Maila auf dem Spinnaker Tower

Ich bin in Portsmouth. Das ist in England. Da sind ein ganz berühmtes Schiff (die Victory von Lord Nelson bei Trafalgar) und ein berühmter Tower, nämlich der Spinnaker Tower. Da war ich drauf. 170m hoch war der, aber er hatte eine Spitze und wir konnten nicht ganz nach oben. Im Fahrstuhl haben wir einen Druck auf den Ohren gespürt. Es gab drei Etagen, aber wir sind nur in zwei Etagen gegangen, weil eine Etage ein Café-Ding war. Und beim Runterfahren haben wir auch etwas auf den Ohren gespürt.

Und es gab eine Stelle, da war unter unseren Füßen Glas. Zum Glück hat das Glas gehalten. Aber es war trotzdem sehr gruselig. Ich habe mich fast die ganze Zeit festgehalten. Außer ganz am Ende. Da bin ich ganz ohne Festhalten in die Mitte gegangen und Papa hat ein Foto gemacht von mir. Es ging ganz weit nach unten.

Anfangs habe ich mich nicht getraut aber Samuel und Mama und Papa sind sofort draufgegangen. Mama hat sich erst am Geländer festgehalten, aber dann ist sie einfach übers Glas gelaufen. Es gab so eine abgegrenzte Station da musste man so eine Brille aufsetzten und so Dinger in den Händen halten und dann denkt man, man ist auf so einem Balken auf dem Tower und man muss so eine Glocke schlagen (Virtual Reality). Der Spinnaker Tower war sehr teuer und das alte Schiff war ganz teuer. Deswegen haben wir uns nur den Tower angeguckt. Wir hatten eine wunderschöne Aussicht vom Tower. Da waren auch ganz viele andere Militärschiffe. Wir haben sogar einen Flugzeugträger gesehen.

Maila

Unser erster Nachtschlag

13. Juli 2019

Wir sind jetzt losgesegelt und auch schon aus Deutschland raus. Wir sind gerade bei unserem ersten langen Schlag, wo wir auch über Nacht segeln.

Die Weltreise dauert noch nicht so lange und wir haben noch nicht so viel gesehen. Aber wir hatten jetzt schon schöne Häfen. Ein Hafen hat uns sogar einen sehr leckeren Kuchen geschenkt. Schon am ersten Segeltag mussten mein Bruder und ich uns übergeben. Aber jetzt geht es schon besser, weil wir so einen Saft genommen haben und Samuel so eine Tablette, wo uns nicht so schnell übel wird.

Wir sind schon durch das Wattenmeer gefahren. Da kann man nur durchfahren wenn Flut ist, weil sonst da alles trocken liegt. Manchmal hatten wir nur 1,2m Wassertiefe und einmal sind wir sogar stecken geblieben. Unser Papa hat uns dann rückwärts gefahren und ist links ausgewichen. Da war es ein bisschen tiefer. Aber ich hätte da sogar noch stehen können.

Es ist sehr toll hier an Bord. Leider war der Wind noch nicht sooo gut sondern ein bisschen sogar schlecht. Aber heute ist er gut zum Segeln und deswegen fahren wir auch so ein langes Stück. Vielleicht fahren wir bis morgen Abend oder auch zwei Nächte durch.

14. Juli 2019

Jetzt ist der Nachtschlag vorbei. Ich war bis ein Uhr wach, habe mir das Meer und die Schiffe angeschaut. Es war aber sehr kalt. Deswegen haben wir uns zugedeckt. Und wir mussten auch eine Rettungsweste tragen, damit wir auf keinen Fall untergehen. Ich hatte eine Rettungsweste, mein Bruder auch und mein Papa auch. Meine Mama musste keine Rettungsweste tragen, weil sie schon im Bett war.

In der Nacht hat Papa uns erklärt, wie man die Untiefentonnen am Blinken erkennen kann. Dann weiß man, an welcher Seite man daran vorbeifahren soll. Für uns sind sie nicht so wichtig, weil es für uns meist noch tief genug ist. Für die großen Schiffe ist das wichtig.

Wir sind auch durch einen Ankerplatz für große Schiffe gefahren und da waren 18 riesige Schiffe. Auf unserer Strecke haben wir ganz viele große Schiffe gesehen. Viele haben geankert und gewartet, bis sie wieder was transportieren können.

Samuel war auch die ganze Nacht oben wie Papa, aber er ist zwischendurch eingeschlafen. Und in der Frühe um halb sechs sind Papa und er ins Bett gegangen. Dann hat Mama das Boot übernommen.

Wir sind aber immer noch nicht am Hafen, sondern noch auf dem Meer. Mama hat fast den ganzen Vormittag gesteuert, aber viel hat auch der Autopilot gemacht. Und jetzt muss sie auch eine Rettungsweste tragen. Heute hat es schon geregnet. Ich war mit Regenjacke draußen und habe beim Steuern zugeguckt. Das blöde ist, dass wir jetzt Gegenstrom haben und darum nur langsam vorankommen.

So sieht es jetzt aus!

Ich schreibe Euch, wenn wir beim Hafen angekommen sind.

Maila

Hallo, ich bin Maila!

Es sind nur noch ein paar Tage übrig bis zur Weltreise mit meiner Familie. Ich freue mich, aber vermisse auch meine Freude und meine Lehrer. Manche aus meiner Klasse vermissen mich überhaupt nicht. Das ist aber nicht schlimm.

Meine beste Freundin Talisa freut sich gar nicht. Am liebsten würde sie mitfahren, oder ich bleibe einfach hier. Leider kann sie nicht mitfahren, weil wir sonst zu wenig Platz haben. Sie vermisst dann auch bestimmt drei Jahre Ihre Mutter und Ihren Bruder. Darum bleibt sie hier.

Es ist jetzt eine sehr aufregende Zeit. Ich will regelmäßig etwas schreiben, so dass meine Freunde und Lehrer lesen können, wo ich gerade bin.

Maila