Samuel über die Tierwelt in Brasilien (2)

Nach dem erfolgreichen ersten Teil hier nun weitere Eindrücke von der Tierwelt in Brasilien.

Auf der Inselgruppe Abrolhos gab es ein Korallenriff und wie ihr sicher wisst, gibt es in Korallenriffen viele Tiere. Wir sind eigentlich dorthin gekommen um einen kurzen Badestopp zu machen und dann hat Papa auf dem Plotter das Korallenriff entdeckt. Natürlich mussten wir uns das angucken. Als erstes sind Mama, Maila und ich dorthin geschwommen und haben es uns angesehen. Der erste Fisch, den ich gesehen habe war gelb mit schwarzen Pünktchen. Die Farbenpracht der Korallen hielt sich zwar in Grenzen, aber die Fische waren wunderschön.

Später sind Papa und ich dann nochmal hingeschwommen und sind dort länger geblieben. Wir haben noch viele andere Fische gesehen, zum Beispiel einen Fisch, der etwas gefährlich aussah mit seinen Zähnen und mit seinem schwarz-weißen Muster. Es gab auch blaue Fische mit einem „Schnabel“, wo mein Finger lieber nicht rein geraten sollte. Damit haben sie Stückchen der ziemlich hart aussehenden Korallen abgeknabbert. Die größten Fische waren ungefähr so lang wie mein Arm. Es gab auch Seeigel, die zwar niedlich aussahen, aber heimtückisch spitze Stacheln hatten. Das kann ich beurteilen, weil ich mit ihnen leicht in Kontakt gekommen bin.

Papa und ich sind auch noch weiter geschnorchelt, bis ich von Papa lautes Geschrei hörte. Ich habe aufgeblickt und gesehen, dass Papa wollte, dass ich zu ihm schwimme. Als ich dann da war, sah ich sofort die große Schildkröte, die Papa mir zeigen wollte. Sie hatte einen zerkratzten Panzer. Ich habe mit der Unterwasserkamera, die ich dabei hatte, auf jeden Fall zu viele Fotos gemacht. Einmal bin ich sogar so nahe ran getaucht, dass ich die Schildkröte hätte berühren können.

Die nächsten Meeresschildkröten haben wir gesehen, als wir im Hafen bei Rio de Janeiro lagen. Am Anfang dachten wir, es wäre nur eine, die ungefähr so groß war, wie mein Unterarm. Wir haben sie auch einmal Grünzeug vom Stein fressen sehen, wobei sie uns den Popo entgegengestreckt hat. Wir haben später herausgefunden, dass es sogar zwei Schildkröten waren.

Im selben Hafen entdeckten wir wieder Mamas geliebten Herbert (weißer Vogel), der gewachsen war. Komischer Weise folgte er uns immer weiter, zumindest behaupten Mama, Maila und ich das immer scherzhaft.

Nach Rio de Janeiro haben wir ein paarmal geankert, unter anderem bei der Ilha do Mel. Da gab es zwei „schöne“ Tierarten:

  1. Mücken! Zumindest vermuten wir, dass es so welche waren. Wir haben immer wieder gehört, dass man in Brasilien keinen Mückenstich bekommen soll. Na ja, das hat nicht ganz geklappt. Die Mücken haben unser Boot und uns geliebt. Glücklicherweise waren es nicht solche Mücken wie bei uns, sondern man konnte sie recht gut sehen und jagen. Wir hatten zwar einen Mückenschutz, doch der hat gegen diese intelligenten Mücken wenig gebracht. Jedenfalls bin ich jetzt auch mal dran, Tieren einen Namen zu geben. Darum nenne ich sie „Ms. Piks“.
  2. Delfine! Die ganze Familie mag Delfine. Es sind ja auch wirklich schöne Tiere. Und diese haben uns an dem Ankerplatz immer wieder besucht. Manchmal hatten sie einen Fisch im Maul, den sie zu meiner Enttäuschung selbst verspeist haben.

Im nächsten Hafen bei Laguna gab es ebenfalls Delfine. Es waren recht große, hübsche Flussdelfine, die dort anscheinend wohnten und lustig drauf waren. Es gab hier auch eine kleine Insel, die ab und zu überspült war. Immer wenn sie nicht mit Wasser bedeckt war, begann anscheinend das Festessen für viele Vögel, die dann in Schwärmen ankamen.

Als wir von Laguna weiter fuhren, dachte Papa nach einiger Zeit, eine Meeresschildkröte gesehen zu haben. Mama dachte, es wäre Holz. Als wir dann dorthin fuhren, sahen wir ein Flosse, die auf dem Wasser hin und her platschte. Allerdings, als wir noch näher heran fuhren, stellte sich heraus, dass es auch keine Meeresschildkröte war, da es nur zwei Flossen hatte. Zu unserer Überraschung war es ein Mondfisch. Er war zwar nicht sehr groß, aber trotzdem sehr cool. Später entdeckten wir noch einen zweiten Mondfisch.

Auf derselben Fahrt hatten wir auch noch einen blinden Passagier an Bord. Es war ein kleiner, süßer Vogel. Der sich vorne auf dem Bugspriet hingesetzt hatte. Dieses knuffige Tier verließ uns leider nach ein paar Stunden wieder. Ich hätte ihn gerne als Bootsvogel behalten. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass Mama und Papa dagegen wären.

In Rio Grande lagen wir an einem Museumssteg und da gab es auch zwei Tierarten: vier Pinguine und ein Seelöwen in einem kleinen Tierkrankenhaus. Die haben wir öfters besucht. Die Pinguine hatten sogar einen Sonnenschirm.

Auf dem Weg zum Museum lag plötzlich ein Leguan faul in der Sonne. Ich habe noch nie so einen großen Leguan in freier Wildbahn gesehen und zu meinem Erstaunen hat er, als er gegangen ist, den Fußweg benutzt bevor er dann in die Büsche abgehauen ist.

Das war die Tierwelt in Brasilien.

Samuel

Samuel über die Tierwelt in Brasilien

Überall gibt es Tiere und über die, die wir in Brasilien bisher gesehen haben möchte ich Euch etwas erzählen. Wir kamen gegen Abend in Brasilien an und Mama sah gleich einen weißen Vogel mit auffällig langen Beinen. Den hatte sie „Herbert“ getauft. Seit diesem Moment hieß jeder dieser Art „Herbert“… egal ob auf dem Steg, in der Luft oder an Land.

Obwohl wir in einem Fluss waren, hatten wir doch Gezeiten. Wenn wir manchmal vom Steg gingen und es gerade Niedrigwasser war, konnte man ohne große Mühe den Flussboden sehen. Eigentlich wäre das ja nicht so interessant, aber trotzdem hielten wir da regelmäßig an und schauten runter. Dort waren ganz viele Krebse, wo eine Schere ungefähr so groß war, wie der Rest des Körpers. Das Komische daran war, wenn man die Krebse selbst nicht schon als komisch bezeichnet, dass sie mit ihrer großen Schere zu uns hoch gewunken haben. Es waren nicht nur 1-2 Krebse die das machten, sondern gleich eine ganze Horde. Einmal hatten sich sehr viele Krebse am Wasser versammelt und Maila und ich dachten, dass sie eine Krebs-Grillparty ohne uns veranstalten wollten.

Später dann hatte Papa einen weißen Krebs und daneben einen braunen an einem Tau unter Wasser entdeckt. Der „weiße Krebs“ bewegte sich überhaupt nicht. Als wir ihn rausholten, erkannten wir sofort den Grund: es war eine Krebshaut und gar kein Krebs, wie zuerst gedacht.

Setzen wir unsere Reise weiter fort, verlassen den Steg und gehen an Land. Dann sahen wir meistens an der rechten oder linken Seite eine kleine Eidechse. Wir entdeckten auch an ganz anderen Stellen Eidechsen und logischer Weise musste Mama auch diesen einen Namen geben: „Henriette“ und „Gustav“! Wir haben sogar einmal eine ziemlich mopplige Eidechse gesehen, die sich gerade sonnte. Als sie uns erblickte ist sie schnell abgehauen.

Bekanntermaßen dusche ich nicht so gerne. Aber nach zwei Wochen auf See ohne Duschen war es nötig, sagte Papa zumindest. Also gingen wir am Abend nochmal los und machten uns auf den Weg zur Dusche. Als wir ankamen und Papa seine Duschkabine öffnete, sah er einen Frosch! Dieser ist an die Wand gegenüber von Papa gesprungen und – ob man es glaubt oder nicht – hat kurz danach Papas Oberschenkel für eine Wand gehalten und ist ran gesprungen. Hättet ihr damit gerechnet? Da Papa damit logischer Weise nicht rechnete, hatte er sich ein bisschen erschrocken. Wir hatten dann in der Nachbardusche auch noch einige Frösche mehr entdeckt. In meiner Duschkabine waren keine Frösche, dafür war da etwas Besseres. Ich fing gerade an mich zu duschen, als ich am Boden eine Bewegung wahrnahm. Ich schaute runter und sah einen Krebs auf dem Rücken liegen. Ich weiß nicht, ob ihr euch erschrocken hättet, aber ich tat es.

Wie wir es in anderen Ländern gerne tun, liefen wir auch ein bisschen in der Umgebung rum. Wir sahen ziemlich viele Esel frei rumlaufen und angebundene Pferde. Wenn sie mal nicht angebunden waren, ritt jemand auf ihnen in den „Straßen“. Wir sahen am Tag faul rumliegende Hunde aber kaum eine Katze. Anscheinend war es beiden Tieren zu heiß. Abends wurden die Tiere mobiler und wir haben sogar drei süße Baby-Kätzchen gesehen.

Das waren meine bisherigen Tiererlebnisse in Brasilien.

Samuel

Kurze Ergänzung vom Skipper: Einmal sah ich auch eine kleine Schlange im flachen Wasser. Trotzdem geht nicht nur die Jugend hier baden, sondern wir sahen sogar nächtliche Schnorchler, die mit Unterwassertaschenlampe bewaffnet auf Fischjagd tauchten… einer hatte einen ganz schön mächtigen Fang auf seinem Rücken dabei. Essen würden wir die dort gefangenen Fischer aber dann wohl doch eher nicht.

Ansichten eines Pinguins

Ich habe ein neues T Shirt bekommen. Das ist von den Sea Shepherds und Maila ist es mittlerweile zu klein. Doch mir passt es perfekt. Die Atlantiküberquerung war ziemlich schauklig und lang. Und immer wenn die Erwachsenen und die Kinder nicht an Bord sind, dann machen wir Kuscheltiere was wir wollen. Zum Beispiel essen wir so viel Schokolade wie wir wollen oder machen Partys. Das ist immer toll. In der Nacht, wenn wir gerade nicht unter den Kindern schwitzen, dann quatschen wir mit den hier lebenden Tieren. Hier in Brasilien z.B. mit Krebsen und Fledermäusen. Für mich ist es hier ziemlich heiß. Und mein T Shirt ist noch schwarz. Aber bald bin ich in meinem Zuhause in der Antarktis. Darauf freue ich mich. Und dann schnacke ich mit meinen Freunden.

Samuels Pingi

Alles klar?!

Samuel sagt „Petri Dank“

Es war an einem schönen Tag. Wir hatten wie immer einfach mal so die Angel rausgehalten, nicht in der Erwartung, dass ein Fisch anbeißt. Die Stunden verstrichen. Es war bereits 15 Uhr und wie erwartet immer noch kein Biss. Maila hatte sich aus einem Angelbuch einen sehr schönen Fisch namens Dolphin (Goldmakrele) rausgesucht und gesagt, dass sie den Fisch gerne fangen möchte.

Als es 15:15 Uhr war meldete sich die Angel, was uns alle sehr erstaunte. Genau als Maila und Papa mal wieder nach langer Zeit Sachkundeunterricht machten. Als Papa die Bremse voll gezogen hatte, zog der Fisch uns immer noch Leine raus. Papa sagte, dass ich den großen Gaff hohlen soll. Also ging ich runter, holte den gefühlt 4m langen Gaff und legte ihn bereit.

Wir hatten bestimmt eine halbe Stunde mit dem Fisch gekämpft. Als er dann irgendwann keine Kraft mehr hatte und Papa auch keine mehr hatte, holten wir ihn nahe ans Boot ran. Mama holte den Kescher und hatte ihn mir gegeben, so dass ich den Fisch raus Keschern und ihn begutachteten konnte. Es war der größte Fisch, den wir je gefangen hatten, aber zu Papas Verwunderung war er trotz seiner Kraft an der Angel nur etwas mehr als 50cm lang. Es war ein Dolphin (Goldmakrele) und Maila hat sich riesig gefreut über den Fang. Dann hatte Mama ihn mit Alkohol betäubt und Papa mit einem Schnitt in die Kehle getötet.

Wir filetierten den 65cm langen und 2kg schweren Fisch und ich nahm ihn aus (darauf gehe ich jetzt nicht weiter ein). Also war das Mittagessen gesichert, heute stand Fisch auf dem Speiseplan. Jetzt musste Papa sich nur noch überlegen wie er den filetierten Fisch zubereitet. Er hatte sich gedacht, dass es Reis und sehr leckeres Paprikagemüse zu dem Fisch gibt.

Am nächsten Tag hatte wieder einer angebissen, doch sich schnell wieder von unserem Tintenfischköder befreit. So ging dieser Tag ohne Fisch aus.

Zwei Tage nach dem ersten Fisch und einen Tag nach dem erfolglosen Biss hat die Angel sich dieses Mal nicht so stark um 13:30 Uhr gemeldet, während Papa schlief. Mama hat Maila zugeschriehen, dass sie Papa wecken solle. Doch dieser Fisch war nicht so stark und groß wie der letzte. Das erklärte dann auch warum ich manchmal dachte, dass er ab wäre. Ich habe ihn ohne Probleme an Bord bekommen und der war kleiner und leichter als der andere nämlich 58cm und nur 1,5kg schwer. Am selben Tag hatte genau als wir alle uns zum Essen hingesetzt hatten und anfangen wollten, ein Fisch angebissen. Der ist leider abgegangen auf halbem Weg zum Boot.

Am nächsten Tag hatte Frühs gegen 9:30 Uhr die Angel sich wieder gemeldet. Wir hatten es fast gar nicht gehört, weil wir unten waren, aber Mailas sehr gute Ohren hatten es vernommen. Nach genauerem Hinhören hörte ich es auch. Wir sind sofort hochgesprintet und Mama hatte überlegt Papa zu wecken. Doch als ich sie überzeugt hatte, dass das nicht nötig sei, hatte sie es gelassen. Ich bekam den Fisch allein raus und wir hatten wieder ins Wasser geschmissen, weil er viel zu klein war.

Trotzdem waren es doch vier erfolgreiche Angeltage. Findet ihr nicht? Seitdem hängt jedenfalls voller Stolz unsere Dolphin-Flagge unter der linken Saling.

Samuel

Der Einkauf

Wir hatten uns für zwei Tage ein Auto gemietet und einen anstrengenden Ausflug hinter uns, als Mama und Papa einen Lidl sahen, wo sie sofort einkaufen wollten. Maila und ich wollten nicht wirklich mit, aber es war doch ganz lustig da drinnen. Wir haben mehrere große Schinken gesehen, aber leider keinen mitgenommen. Ich fand, dass wir ziemlich viel eingekauft hatten und dachte: „Wie passt das alles in unser kleines Auto?“ Irgendwie hat Papa es dann geschafft, alles im Auto unterzubringen. Als wir vor unserem Boot parkten, haben wir die Taschen erst einmal auf den Steg getragen und Mama bestand darauf, dass alles mögliche Papier wegen möglicher Kakerlakeneier draußen bleibt. Wir mussten unsere Einkäufe irgendwie an Bord bringen, ohne Kakerlakeneier einzuschleppen. Wegen Mamas intensiver Recherche im Internet (Google ;-) wusste Sie, dass man Kakerlakeneier durch Salzwasser von den Behältnissen trennen kann. Somit begann der Spaß. Wir haben alles, was wasserfest war ins Hafenbeckenwasser (was nicht gerade das sauberste war) getaucht. Natürlich haben wir danach noch einmal alles mit Süßwasser gründlich abgespült, aber das hat ganz schön lang gedauert und war anstrengend.

Am nächsten Tag haben wir einen weiteren Ausflug gemacht. Danach waren wir ziemlich erschöpft, allerdings wollten Mama und Papa nochmal zu Lidl einkaufen gehen. Wir Kinder haben Mama und Papa überredet, dass Sie uns an Bord bringen und dann alleine einkaufen gehen. In der Zeit haben Maila und ich uns den Fernseher angemacht und „Herr der Ringe“ geschaut. Als der Film fast zu Ende war, dachten wir schon, dass Mama und Papa nie wieder kommen. Dann hörten wir, dass jemand auf unser Boot ging. Ich habe nachgeschaut, und es war Mama. Da wusste ich, gleich werden wir wieder beim Abwaschen des Einkaufs helfen müssen. Doch dieses Mal sah das Hafenwasser so ölig aus, dass wir es nicht zum reintauchen benutzen wollten. Dann hatte Mama die Idee, dass wir einfach Süßwasser nehmen und dort die halbe Salzpackung reinkippen könnten. Dabei hatte Mama Ihren Schuh ins Hafenwasser gestoßen und ich habe ihn wieder rausgefischt. Dann begann wieder die wunderbare Salzwasserabspülung der gekauften Waren. Dieses Mal war es noch mehr als am Vortag. Maila hat wie am Vortag alle Etiketten von den Flaschen und Dosen abgemacht und ich habe die ganzen Sachen abgewaschen. Das erste, was an Bord kam war zu meinem Erstaunen ein 3,75kg schwerer Schinken und eine besondere Herausforderung war es, diesen Schinken abzuwaschen, weil er nicht komplett in die Salzwasserwanne passte. Aber irgendwie habe ich es dann doch hinbekommen und jetzt bin ich schon sehr gespannt, wann wir den Schinken endlich aufschneiden.

Samuel