Samuel über die Tierwelt in der Antarktis (1)

Die ersten Tiere haben wir bereits auf der Drake Passage gesehen. Papa findet sie so beeindruckend, also fange ich damit mal an: Albatrosse! Sie können einen Flügelspannweite von bis zu 3 m haben. Wir haben aber nicht so große Exemplare gesehen. Unsere hatten nur eine Spannweite von etwa 1-2 m. Wir haben auch noch sogenannte Cape Petrols gesehen. Dann endlich das erste Land in Sicht, begleitet von Albatrossen und den Cape Petrols.

Cape Petrols

Als wir in Deception Island an Land gingen, erwartete uns dort ein Seeleopard.

Auf der Überfahrt von Deception nach Enterprise Island wurde ich um 5 Uhr morgens von Papa geweckt. Als ich mir die Jacke angezogen habe und oben war, sah ich sofort die schwarze Finne eines Schwertwales (Orca). Es waren aber noch mehr als nur einer. Sie blieben bestimmt zehn Minuten, ehe sie weg waren. Die Wale haben, wie Delfine, an der Bugwelle gespielt. Da sieht man, dass die großen gefährlichen Schwertwale mit Delfinen verwandt sind. Ich habe mich zwar tot gefroren aber es hat sich gelohnt beim Zwielicht den Orcas zuzusehen. Die ersten Wale der Antarktis.

Orca

In Enterprise Island gab es auch die ersten Robben. Es waren Pelzrobben. Allerdings gab es auf dem Weg schon die zweiten Wale. Es waren Minkwale, die sehr selten die Schwanzflosse zeigen. Wir hatten Glück und haben eine Flosse gesehen. Minkwale sind auch die häufigste Art von Walen der Antarktis.

Das ist aber eher ein Buckelwal

Wenn ihr euch fragt, wo denn die Pinguine bleiben, ab Orne Harbour geht es los. Da sind wir nahe an einer Zügelpinguin Kolonie vorbeigefahren und haben sie beobachtet. Wir haben sie auch beim rein springen ins Wasser beobachtet, immer mit ausgebreiteten Flügeln.

Zügelpinguine

Danach sind wir nach Cuverville Island gefahren und haben eine große Eselspinguin Kolonie gesehen, durch die wir gegangen sind. Die Pinguine hatten sogar Nachwuchs, der war nicht nur super dreckig sondern auch super stinkig. In der Bucht haben wir auch Weddellrobben und Pelzrobben gesehen.

Eselspinguine

In einer Bucht von Paradies Harbour haben wir nur ein paar Robben auf Schollen, Eselspinguine, Skuas und Blauaugenkormorane gesehen.

Skua
Blauaugenkormoran

Um die Chilenische Station, die wir danach besuchten, gab es eine Eselspinguin Kolonie. Wir wussten gar nicht, wie wir vom Dinghy zur Station kommen sollten, weil auf dem gepflasterten Gehweg überall Eselspinguine standen.

Es waren sogar einige plüschige Baby-Pinguine dabei. Leider waren sie so schmutzig. Einmal wollte ich an einem liegenden Baby-Pinguin vorbeigehen, großer Fehler. Er hob den Schwanz und ein gezielter Strahl Pinguinkacke schoss nur knapp an meinem Gummistiefel vorbei.

Nach der Besichtigung der Station wussten wir nicht, wie wir zurück kommen konnten. Wir sind einfach gelaufen, doch ein Pinguinbaby, das sich anscheinend sehr für Mailas rosa Gummistiefel interessiertere, wollte nicht aus dem Weg gehen. Es hat auch ab und zu nach ihren Gummistiefeln geschnappt. Als es endlich zur Seite ging, hatte sich vor uns wieder eine Babytraube gebildet.

Der dreckige Pinguin, der nicht aus dem Weg wollte ging einfach vor und drückte die anderen Babys vom Weg. Er bekam auch den Namen Dreckspatz von Maila. Wir sind weiter gegangen, doch Dreckspatz ist uns bis zum Dinghy gefolgt. Maila verabschiedete sich von Dreckspatz und wir sind zum Boot zurück gefahren.

Vor der Lemaire Street haben wir Buckel- und Minkwale gesehen, die uns auch einige Minuten begleitet haben.

Es war schon spät, als wir in der Bucht angekommen sind. Die Sahra W. Vorwerk hat uns zum Essen eingeladen. Beim Essen wurden wir von einer Eisscholle gerammt, die einen Swimmingpool hatte, in dem zwei Krabbenfresserrobben planschten. Die waren so süß. In Johnnessen Habour sind nur ab und zu Robben, wo wir nicht erkennen konnten welche Art, um unser Boot geschwommen und gehüpft. Dann waren wir auch schon am südlichsten Punkt unserer Reise. Tierwelt Antarktis (2) ist dann die Rückfahrt.

Samuel