Stavanger…

Was für eine Freude, gestern endlich in Stavanger angekommen zu sein. Nun noch schnell in den Hafen… aber was ist das?!? Die Ufer mit weißen Zelten und Menschen übersät, Musik schallt durch das Brummen der vielen (Motor-)Boote im Hafenbecken. Und als wir an einem Bretonen ins Päckchen gehen wollen, kommt ein Aufsichtsboot und schickt uns weg: „Harbour is closed!“ wegen „GLADMAT 2016″… Skandinaviens größtem Food-Festival. Dementsprechend überfüllt war dann auch der Hafen am Öl-Museum, so dass uns nichts anderes übrig blieb, im Yachtclub auf der anderen Seite des Sunds festzumachen. Zum Glück haben wir ein Dinghy :-)

Die nächste Überraschung dann heute morgen… aber da sagt ein Bild mit einer Panoramasicht in den Stadthafen von Stavanger wohl mehr als tausend Worte:

Kurz vor Stavanger!

Jetzt sind wir also fast da. Die Fahrt über den Skagerrak ist geschafft. Wie schon befürchtet zwar nur unter Motor, aber dafür sehr entspannt. Teilweise war es fast schon das Gefühl, auf dem Wannsee zu schippern. Das mit dem Segeln hatte in Dänemark ja wunderbar geklappt. Immer ein schöner Westwind in verschiedenen Stärken, auch recht wechselhaft mit nassen Überraschungen, aber alles in allem ein wunderbarer Segeltörn. In Norwegen schnellt dagegen der Dieselverbrauch in die  Höhe. Wenig Wind und wenn, dann aus der falschen Richtung. Für die nächsten Tage ist weitgehend Flaute angesagt… einzige Ausnahme sind die 6-7 Bft. in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, die wir dann im Hafen „genießen“ werden.

Noch ein Wort zu den Hafengebühren in Norwegen. Diese kann ich nur lobend erwähnen. Währen wir die letzten zwei Nächte in Dänemark jeweils 38€ blechen durften, fahren wir hier ausgesprochen günstig. Die erste Nacht lagen wir – lieb nachgefragt – kostenlos am Privatsteg eines Supermarktes, danach in Flekkefjord die erste Nacht gratis, die zweite Nacht 5,50€ am Parkscheinautomaten bezahlt, letzte Nacht vor Anker und hier in Tananger zahlt man für eine Allures 39.9 (also unter 40 Fuß) ca. 11€. Da kann sich so mancher Ostseehafen mal ein Beispiel dran nehmen :-)

 

Vor dem Absprung…

Also eigentlich ist es ja nur ein kleiner Hüpfer über den Skagerrak. Aber so gnädig (wenn auch nicht lieb… doch dazu nächstes Mal mehr) der Wettergott auf der Überführung von Kühlungsborn nach Stavanger bisher war, so öffnet er uns nun auch noch ein Wetterfenster Richtung Norwegen. Ok, segeln wäre zwar schön und hat bisher auf wunderbar funktioniert… aber die nächsten 130sm werden wir wohl als Motorboot zurücklegen. Wie auch immer, diese Option in einem windarmen Skagerrak ist uns immer noch um einiges lieber als gegen die vorherrschenden starken Westwinde der letzen und später folgenden Tage anzugehen. Das nächste Mal dann aus Norwegen!

P.S. Impression aus Korsør…