Samuel über die Tierwelt in der Antarktis (2)

Auf dem Weg nach Norden haben wir endlich die ersten Adeliepinguine gestehen. Maila hat sich schon sehr auf sie gefreut. Die kleinen sehr moppeligen Pinguine mit einem ganz schwarzen Kopf und großen runden weißen Augen mit schwarzen Pupillen sahen super, super, super süß aus. Die schnattern auch nicht so viel, wie z.B. die Eselspinguine.

Auf dem Weg nach Yalour Island mussten wir durch ein großes Eisfeld. Und da ist es nicht verwunderlich, dass dort viele Tiere leben. Papa meinte, dass ich um ihnen den Weg zu weisen, auf die erste Saling muss. Und von dort konnte man die Tiere besonders gut sehen. Aber leider war es nicht sehr bequem. Und Mama hat mir auch erst sehr spät ein Kissen hoch gegeben. Wir sind an Eisschollen mit mindestens 20 Robben vorbei gefahren. Die Eisberge waren von dort oben besonders beeindruckend. Aber auch die Robben waren sehr cool. Auf der Fahrt gab es auch zwei Wale. Wir vermuten Minkwale. Pinguine gab es aber auf der Überfahrt aber nur ganz wenige. Papa meinte im Nachhinein auch, das es ohne mich auf der Saling schwierig geworden wäre. Erwähnte ich schon, das es kalt war? Ich war oben ja auch nur mit einem Pullover, weil Mama gesagt hat: „ du musst ja nicht lange oben bleiben.“ aber Schlussendlich war ich doch etwa 1 Stunde auf der ersten Saling.

Auf Yalour Island gab es eine große Adeliepinguin-Kolonie, die aber nicht so stank. Wir haben auch, als wir an Land waren einen Skua (Antarktische Raubmöwe) gesehen, der gerade einen Adelie verspeiste. Auf dem Weg lagen auch 5-6 Adelie Skelette, eines sogar noch mit Haut. Als wir mit dem Dinghy zurückfuhren, haben wir noch eine Robbe gesehen, die sich auf dem Eis entlang robbte. Habe ich schon erwähnt, dass die ganze Zeit bis zu 100 Touristen von einem Kreuzfahrtschiff dabei waren? Die armen Adelie Pinguine oder? Um die angrenzende Vernadsky-Station gab es eine Eselspinguin Kolonie. Der Ausblick war super!

Nach Vernadsky sind Maila und und ich auf Petermann Island alleine durch eine gemischte Pinguinkolonie gegangen. Anfangs dachten wir, es sei eine reine Eselspinguin Kolonie. Aber Maila sagte: „Ich gehe hier nicht weg, bevor ich keinen Zügel- oder Adeliepinguin gesehen habe.“ Also mussten wir welche finden. Und nach ein paar Robben haben wir dann tatsächlich auch Adeliepinguine gesehen. Das war der Beweis, dass es gemischte Pinguinkolonien gibt.

Als wir von Papa wieder abgeholt werden wollten fanden wir doch tatsächlich einen Staudamm, der das Schmelzwasser aufhält… aus Pinguinkacke. Als Papa da war, ist der K…damm vor unseren Augen gebrochen.

Ein erstaunlich sauberer Pinguin war auch nicht schüchtern und ist auf bis zu 0 cm herangekommen. Ja! Richtig gelesen 0 cm, heißt er ist zu mir rangekommen, hat meinen Gummistiefel mit dem Schnabel berührt. Der Pinguin hat auch die Entscheidung getroffen, noch mal kurz auf Toilette zu gehen. Und das heißt nicht, dass er mal kurz ein Klo aufsucht, sondern das Schwänzchen hebt und einfach drauf los kackt. Zum Glück blieb mein Gummistiefel sauber. Apropos sauber: wegen seiner erstaunlichen Sauberkeit trug das Pinguinbaby (Pinguinplüschbällchen) den Namen Sauberspatz.

In Port Lockroy gab es auch eine Pinguinkolonie, wieder um die alte Station. Inzwischen ist es ein Museum, natürlich mit Souvenirladen. Aber da muss man erst mal hinkommen. Überall auf dem Weg liegen, wahrscheinlich um die Sonne zu genießen, Babyplüschballpinguine. Die sind noch plüschiger als das plüschigste Plüschtier, das sag ich euch. Wenn man den Hindernisparcour aus Plüschpinguinen gemeistert hat, sieht man, wie Plüschbälle aus dem Kasten, wo man die Schuhe mit putzt, trinken. Süß aber ein wenig ekelig. Auf dem Rückweg haben wir auch noch Schokolade mitbekommen Gratis. Aber wir haben auch gesehen wie sich saubere Plüschbälle in eine Matschepampepfütze gestürzt haben. Und so haben sich saubere Plüschpinguine in dreckige Matchpinguine verwandelt… durch ein Matschbad.

Auf dem Weg nach Melchior haben wir auch einen auf der Eisscholle liegenden Seeleoparden gesehen. Wie bereits von Maila berichtet, musste er auf Toilette.

Kurz vor unserem Ziel haben wir sehr viele Buckelwale gesehen. Einer hat mit der Schwanzflosse sehr doll aufs Wasser geschlagen, das sah cool aus. Habe ich schon erwähnt, dass Wale dick sind? Ja, ich habe sie mir immer dick vorgestellt, aber nicht so dick, wie sie sind. In Melchior gab es die coolste Rutschbahn überhaupt. Wir haben auf dem Gipfel eine Schneeballschlacht gemacht, einen Schneemann gebaut und Pelzrobben beobachtet. Am Rutschtag waren es nur zwei Pelzrobben. Normalerweise waren es mindesten vier Pelzrobben. Wegen ihres Verhaltens nannte ich sie Faul-Pelz-Robben.

Als wir die Antarktis verließen gab es noch ein Tier. Man soll doch aufhören, wie man anfing oder nicht? Egal die letzten Tiere die wir gesehen haben, waren Albatrosse. Papa findet sie immer noch so majestätisch.

Das waren alle Tiere, die wir in der Antarktis gesehen haben.

Samuel

Samuel über die Tierwelt in der Antarktis (1)

Die ersten Tiere haben wir bereits auf der Drake Passage gesehen. Papa findet sie so beeindruckend, also fange ich damit mal an: Albatrosse! Sie können einen Flügelspannweite von bis zu 3 m haben. Wir haben aber nicht so große Exemplare gesehen. Unsere hatten nur eine Spannweite von etwa 1-2 m. Wir haben auch noch sogenannte Cape Petrols gesehen. Dann endlich das erste Land in Sicht, begleitet von Albatrossen und den Cape Petrols.

Cape Petrols

Als wir in Deception Island an Land gingen, erwartete uns dort ein Seeleopard.

Auf der Überfahrt von Deception nach Enterprise Island wurde ich um 5 Uhr morgens von Papa geweckt. Als ich mir die Jacke angezogen habe und oben war, sah ich sofort die schwarze Finne eines Schwertwales (Orca). Es waren aber noch mehr als nur einer. Sie blieben bestimmt zehn Minuten, ehe sie weg waren. Die Wale haben, wie Delfine, an der Bugwelle gespielt. Da sieht man, dass die großen gefährlichen Schwertwale mit Delfinen verwandt sind. Ich habe mich zwar tot gefroren aber es hat sich gelohnt beim Zwielicht den Orcas zuzusehen. Die ersten Wale der Antarktis.

Orca

In Enterprise Island gab es auch die ersten Robben. Es waren Pelzrobben. Allerdings gab es auf dem Weg schon die zweiten Wale. Es waren Minkwale, die sehr selten die Schwanzflosse zeigen. Wir hatten Glück und haben eine Flosse gesehen. Minkwale sind auch die häufigste Art von Walen der Antarktis.

Das ist aber eher ein Buckelwal

Wenn ihr euch fragt, wo denn die Pinguine bleiben, ab Orne Harbour geht es los. Da sind wir nahe an einer Zügelpinguin Kolonie vorbeigefahren und haben sie beobachtet. Wir haben sie auch beim rein springen ins Wasser beobachtet, immer mit ausgebreiteten Flügeln.

Zügelpinguine

Danach sind wir nach Cuverville Island gefahren und haben eine große Eselspinguin Kolonie gesehen, durch die wir gegangen sind. Die Pinguine hatten sogar Nachwuchs, der war nicht nur super dreckig sondern auch super stinkig. In der Bucht haben wir auch Weddellrobben und Pelzrobben gesehen.

Eselspinguine

In einer Bucht von Paradies Harbour haben wir nur ein paar Robben auf Schollen, Eselspinguine, Skuas und Blauaugenkormorane gesehen.

Skua
Blauaugenkormoran

Um die Chilenische Station, die wir danach besuchten, gab es eine Eselspinguin Kolonie. Wir wussten gar nicht, wie wir vom Dinghy zur Station kommen sollten, weil auf dem gepflasterten Gehweg überall Eselspinguine standen.

Es waren sogar einige plüschige Baby-Pinguine dabei. Leider waren sie so schmutzig. Einmal wollte ich an einem liegenden Baby-Pinguin vorbeigehen, großer Fehler. Er hob den Schwanz und ein gezielter Strahl Pinguinkacke schoss nur knapp an meinem Gummistiefel vorbei.

Nach der Besichtigung der Station wussten wir nicht, wie wir zurück kommen konnten. Wir sind einfach gelaufen, doch ein Pinguinbaby, das sich anscheinend sehr für Mailas rosa Gummistiefel interessiertere, wollte nicht aus dem Weg gehen. Es hat auch ab und zu nach ihren Gummistiefeln geschnappt. Als es endlich zur Seite ging, hatte sich vor uns wieder eine Babytraube gebildet.

Der dreckige Pinguin, der nicht aus dem Weg wollte ging einfach vor und drückte die anderen Babys vom Weg. Er bekam auch den Namen Dreckspatz von Maila. Wir sind weiter gegangen, doch Dreckspatz ist uns bis zum Dinghy gefolgt. Maila verabschiedete sich von Dreckspatz und wir sind zum Boot zurück gefahren.

Vor der Lemaire Street haben wir Buckel- und Minkwale gesehen, die uns auch einige Minuten begleitet haben.

Es war schon spät, als wir in der Bucht angekommen sind. Die Sahra W. Vorwerk hat uns zum Essen eingeladen. Beim Essen wurden wir von einer Eisscholle gerammt, die einen Swimmingpool hatte, in dem zwei Krabbenfresserrobben planschten. Die waren so süß. In Johnnessen Habour sind nur ab und zu Robben, wo wir nicht erkennen konnten welche Art, um unser Boot geschwommen und gehüpft. Dann waren wir auch schon am südlichsten Punkt unserer Reise. Tierwelt Antarktis (2) ist dann die Rückfahrt.

Samuel

Samuels Tierwelt-Spezial: Lou

Ushuaia, Mai 2020

Als Erstes sahen wir eine schwarze Katze in der Bibliothek im Gemeindehaus. Sie sah so süß aus. Und sie ließ sich streicheln. Das war auch einer der Hauptgründe, warum wir der Katze den Namen Lou gegeben haben. Eine andere Katze, die sehr wuschelig war, war leider zu schüchtern. Aber es geht hier um die schwarze Katze nicht um die wuschelige.

Erster Kontakt vor der Werkstatt

Lou war fast immer in der Bibliothek. Aber eines morgens, als wir gerade mit dem Frühstück fertig waren, hörten wir ein Geräusch. Es war das Miauen einer Katze. Ich dachte, das es sich um Mousse (eine 2 Jahre alte Katze, die auf einem französischem Boot aufgewachsen und sehr schüchtern ist) handelt, aber als wir rausschauten, sahen wir nichts. Plötzlich hörten wir ein Plumpsen. Wir blickten zur Treppe und sahen eine schwarze Katze. Die sich gerade daran machte, die Treppe runter zu laufen. Sie inspizierte das ganze Boot genau, außer die Schlafräume. Das liegt daran, dass sie nicht auf die Betten darf. Aber seitdem kommt sie regelmäßig. Mit der Zeit, erobert sie sogar den Skippersitz in der Navi-Ecke. Sie legt sich einfach drauf und schläft eine Runde. Wir sind eine Katzenfamilie, darum lassen wir sie jedes Mal rein.

Als ich bemerkt habe, dass es in der Werkstatt, wo die Katze ursprünglich gewohnt hat, kein Futter mehr für sie gab, ist Papa zum La Anonima gelaufen und hat Katzenfutter und sogar einen Katzennapf gekauft. Der steht ab da an unter der Sprayhood. Wenn das Essen drüben alle ist, kommt sie einfach zu uns und frisst sich satt. Der Napf wird ja auch immer aufgefüllt.

Kleines Hüngerchen!

Wenn die Sonne scheint, sitzt sie auch sehr gerne auf der ruhigen Kuchenbude.

Aber ganz früh morgens und ganz spät abends wird sie zu einer Aktiv-Mieze. Das erkennen wir daran, dass der Schwanz hin und her wackelt.

Noch keine Aktiv-Mieze

Aber noch etwas ist erstaunlich. Immer wenn sie unter Deck ist, fängt sie an zu schnurren. Sie schnurrt eigentlich fast immer, wenn wir da sind. Deshalb bekam sie auch den Namen Schnurrmaschine. Sie liegt auch gerne auf mir drauf. Da schnurrt sie dann auch immer. Sie findet es anscheinend bequem, wenn sie wie ein Waschlappen da liegt. Ein Pfötchen links, ein Pfötchen rechts und den Kopf auf meinem Knie oder Bauch liegend.

Lou liebt es, unterm Kinn gekrault zu werden. Und dabei hat sie häufig auch die Augen zu. Es sieht sehr danach aus, dass sie uns vertraut. Einmal hat Lou auf mir gesessen, aber ich musste Schule machen. Dabei musste sie aber von mir runter. Also schubste ich sie ein wenig weg, aber sie will nicht. Dann hat sie ein bisschen gekratzt. Es tat überhaupt nicht weh. Aber dann war Lou wenigstens von mir runter.

Aber manchmal kommt Lou auch nur für einen Zweck: schlafen. Ja, richtig gelesen! Sie kommt um zu schlafen. Sie kommt dann unter Deck, geht einfach so auf die Couch, kuschelt sich zusammen und schläft. Schon zweimal hat Lou neben Maila oder mir gelegen, als wir gerade beim Frühstücken waren. Das war echt süß. Einmal saß sie sogar hinter mir beim Abendbrot.

Müde…

Habe ich das putzen schon erwähnt? Immer, wenn „de Miez“ (so nennen wir die Katze auch) aus ihrer Kuschelei oder ihrem Schlaf erwacht, putzt sie sich. Das kann von ganz kurz bis sehr, sehr lange dauern. Besonders süß ist es, wenn sie sich das Gesicht putzt. Dann leckt sie ihr Pfötchen an und wischt sich damit über das Gesicht.

Wenn Lou gerade aus einem langen Schlaf aufwacht, streckt sie sich und macht einen Buckel. Aber nur um sich zu strecken. Und dann muss sie Gähnen. Maul ganz weit auf und dann, dann wieder ganz schnell zu. Dann legt sie sich entweder um oder sie will raus und hat ein kleines Hüngerchen. Inzwischen kommt sie eigentlich jeden Morgen um 7-8 Uhr, aber sie wird erst rein gelassen, wenn die Familie aufsteht. Das geschieht ungefähr um 9 Uhr.

Sonnenaufgang auf dem Dinghy

Ich finde es wirklich toll, dass Lou uns so oft besucht und bin schon ein wenig traurig, dass wir sie nicht mitnehmen können.

Samuel

Samuel über die Tierwelt im Beagle-Kanal

Der Beagle-Kanal ist ein enger, mit viel Kelp (eine sehr zähe Seepflanze) bewachsener Kanal. Direkt am Anfang haben wir sehr verspielte Delfine getroffene, aber keine Commersondelfine. Die haben uns ein bisschen begleitet. Als wir weiter drin waren gingen sie aber wieder.

Papa hat erzählt, dass er am Ufer einen Blas gesehen hat. Aber der war zu weit weg. Dann kamen wir an eine Stelle, wo rechts von uns ganz viel Kelp war. Dort ist eine Schar Robben umher geschwommen und die haben, wie es aussah, gespielt.

Und um das noch zu toppen hat ein Wal beschlossen, jetzt doch auch mal seinen Senf dazu zu geben. Der hat auf Höhe der Robben geblasen und natürlich sind wir hingefahren. Würdet ihr das nicht auch tun, wenn ihr das zweite Mal in eurem Leben Wale seht?

Wal backbord voraus!

Dann sind wir dem Wal jedenfalls hinter her gefahren, und ich musste Papa, wenn er zu nah ans Kelp kommt, warnen. Der Wal hielt sich einige Zeit vor uns, und so konnten wir feststellen, dass es sich um einen Buckelwal handelte. Aber auch der verabschiedete sich viel zu früh.

Dann kamen wir immer näher an den Punkt, an dem uns eine Überraschung erwartete. Papa wollte nicht sagen was es war. Und dann waren wir endlich da. Die Überraschung war eine Insel voll mit Magellanpinguinen. Manchmal haben wir sogar welche tauchen gesehen.

Maila hat dann da auf dem Meeresboden einen Seestern gesehen. Als wir weiter gefahren sind, mussten Maila und ich nach vorne, weil jetzt der „gefährliche“ Teil anfing.

Kelp voraus!

Mama hat Angst davor gehabt, weil da so viel Kelp sein sollte. Und das kann ich nur bestätigen. Kelp, Kelp und Kelp. Egal wohin man im Wasser schaute, dort war Kelp.

Da sahen wir noch ein Guanako, das größte Landtier in Feuerland. Das ist auch recht selten. Zumindest stand das im Buch über Feuerland.

Einschub von Maila: Danach haben wir im Beagle-Kanal eine Gruppe – wir glauben – Seelöwen gesehen. Sie lagen auf einem großen Stein auf einem Platz, wo nicht so viel Vogelkacke war, wie sonst auf dem Stein. Aber trotzdem noch ein bisschen.

Ab und zu haben wir auch startende Albatrosse gesehen. Fragt mich nicht warum, aber die haben mit ihrem Hinterteil dabei immer gewackelt. Das war lustig.

Als wir von der Antarktis zurück waren, haben wir noch in einer schönen Ankerbucht geankert. Dort haben wir dann auch einen mega-süßen, gut getarnten Fuchs gesehen. Bei einem Landspaziergang haben wir einen mega-kleinen Vogel gesehen und einen großen Beckenknochen gefunden. Den haben wir leider nicht mit genommen.

Samuel

Fazit von Maila: Wir haben im Beagle-Kanal viele schöne Tiere gesehen. Das hat total Spaß gemacht!

Samuel über die Tierwelt in Brasilien (2)

Nach dem erfolgreichen ersten Teil hier nun weitere Eindrücke von der Tierwelt in Brasilien.

Auf der Inselgruppe Abrolhos gab es ein Korallenriff und wie ihr sicher wisst, gibt es in Korallenriffen viele Tiere. Wir sind eigentlich dorthin gekommen um einen kurzen Badestopp zu machen und dann hat Papa auf dem Plotter das Korallenriff entdeckt. Natürlich mussten wir uns das angucken. Als erstes sind Mama, Maila und ich dorthin geschwommen und haben es uns angesehen. Der erste Fisch, den ich gesehen habe war gelb mit schwarzen Pünktchen. Die Farbenpracht der Korallen hielt sich zwar in Grenzen, aber die Fische waren wunderschön.

Später sind Papa und ich dann nochmal hingeschwommen und sind dort länger geblieben. Wir haben noch viele andere Fische gesehen, zum Beispiel einen Fisch, der etwas gefährlich aussah mit seinen Zähnen und mit seinem schwarz-weißen Muster. Es gab auch blaue Fische mit einem „Schnabel“, wo mein Finger lieber nicht rein geraten sollte. Damit haben sie Stückchen der ziemlich hart aussehenden Korallen abgeknabbert. Die größten Fische waren ungefähr so lang wie mein Arm. Es gab auch Seeigel, die zwar niedlich aussahen, aber heimtückisch spitze Stacheln hatten. Das kann ich beurteilen, weil ich mit ihnen leicht in Kontakt gekommen bin.

Papa und ich sind auch noch weiter geschnorchelt, bis ich von Papa lautes Geschrei hörte. Ich habe aufgeblickt und gesehen, dass Papa wollte, dass ich zu ihm schwimme. Als ich dann da war, sah ich sofort die große Schildkröte, die Papa mir zeigen wollte. Sie hatte einen zerkratzten Panzer. Ich habe mit der Unterwasserkamera, die ich dabei hatte, auf jeden Fall zu viele Fotos gemacht. Einmal bin ich sogar so nahe ran getaucht, dass ich die Schildkröte hätte berühren können.

Die nächsten Meeresschildkröten haben wir gesehen, als wir im Hafen bei Rio de Janeiro lagen. Am Anfang dachten wir, es wäre nur eine, die ungefähr so groß war, wie mein Unterarm. Wir haben sie auch einmal Grünzeug vom Stein fressen sehen, wobei sie uns den Popo entgegengestreckt hat. Wir haben später herausgefunden, dass es sogar zwei Schildkröten waren.

Im selben Hafen entdeckten wir wieder Mamas geliebten Herbert (weißer Vogel), der gewachsen war. Komischer Weise folgte er uns immer weiter, zumindest behaupten Mama, Maila und ich das immer scherzhaft.

Nach Rio de Janeiro haben wir ein paarmal geankert, unter anderem bei der Ilha do Mel. Da gab es zwei „schöne“ Tierarten:

  1. Mücken! Zumindest vermuten wir, dass es so welche waren. Wir haben immer wieder gehört, dass man in Brasilien keinen Mückenstich bekommen soll. Na ja, das hat nicht ganz geklappt. Die Mücken haben unser Boot und uns geliebt. Glücklicherweise waren es nicht solche Mücken wie bei uns, sondern man konnte sie recht gut sehen und jagen. Wir hatten zwar einen Mückenschutz, doch der hat gegen diese intelligenten Mücken wenig gebracht. Jedenfalls bin ich jetzt auch mal dran, Tieren einen Namen zu geben. Darum nenne ich sie „Ms. Piks“.
  2. Delfine! Die ganze Familie mag Delfine. Es sind ja auch wirklich schöne Tiere. Und diese haben uns an dem Ankerplatz immer wieder besucht. Manchmal hatten sie einen Fisch im Maul, den sie zu meiner Enttäuschung selbst verspeist haben.

Im nächsten Hafen bei Laguna gab es ebenfalls Delfine. Es waren recht große, hübsche Flussdelfine, die dort anscheinend wohnten und lustig drauf waren. Es gab hier auch eine kleine Insel, die ab und zu überspült war. Immer wenn sie nicht mit Wasser bedeckt war, begann anscheinend das Festessen für viele Vögel, die dann in Schwärmen ankamen.

Als wir von Laguna weiter fuhren, dachte Papa nach einiger Zeit, eine Meeresschildkröte gesehen zu haben. Mama dachte, es wäre Holz. Als wir dann dorthin fuhren, sahen wir ein Flosse, die auf dem Wasser hin und her platschte. Allerdings, als wir noch näher heran fuhren, stellte sich heraus, dass es auch keine Meeresschildkröte war, da es nur zwei Flossen hatte. Zu unserer Überraschung war es ein Mondfisch. Er war zwar nicht sehr groß, aber trotzdem sehr cool. Später entdeckten wir noch einen zweiten Mondfisch.

Auf derselben Fahrt hatten wir auch noch einen blinden Passagier an Bord. Es war ein kleiner, süßer Vogel. Der sich vorne auf dem Bugspriet hingesetzt hatte. Dieses knuffige Tier verließ uns leider nach ein paar Stunden wieder. Ich hätte ihn gerne als Bootsvogel behalten. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass Mama und Papa dagegen wären.

In Rio Grande lagen wir an einem Museumssteg und da gab es auch zwei Tierarten: vier Pinguine und ein Seelöwen in einem kleinen Tierkrankenhaus. Die haben wir öfters besucht. Die Pinguine hatten sogar einen Sonnenschirm.

Auf dem Weg zum Museum lag plötzlich ein Leguan faul in der Sonne. Ich habe noch nie so einen großen Leguan in freier Wildbahn gesehen und zu meinem Erstaunen hat er, als er gegangen ist, den Fußweg benutzt bevor er dann in die Büsche abgehauen ist.

Das war die Tierwelt in Brasilien.

Samuel