schickte ihn mit einem Verband weg. Er solle das regelmäßig selbst kontrollieren und wechseln. Ohne Worte!

So führten wir nun also für jedes Familienmitglied einen nachvollziehbaren medizinischen Grund zur Einreise in Chile an, ohne den eine Weiterreise nicht darstellbar ist. Das ist nun auch schon wieder über eine Woche her… ohne Antwort… und inzwischen ist ja auch in Valdivia Quarantäne-Zeit angebrochen.

Trotzdem glomm letzte Woche ein neuer Hoffnungsschimmer am Horizont. Gerade wurde Chile im Zuge der „World Travel Awards 2020“ zum besten Touristenziel in Südamerika gewählt. Und das obwohl die diesjährige Wintersaison praktisch ausgefallen ist und die sommerliche Hauptsaison eigentlich schon im Oktober begonnen hat. Die chilenische Grenze ist so dicht wie in keinem anderen südamerikanischen Land. Paradox?! Jedenfalls drängen die heimischen Tourismusverbände auf eine Lösung. Anfang dieser Woche kam nun das einschlägige Protokoll der Regierung.

Die gute Nachricht vorweg: anscheinend wurde beschlossen, die Grenze zum 1. Dezember wieder für Touristen zu öffnen. Die Sache hat nur einen ganz großen Haken: die Einreise darf ausschließlich über den Flughafen in Santiago erfolgen. Land- und Seegrenzen bleiben weiter geschlossen. Das würde zu der paradoxen Situation führen, dass die Crew eines befreundeten, hier liegenden Segelbootes einfliegen und sich dann auch frei in Chile bewegen dürfte. Wir dagegen müssten weiter in unserer – euphemistisch ausgedrückt – „freiwilligen Quarantäne“ verweilen. Da komme ich intellektuell echt nicht mehr mit. Vielleicht wäre es ja auch eine Lösung, wenn wir für die Ausreise aus Chile einen Transit zum Flughafen beantragen, kurz irgendwo hin um die Ecke fliegen (Ecuador ist offen) um danach ganz offiziell einreisen zu dürfen. Dieses Vorgehen würde das gesundheitliche Risiko Chiles sicherlich enorm mindern. Nun gut, ich werde sarkastisch.

Wie auch immer. Der Honorarkonsul hat noch einen weiteren Anlauf über die Deutsche Botschaft genommen. Mal sehen, was dabei raus kommt. Wir werden in der Zwischenzeit einer ganz lieben, schon vor einiger Zeit ausgesprochenen Einladung folgen. Die Ferienanlage auf der Islote Haverbeck gleich um die Ecke ist aktuell geschlossen. Der Eigentümer – er bringt auf dem Hafengelände gerade sein Boot auf Vordermann – wohnt mit Freundin und Tochter sowie einigen Tieren alleine auf der etwa 20ha großen Insel. Nun endlich werden wir uns mitsamt der Samai die halbe Seemeile Flussabwärts verholen und dort wohl die nächsten knapp 2 Wochen bleiben. Aktuell herrscht hier zwar auch auf dem Wasser „Quarantäne“, mithin Bewegungsverbot für Freizeitboote. Der Chef der Armada hat aber durchblicken lassen, in diesem Fall wegzuschauen.

Die Abwechslung und vor allem der Auslauf werden uns gut tun. Und dort machen wir uns dann auch endlich ernsthaft Gedanken über den weiteren Weg der Samai. So richtig klassisch mit Pro-Contra-Liste für die durchaus bestehenden Alternativen. Doch davon mehr, wenn es soweit ist.

Quarantäne-Alltag in Valdivia

Valdivia, 9. November 2020

Am 20. August machten wir in La Estancilla fest und warteten auf den Besuch der chilenischen Behörden. Wir hatten keinen Grund anzunehmen, dass die Einreise ein Problem darstellen würde. Schließlich sagte man uns etwa drei Monate zuvor, dass wir gerne von Ushuaia direkt nach Valdivia kommen dürfen und unterwegs meldeten wir uns wie gewünscht mit dem täglichen „QTH“ (Positionsbericht). Außerdem befand sich die ganze Region rund um Valdivia in Phase 4 „Apertura Inicial“. Besser konnte und kann eine Gemeinde in Chile nicht dastehen. Doch außer unserem Honorarkonsul kam erst einmal niemand. Von offizieller Stelle erhielten wir lediglich ein Schreiben mit der Feststellung, dass wir das Boot nicht verlassen dürfen. Das war vor fast drei Monaten und gilt noch immer.

Natürlich ist in der Zwischenzeit einiges passiert. Wir haben uns in den stadtnahen Hafen von Valdivia verholt, Dieseltank und -kanister sind wieder voll, die Samai war inzwischen kurz an Land und wann immer wir uns aufraffen können, erledigen wir etwas von der nie abgeschlossenen 2do-Liste. Wir dürfen uns immerhin auf dem Hafengelände frei bewegen, haben sehr nette Menschen kennen gelernt und auch das Kajak aufgeblasen. Trotzdem haben wir über 5 Monate nach Überquerung der Grenze immer noch keinen Stempel im Pass. Zumindest bleibt uns so das Thema „Visumverlängerung“ erspart.

Zeit für Dinge, die beim Segeln nicht gehen…

Der Quarantäne-Alltag an Bord hat sich eingeschliffen. Wir stehen (zu?!) spät auf, frühstücken meist vor 12 Uhr, die Kinder machen Schule, bei schönem Wetter gehen wir auf die Wiese und werfen ein paar Bälle oder nutzen das Kajak, zwischen 18 und 20 Uhr gibt es Essen und reihum beschließt einer von uns das Abendprogramm. Nach Bedarf beschäftigen wir die Waschmaschine der Marina, sonntags besorgen wir uns die ranNFL-Übertragungen (von der letzten Saison hatten wir ja nicht viel mitbekommen) und einmal die Woche kaufen wir ein.

Obwohl das Personalpronomen hier nicht ganz korrekt ist. Wir dürfen ja nicht raus. Also schicken wir über WhatsApp eine kleine Liste an unseren Honorarkonsul. Darauf stehen in der Regel „nur“ die frischen Sachen und spezielle Wünsche (neue Tastatur, Holzplatte…). Seine Frau und er kümmern sich ungebrochen selbstlos um uns! Den Großteil der Einkäufe können wir online beim Supermarkt bestellen und zu uns liefern lassen. Das klappt ausgesprochen gut und ist auch gar nicht mal so teuer. Nur das mit dem Bezahlen ist ein kleines Problem. Unsere deutschen Kreditkarten funktionieren leider nicht… man benötigt zwingend eine in Chile ausgestellte Karte. Auch hier brauchen und bekommen wir also Hilfe. Der Honorarkonsul bezahlt unseren Einkauf mit seiner Karte und wir überweisen das Geld auf das deutsche Konto seiner Frau. Es wäre so viel einfacher, wenn wir selbst mal raus dürften… wir Jungs müssten nach einem halben Jahr auch echt dringend mal wieder zum Frisör!

Wie an den kurzen Haaren unschwer zu erkennen, war das schon im September ;-)

Doch auch in dieser Hinsicht hat sich ganz unabhängig von unserer Situation etwas geändert. Nicht zum Besseren. Schon vor ein paar Wochen wurde Valdivia auf Phase 2 „Transición“ zurück gestuft. Das beinhaltet unter anderem eine allgemein Ausgangssperre am Wochenende. Und seit dem 7. November stehen wir nun auf Phase 1 „Cuarentena“. Das beinhaltet eine (mindestens) 2-wöchige Ausgangssperre. Nur wer eine entsprechende Arbeit verrichtet, darf sein Heim verlassen. Ansonsten ist lediglich zweimal die Woche ein Gang zum Einkauf gestattet. Und das wird hier dann mit so einer Art Passierschein auch streng kontrolliert.

„Segelmodus“ geht auch im Hafen!

Das stelle man sich mal in Deutschland vor. Angemessener Abstand und die obligatorische Maske ist hier seit Monaten weitgehend gelebte Selbstverständlichkeit. In Leipzig demonstrieren tausende „Querdenker“ (was hat eigentlich ausgerechnet dieses Verb da zu suchen??). Auf Chiles 19,5 Mio. Einwohner kommen täglich 1.000 bis 1.800 neue, bestätigte Fälle. Unsere ganze „Región de Los Rios“ hat knapp 400.000 Einwohner und an immerhin schon einen Tag (31. Oktober) mehr als 100 neue Fälle gemeldet. Ergo: Quarantäne!

Sinnhafte Inzidenzen, sinnvolle Maßnahmen, sinngebende Verhältnismäßigkeit, virenfreier Menschenverstand… mache sich jeder sein eigenes Bild.

Wir versuchen, das Beste daraus zu machen. Die Familie ist zusammen, auf der Samai zu Hause, die Frühlingssonne scheint und gesundheitliche Bedenken müssen wir auch nicht haben. Natürlich gelingt es nicht jeden Morgen, optimistisch in den Tag zu gehen. Manches Mal schleicht sich ein gewisser Fatalismus unter Deck ein. Unsere Pläne sind ordentlich durcheinander gerüttelt, die nahe Zukunft immer noch ungewiss. Doch objektiv betrachtet, wenn man sich mal ernsthaft die aktuellen Alternativen überlegt, geht es uns gut. Daran erinnern wir uns immer wieder und immer gerne. Also nicht jammern, sondern um es mit den Worten meiner lieben Oma (Gott hab sie selig) zu sagen: „Kopf hoch!“

Über den Golfo de Penas zur knatternden Caleta Suárez

14. – 17. Juli 2020

Golfo de Penas

Nach wochenlanger Fahrt durch die Chilenischen Kanäle stand uns nun die erste offene Ozeanpassage bevor. Das klingt ob der vergleichsweise eher geringen Entfernung vielleicht etwas hochtrabend. Doch der die untere Hälfte bildende, im Durchmesser gerade mal 50-60 Meilen große Golfo de Penas hat es wohl in sich. Die blaue Bibel merkt an: „This expanse of water, wisely respected by sailors of all times, must not be underestimated, but faced with the outmost care.“ La Skipper war verständlicher Weise absolut begeistert!

Die Charakteristika sind von Stürmen im Südozean hervorgerufener, großer Schwell aus Südwest mit je nach Windrichtung dagegen gehende Welle. Das wir dadurch verstärkt, dass der gesamte Golf auf dem Kontinentalschelf liegt und entsprechend, oft nur 100m flach ist. Dazu kommt noch Strom und ein in der Regel kräftiger Versatz nach Osten… also in Richtung Küste.

Was soll ich schreiben… wir erwarteten leichten Ostwind! Von dieser Wetterlage steht natürlich nichts in den einschlägigen Führern. Nun gut, der Pazifik-Schwell sollte sich in Grenzen halten und ohne Gegenstrom würden wir so oder so nicht wegkommen. Also los…

Es kam im Wesentlichen so, wie erwartet. Wir konnten die erste Hälfte der Nacht endlich mal wieder gut segeln. Erst nach der eigentlichen Überquerung des Golfo Penas hatten wir nur noch knapp 10kn Wind von hinten und über 1kn Gegenstrom… Motor an.

Bei Cabo Ráper sahen wir auch mal wieder einige Schiffe auf dem AIS und die Leuchtturmbesatzung funkte sie auch fleißig an. Nur die Stella Maris 2 antwortete nicht, was dann auch gleich für eine längere, natürlich auf spanisch gehaltene Ansprache bezüglich der Pflicht zur Funkwache nach sich zog… also soweit wir das verstehen konnten. Uns dagegen ließ man in Ruhe passieren. Unser AIS war ja immer noch im „Silent Mode“ und unsere Positionslichter waren wohl keiner weiteren Aufmerksamkeit würdig.

Man sollte meinen, dass gerade solche exponierte Küstenabschnitte gut kartiert sind. Aber warum lag dann die über die Karte gelegte Radar-Küstenlinie gut 1,5sm näher? Dieses Phänomen würden wir leider noch mehrmals beobachten dürfen.

Das Schiffs-AIS links passt, aber die Küste… :-(

4.22 Caleta Suárez (Estéro Cono)

Aufgrund der kurzen Wintertage hatten wir bei der Peninsula Taitao einen Zwischenstopp eingeplant. War die Fahrt bis dahin auch was den Wellengang angeht vergleichsweise ruhig, bekamen wir bei der Einfahrt in die große, dereinst auch von der HMS Beagle besuchte Bahía San Andrés plötzlich 3m Schwell… und selbstredend kräftigen Gegenwind. So arbeiteten wir uns im ersten Tageslicht mit Radar voran, vorbei an der am Eingang des Estéro Cono ankernden Stella Maris 2 sowie den leider sehr verschmutzten Stränden bis zu der am Ende liegenden Caleta Suárez.

Hier war es deutlich ruhiger und gut geschützt, doch das sah ein anderes Boot leider genau so. Wir bogen um die Landzunge und wurden knatternd empfangen. Man winkte uns zu und bot sogar an, längsseits zu kommen, aber das kam für uns nicht in Frage. Wir legten uns lieber vor Anker mit drei Landleinen an den Rand.

Schilder früherer Segler.

Eine Eigenart der nicht nur in dieser Bucht mit uns zusammen übernachtenden Boote ist deren Hang zu einem gewissen Lärmpegel. Oft läuft der Motor/Generator bis spät in die Nacht und lässt das Verlangen zu einem abendlichen Plausch im Cockpit noch mehr schwinden, als es die winterlichen Temperaturen ohnehin schon tun. Hier kam noch Regen hinzu, doch wenigstens wurde es langsam etwas milder. Allmählich dachte der Skipper sogar darüber nach nicht mehr in voller Montur (lange Jogginghose & Fleece-Jacke) ins Bett zu steigen, sondern sich wieder mit einem (kurzärmligen!) Schlafanzug zu begnügen. Davon waren die dick in ihren Schlafsäcken einge­packten Mädels jedoch noch deutlich entfernt. Wann hatten wir eigentlich das letzte Mal Sommer?

4.22 Caleta Suárez
Schon Charles Darwin hat den Monte Cono bestiegen.

Canal Messier (2) – Erkundungen in Caleta Hale & Caleta Chica

11. – 13. Juli 2020

Canal Messier

5.12 Caleta Hale (Isla Orlebar)

Maila hatte es sich inzwischen angewöhnt, die meisten Delfinsichtungen mit einem Wegpunkt im Plotter zu markieren, so auch bei Einfahrt zur Caleta Hale. Gleich links um die Ecke von einer bewachsenen Ausbuchtung gut vor Schwell geschützt machten wir fest. Die flache Landzunge im hinteren Teil der Bucht eignete sich dann leider noch nicht so gut für ein Lagerfeuer wie erhofft, doch konnte man sich wieder mal die Beine vertreten. Also zumindest der Skipper und die Kinder. La Skipper zog es vor, derweil das Boot etwas „abzuwohnen“.

Ich bleibe heute mal an Bord!

Die kleine Flussmündung hoch versperrte ein quer liegender, inzwischen gut bewachsener Baum den weiteren Durchgang, doch das war für unsere Klettermäuse natürlich kein Hindernis. Dahinter versteckte sich ein kleines, von einem Wasserfall gespeiste Bassin. Der Skipper dachte, dass das die Endstation sei, doch die Kinder sahen das selbstredend anders. Die steile, dicht bewachsene Böschung hoch geklettert winkten sie schnell von oben herunter. Ok, da konnte ich sie ja schlecht alleine rumklettern lassen.

Den Rest der Crew zieht es an Land!
Hier muss ich doch durchkommen!
Ja, es hat geklappt!

Wieder einmal schlugen wir uns durch dichtes Unterholz und zwischen ebenso dicht bewachsene Baumstämme. Es sah aus wie in einem verwunschenen Koboldwald. Oft schien es kaum ein Durchkommen zu geben, doch irgendwie schafften wir es dann doch immer noch ein bisschen weiter.

… durch dichtes Unterholz…
… dann auch wieder runter

Ach ja, ich hatte auch mal wieder mein Makro-Objektiv dabei:

Es hatte sich gelohnt… ein abenteuerlich schöner Erkundungsausflug!

5.12 Caleta Hale

Canal Messier

5.9 Caleta Chica (Isla Schröder)

Viele Segler warten in der Caleta Ideal auf eben diese Wetterbedingungen zur Weiterfahrt über den Golfo de Penas. Uns zog es dagegen in die direkt benachbarte Caleta Chica.

Ausblick vom Ankerplatz

Dort gibt es eine kleine, für Boote mit variablen Tiefgang angeblich perfekte Einbuchtung. Die Einfahrt war allerdings von Fischerleinen versperrt. Vielleicht war das aber auch besser so. Beim Dinghy-Ausflug am nächsten Tag zeigte sich, dass die Bucht doch sehr flach ist. Und auch der Zustand der hier angeblich anzutreffenden, von Fischern genutzten Schutzhütte ließ arge Zweifel an einer kürzlichen Nutzung aufkommen.

Einfahrt zur kleinen, flachen Bucht
Das war mal eine Hütte…
Erkundung im Unterholz

Doch auch die davor liegende Einbuchtung glänzte nicht mit viel Platz. Zwischen dem Ufer an Steuerbord und den flachen Steinen an Backbord legten wir lieber eine Landleine mehr, um trotz (glücklicher Weise nur leichtem) Schwell und Wind an Ort und Stelle zu bleiben. Immerhin gab es wieder einmal die Möglichkeit zu einem kleinen Lagerfeuer. Nein, das Holz war in Anbetracht des Regens der letzten Tage nicht wirklich trocken, doch es reichte für eine kleine Glut und letztlich auch für zwei Tüten Papierabfall, von denen nicht mehr als ein Häufchen Asche übrig blieb. Asado gab es dagegen heute mal nicht.

5.9 Caleta Chica