Maila im Wasser bei Lanzarote

Wir waren in einer wunderschönen Badebucht bei den Papagayo-Stränden. Ich und Mama sind mit einer Luftmatratze und auch ohne eine Luftmatratze zum Strand geschwommen und hatten da unseren Spaß. Und dann sind wir irgendwann wieder zurückgeschwommen und haben erst einmal die paar Tage da gebadet. Das letzte Mal als wir zum Strand wollten, waren schon ganz schön große Wellen. Trotzdem sind wir zum Strand geschwommen. Da waren so große Wellen, dass man kaum die Chance hatte wieder ins Wasser zu kommen. Nach einer Zeit, als mir das Salzwasser ins Auge gegangen war, sind wir dann auch wieder zurückgeschwommen.

Adventure-Girls im Einsatz!

Ein anderes Mal war es noch mehr Wind und Welle. Wir sind vom Boot aus ins Wasser gegangen. Wie immer hatten wir die Schwimmleine rausgeholt. Diese Mal mussten wir uns aber daran festhalten, weil es waren ganz schön große Wellen und viel Strömung. Mama sagte die ganze Zeit „Ihr müsst Euch irgendwo festhalten“. Ich blieb immer nah beim Boot und habe mich irgendwo festgehalten. Samuel natürlich ist trotzdem nach vorne geschwommen um das Boot herum. Wir hatten Spaß und am Ende kamen plötzlich besonders große Wellen. Mama hat mich hochgeschubst und zum Glück habe ich nichts ins Auge bekommen und dann haben wir beschlossen erstmal wieder rauszugehen, weil die Strömung schon sehr stark war.

Kakao nach dem Baden

Wir waren auch sehr lange im Hafen und dort war es sehr, sehr, sehr, sehr doll schmutzig im Wasser. Nur im Wasser, weil wir an einer besonderen Ecke waren, wo alles hin geschwemmt wurde. Das war immer furchtbar eklig. Eines Abends, es war schon sehr spät und dunkel, ist was Schlimmes passiert. Als Mama gerade duschen war hatte sie ihren Badeanzug in der Dusche vergessen. Wir wollten zur Dusche gehen, um ihn zu suchen. Ich hatte ein sehr langes Kleid an und bin an der Klampe zum Runterweg mit dem langen Kleid hängen geblieben. Ich war mit einem Fuß in der Luft und konnte mich nicht mehr halten und deswegen bin ich ins Wasser geplatscht. Mama wollte mich noch festhalten, aber ich bin trotzdem ins Wasser gefallen. Zum Glück zwischen Boot und Steg, ohne mir wehzutun. Mama kam sofort und hat meine beiden Handgelenke geschnappt. Sie war aber in so einem Winkel, dass sie mich nicht rausziehen konnten. Und dann kam Papa und hat mich rausgehoben. Ich hatte eine Karte in der Hand, damit man in die Dusche und in die Toilette kann. Zum Glück habe ich die aber festgehalten bei dem Sturz. Und ich habe mich ganz schön doll erschrocken. Und dann mussten wir erst recht in die Dusche, weil das Wasser ja so eklig war. Danach habe ich eines meiner Lieblingskleider verflucht(!), weil ich seinetwegen ins Wasser geflogen bin.

Maila

Maila unterwegs auf Lanzarote

Wir haben uns ein Mietauto gemietet für das Wochenende und haben damit die Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Am tollsten fand ich zwei Sachen:

Das erste waren die Feuerberge (Timanfaya). Das sind Vulkane, die vor etwa 300 Jahren für sechs Jahre ausgebrochen sind und alles war voller ausgetrockneter Lava. Das konnte man nur mit einem Bus machen, weil wir da durch die Vulkane gefahren sind. Wir haben auch kleine Vulkane gesehen, wo wir im Bus, ohne irgendwo hochzufahren den Krater gesehen haben. Dann sind wir einen Vulkan hochgefahren und dann ging es steile Kurven. Wir haben meistens da angehalten, wo es gerade runter ging und natürlich musste ich genau da sitzen, wo man genau runter guckte. Ich hatte ein bisschen Angst, aber ich fand es auch cool, dass man soweit runter gucken konnte. Das haben wir ganz viel gemacht, aber manchmal haben wir auch an Stellen angehalten wo die Lava aussah wie Tropfen, die gerade runterfallen. Als wir nach langem Fahren wieder oben angekommen sind, konnte man ganz viele andere Vulkane sehen, die einen Krater hatten, aber bei dem Vulkan wo wir hochgefahren sind konnte man auch den Krater sehen und das war auch ein bisschen gruselig. Als als wir wieder runtergefahren waren, ganz schön steil und kurvig abwärts und wieder bei der Station waren, war ich ein bisschen erleichtert, aber auch ein bisschen traurig, dass die tolle Fahrt vorbei war.

Wir sind auch in einen Kaktusgarten gegangen, wo so ein berühmter Künstler (César Manrique) einen großen Metallkaktus für der Tür gebaut hatte. Draußen waren auch Kakteen, da wurden diese Läuse für rote Farbstoffe (Cochenille) gezüchtet. Drinnen waren tausende und über Millionen Kakteen. Es gab welche, die so groß waren wie Bäume oder welche, die sahen aus wie eine Trommel, auf die man sich draufsetzen konnte, aber die waren picksig und es waren ein paar da, die sahen aus wie Blumen. Ich bin sofort losgerannt mit meiner Kamera und wollte von jedem Kaktus ein Bild machen. Leider war nach einer Zeit die Speicherkarte voll und dann konnte ich keine Fotos mehr machen. Da gab es auch einen See mit ganz vielen Fischen und einer Brücke. Oben auf einem Hügel, wo man durch die heiße Sonne laufen musste, da war eine Windmühle. Da konnte man reingehen und sich angucken, wie das von innen aussieht. Aber das war jetzt für die Kinder nicht so spannend. Dann sind wir wieder runter gegangen. Da haben wir auch bemerkt, dass am Wegesrand ganz vielen Mini-Kakteen standen. Da gab es auch einen kleinen Shop und da habe ich mir einen kleinen, eckigen Spiegel gekauft wo außen ein paar Kaktussorten gezeigt werden. Da war es richtig toll mit den ganzen Kakteen.

Wieder im Hafen haben wir erstmal beschlossen, in den Pool zu gehen, weil es da einen kleinen Pool gibt, der ein bisschen mehr als einen Meter tief ist. Da sind wir erstmal hingegangen und haben gebadet. Danach, als der Pool geschlossen wurde, als wir gegangen sind, haben wir gesehen, dass der Pool voller Möwen war, obwohl da ein Schild stand „Pool Closed!“ Die Möwen wissen wohl, wenn das Schild dran ist und keiner mehr im Pool ist, sind die Möwen dran.

Nächstes Mal erzähle noch mehr vom Baden auf Lanzarote.

Maila

Kanarische Inseln voraus!

Skipper: Bei schönstem Wetter und mit recht guter, raumer Windvorhersage für die nächsten Tage, wagten wir uns auf den langen Schlag zu den Kanarischen Inseln. Über 600sm am Stück hatten wir mit unserer Samai bisher noch nicht vor dem Bug. Doch wenn man mal ein wenig an die nächsten Monate und Jahre denkt, dann sollte uns das nun wahrlich nicht schrecken… sonst können wir das mit dem Pazifik auch gleich bleiben lassen.

So lässt es sich leben!

Maila: Es war heute ein schöner, sonniger Tag. Die Welle kam von schräg hinten und es hat geschaukelt. Deswegen mussten wir uns auch erst daran gewöhnen an das Geschaukel und konnten kaum gut schlafen. Der zweite Tag war eigentlich schon ein bisschen besser als der erste und uns war nicht übel. Dann konnten wir auch besser schlafen, aber nicht am besten. Papa hat natürlich die ganze Zeit Nachtwache gehalten und Mama hat so um sechs mit ihm getauscht. In der zweiten Nacht wurde Papa plötzlich angesprungen.

Skipper: Ich war gerade auf einen allgemeinen Kontrollblick nach oben hinter das Steuerrad gegangen, als ich in der linken Seite etwas merkte. Es war wie ein leichtes, freundschaftliches Knuffen eines Kumpels. Allerdings war ich ja nun mal alleine hier oben. Haben wir einen Klabautermann an Bord?

Maila: Nein, es war ein kleiner Tintenfisch! Wir haben uns auch gewundert, weil Tintenfische eigentlich nicht jemanden anspringen. Ich habe vermutet, dass sie gespielt haben und Papa nicht gesehen haben.

Unerwarteter Besuch an Bord

Skipper: Vielleicht ist aber auch ein tintenfischiges Männlichkeitsritual, dass die Jugend erst ein vorbeifahrendes Segelboot überspringen muss um in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen zu werden… und das klappt halt nicht immer.

Maila: Papa hat erstmal eine Taschenlampe geholt und geguckt, was das war. Und da war ein Tintenfisch. Er hatte Tentakel und man konnte in ihn reinsehen, weil er ganz durchsichtig war. Und dann hat Papa ihn in einen Eimer voller Wasser getan, weil er uns den zeigen wollte.

Skipper: Allerdings hat sich der Kleine offensichtlich nicht sehr wohl gefühlt. Schon nach wenigen Sekunden sah ich eine kleine schwarze Wolke im Wasser. Mehrere Male gab er seine Tinte ab, bis in dem Eimer nur noch eine dunkle, undurchsichtige Flüssigkeit zu sehen war.

Maila: Als wir dann aufgewacht sind, war der Tintenfisch leider irgendwie gestorben und Papa hat mir das Foto, als er noch dursichtig war, gezeigt. Und dann wollte ich ihn erst nicht sehen, aber dann habe ich ihn angeguckt und da lag er in einer Box mit Wasser drin und er war gar nicht mehr durchsichtig, nämlich ganz dunkel.

Am nächsten Morgen

Skipper: Das Wasser strahlte im Sonnenschein dagegen alles andere als dunkel, sondern in einem wunderschönen, tiefen Blau. Es ist ja keine große Neuigkeit, dass das „Blauwassersegeln“ genau deswegen so genannt wird. Aber all dieses Wissen kann einem nicht die Schönheit vermitteln, die ebenso wenig auf einem Foto festgehalten werden kann, wie die Höhe von Wellen… diese Farbe muss man mit den eigenen Sinnen wahrnehmen.

Maila: Es war so tief, dass unser Messgerät, wie tief es ist, es gar nicht mehr anzeigen konnte, weil das Signal nach unten geht und dann wieder nach oben. Das dauert dann so lange, dass wir schon weg sind, weil wir schon weiter gefahren sind.

Blau

Skipper: Unterwegs haben wir auch erstmals unsere große Angel benutzt, allerdings noch ohne Erfolg. Wir waren zwar schnell genug unter Segeln unterwegs, allerdings passte der Köder wohl nicht wirklich. Auf den Kanaren werden wir mal nach den uns empfohlenen Hochseewobblern Ausschau halten. Damit sollt es dann auf dem weiteren Weg zu den Cap Verden hoffentlich mal klappen. Trotzdem hatten wir nicht nur den einen, oben beschriebenen Tintenfisch gefangen. Unglaublich, aber wahr: in der darauffolgenden Nacht hat tatsächlich noch ein zweiter Tintenfisch den Weg an Bord gefunden… dieses mal auf das seitliche Laufdeck!

Maila: Im Laufe des Tages haben wir auch Delfine gesehen und die haben vorne mit dem Schaum gespielt. Wir durften mit Rettungsweste auch nach vorne und wir wurden manchmal auch ein bisschen nass. Und da waren Delfine und haben gespielt. Dann, als wir zurückgehen wollten, war hinter uns auch noch die Gruppe und Samuel hat gesehen, wie einer eine Schraube in der Luft gemacht hat. Das ist, wenn ein Delfin hoch springt und sich um seine eigene Achse dreht. Am letzten Abend beim Sonnenuntergang, als Papa gerade geschlafen hatte, sind relativ kleine, aber schöne Delfine gesprungen. Richtig aus dem Wasser. Leider waren sie nur kurz da, aber trotzdem war es wunderschön, die Delfine am Sonnenuntergang zu beobachten.

Skipper: Nach ziemlich genau 4 1/2 Tagen kamen wir schließlich auf La Graciosa an. Im Hafen waren wir sogar schon ein kleines bisschen früher fest. Doch hier braucht man eine „Authorisation“. Ich hatte zwar entsprechende Emails abgeschickt, aber nie eine Antwort erhalten und somit nichts in der Hand. Folgerichtig schickte uns die Security auch um halb zwei nachts gleich wieder raus. Wir könnten ja erstmal vor der Playa Francesca ankern. Ok, da braucht man zwar auch eine Erlaubnis und auch hier hatte ich auf meinen Antrag nie eine Antwort erhalten. Aber wenn das den netten Spanier nicht störte, sollte uns das auch egal sein.

Gruß von Maila aus Lissabon

In Lissabon sind Papa und Franz zur Post gegangen, weil wir keinen Briefkasten gefunden haben. Als sie an der Post ankamen, hat Franz die Postkarte abgegeben, die an meine Klasse war.

Ich habe besonders toll gefunden, dass wir mit der Straßenbahn gefahren sind. Wir konnten leider erst sehr spät mit der Straßenbahn fahren, weil die immer brechend voll waren. In Lissabon sind ganz schön kleine und alte, aber auch große und neue Straßenbahnen unterwegs. Wir sind einmal mit der alten Straßenbahn zurück zum Boot gefahren. Am Ende war eine lange Straße, die lange geradeaus ging und da haben wir richtig Gas gegeben und wir waren schneller als ein paar Autos. Am nächsten Tag sind wir mit einer neuen Straßenbahn gefahren, die größer war aber brechend voll. Ich habe kaum gemerkt, dass wir in einer Straßenbahn waren, weil es hat sich angefühlt wie in einen Bus. Trotzdem hat es Spaß gemacht.

Natürlich machen wir auf der Weltreise auch regelmäßig Unterricht. Wir haben in Lissabon mit Kunst weitergemacht. Ich habe eine sehr große Brücke abgemalt… natürlich in bunt!

Maila

Herkules-Turm

Es war ein sehr langer Weg zu dem Herkules-Turm und wir mussten in so ein Häuschen. Da mussten wir die Tickets bezahlen und sie haben auch nicht deutsch gesprochen. Wir hatten dann 30 Minuten den Weg hoch zum Turm zu gehen. Er ist der älteste Leuchtturm, der in der Welt noch aktiv ist.  Und als dann endlich der Turm aufmachte und wir so Anhänger bekommen haben, da waren Ausgrabungen von alten Steinen zu sehen. Die Decke war sehr tief und Papa konnte bei manchen Stellen gar nicht richtig stehen und Mama sogar auch nicht. Aber ich konnte ohne Probleme immer stehen.

Dann sind wir eine Treppe hochgegangen. Die war aber zum Glück höher, so dass Mama und Papa auch wieder stehen konnten. Da mussten wir ganz schön viele Stufen hoch gehen, aber dazwischen waren immer so Räume wo Bilder dran waren von dem Leuchtturm. Und dann, als wir endlich-endlich oben waren (das waren 234 Stufen) war der Ausblick super schön aufs Meer hinaus und auf die Stadt. Zebra war auch dabei. Und dann haben wir auch ganz viele Fotos gemacht von der Familie und mir und Zebra mit Sonnenbrillen.

Dann sind wir nach langer Zeit wieder runter gegangen. Natürlich wieder die ganzen Stufen. Und als wir unten waren, sind wir zu einem Kompass gegangen, wo verschiedene Bilder drauf waren. Das war ein sehr großer Kompass auf die Steine so gemalt und da war auch ein Totenkopf, wo wir mit Papa ein Foto gemacht haben. Dann sind wir weiter nach unten gegangen wo die Steine waren… soweit, wie es sicher war. Da haben wir erstmal was getrunken und Franz wollte leider auch Bier und wollte nach dem Bier schnappen. Franz hat kein Bier bekommen! Und wir hatten sogar Kleinigkeiten dabei zum Essen. Dann blieben wir da ganz lange und haben auch ganz viele Fotos gemacht von dem Ozean wo wir erst letztens rüber gefahren sind.

Dann sind wir zurück gelaufen, aber davor haben Samuel und ich noch ein Eis bekommen. Der Weg war sehr lang und es war auch sehr heiß. Und ich wollte am liebsten ins Wasser springen, weil dort ein Strand ist, aber da waren ganz schön viele Leute drauf. Deswegen sind wir weiter gegangen und für mich fühlte es sich an, als würde es nicht mehr enden. Als wir endlich am Boot waren, habe ich mich erstmal ausgeruht. Aber trotz dem ganzen Laufen war der Ausflug sehr schön.

Maila